Frock The Frog RockEs geht nicht wirklich wieder um den Frosch, den wir lieben, sondern um dsa Thema Jugend und Musik. Zu Wahlkampfzeiten kann man zumindest aus neben Fadenscheinigen Versprechungen auch einmal ein paar konkrete Äußerungen vernehmen. Dass auch in Südtirol die Jugend nicht gerade eine Mehrheit ist wundert keinen mehr - und dass die Mehrheitspartei sich nicht um Minderheiten kümmern mag wohl auch nicht.

Lesen wir mal was der Elmar am 23.9. geschrieben hat:

Nur mit den Kids, die von der Kapuzinergasse zum Obstmarkt gezogen sind, haben wir nun echt Probleme.

Die Kids die gemeint sind ist derKulturverein Sciarada. Schon was Blödes so ein Kulturverein. Die andere Seite macht sich dafür halt eher stark - und dies ganz klassisch, mit einem Konzert.

Für eine würdige Jugendkultur. Für Räume in den jungen Menschen ihre Musik und ihre Kultur leben können. Für mehr Rock in der Politik Rockmusik ist Kultur. Und sie muss gefördert nicht verhindert werden.

 Für gute Musik sorgt die Spolpo Blues Band (die ja gern bei solchen Veranstaltungen rockt - und das gut) und das ganze steigt am Samstag ab 11:00 Uhr Vormittags auf dem Musterplatz mit Freibier und so…

Liest hier den ganzen Auf- und Ausruf.



Gefunden, gelesen, gut befunden oder bedenklich und weitergegeben:



Gefunden, gelesen, gut befunden, weitergegeben:



titel zahlenDas Landesinstitut für Statistik hat letzte Woche die Broschüre “Jugend in Zahlen - 2006” veröffentlicht. Es gibt einen ganz guten Überblick. Gut finde ich, dass die heißen Themen gleich mal zuletzt angegangen wurden, das Rauchen und der Alkohol bei Jugendlichen. Sie kommen gleich nach der Strukturellen Analyse, also der Auflistung wie sich die Jugend in Südtirol zusammensetzt. Interessant finde ich bei der ersten Analyse, dass sich der Trend fortsetzt, dass es mehr Männer (oderJungs ) als Frauen (Mädchen) gibt. Man hört ja immer noch die weit verbreitete Meinung, dass es mehr Frauen als Männer gibt. Diese Behauptung kommt noch aus der Zeit nach den Weltkriegen, wo die meisten Männer gefallen waren und stimmte heute nur mehr, wenn man das Verhältnis Frauen/Männer über diegesamte Gesellschaft betrachtet. Diese wird insgesamt älter, hier kommt dann der Faktor in Spiel, dass Frauen meistens länger leben als Männer und schon erklärt sich der Überschuss.

Nun aber zurück zur Jugend. Auch wenn ich ein Lob auf die Aktualität der Zusammenstellung der Fragen ausdrücken muss, gibt es auch Lücken. In der folgenden Aufstellung will man herausfinden, was die Jugend so an Alkohol trinkt - Menge je nach Art. Aber was fehlt? Das was am meisten getrunken wird, Liköre und Superalkohol.

Auch werden andere Themen ausgespart. Zum Beispiel wird gefragt ob die Jugendlichen in eineKunstgalerie gehen, nicht aber ob sie auf politischen Kundgebungen waren oder sich sozial Engagieren. Es wird immer darüber gesprochen, dass die Jugend sich nicht für Politik und wenig für Soziales interessiert, aber wenn man die Möglichkeit hätte sie dazu zu befragen wird das nicht gemacht. Ein Versäumnis. Aber auch so ist die Lektüre recht amüsant und einen Blick wert.



Parallel und so
Haben wir in Südtirol eigentlich parallele Gesellschaften. Nicht nur weil die Rechts-Parteien immer wieder populistisch gegen eine Überfremdung mahnen scheint mir dieses Thema eine nähere Betrachtung wert. Leben die deutschen, ladinischen, italienischen Landsleute nebeneinander oder miteinander. Die Saisonsfachkräfte aus Osteuropa darf man auch nicht in diesem Kontext vergessen. Ein aktuelles Thema, tauchen wir ein…
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Gefunden, gelesen, gut befunden, weitergegeben:

  • Una voce dal Sudtirolo - Eine Stimme aus Südtirol - Na Usc de Sudtirol: Toponomastik(a) - Skafa hat uns schon immer wegen seinen guten Analysen gefallen. Er postet wenig, aber dann sitzts. Hier seine Antwort zum famosen Artikel von “Il Giornale”
  • Sepp in Europa » Blog Archive » Die Brücke von Messina - Wir könnten es nicht besser ausdrücken.
  • November Museum 2007 - Gute Gelegenheit an einem verregneten Tag die Museen mittels Shuttlebus ohne Touristen zu besuchen. Die sind ja schon weg ;-)
  • Radiowellen aus Südtirol - Eine Zeitreise, in die Tage, als Radio noch Abenteuer war. In der südtiroler Radiowelt dominieren die Formatradios, austauschbar mit Ö3, BR3 und mit jedem anderen x-beliebigen Format-Radio in Europa. Wie das alles angefangen hat kann man hier nachlesen.
  • Geat-Shun, TOPONOMASTIK - Hier mal ein satirischer Ansatz an die ganze Thematik - zum kaputtlachen. Ein Auszug; Abtei -> Coglione d’abate
  • Applied Spatial Management (ASM) - Brauchen wir einen Business Innovation Park, Eine Abteilung für Innovation, Entwicklung und Gonossenschaften, und auch noch eine “Applied Spatial Management (ASM) zur Dynamisierung der heimischen Wirtschaft und der lokalen lnnovationskultur”? Da droht de Innovation in der Bürokratie undAmtswirrwarr steckenzubleiben


Gefunden, gelesen, gut befunden, weitergegeben:



Fundstücke, lesenswertes, usw. im Netz über Südtirol:



Als Grenzen noch wirklich etwas bedeuteten[A], und man Kriege deswegen führte, wurden diese befestigt. Ein sehr markantes Überbleibsel sind die Bunker. Sie verschwinden nach und nach, aber mach einer ist noch hie und da zu sehen. Irgendwie finde ich es schade dass einer nach dem anderen abgerissen werden, weil sie doch Baudenkmäler sind. Keinem würde einfallen die Burgen abzureisen, oder die Stadtmauern von Glurns. Auch die Bunker sind Zeitzeugen und berichten von einem Kapitel der Geschichte Tirols.

 

Vielleicht hänge ich auch nur so an den Bunkern, weil ich als Kind gern mal in diese eingestiegen bin und Entdecker gespielt habe. Eigentlich sind alle zugemauert, um Unfälle zu vermeiden[B], aber die Neugier war wohl für viele Größer und so kam es, dass man immer wieder von Bunkern hörte die offen waren und die zogen mich magisch an. Ich erinnere mich noch gut, wie ein spezieller für eine Art Wettlauf von uns missbraucht wurde. Man ging als Gruppe Nachts mit Hilfe einer Lampe in das zweite Untergeschoss, löschte das Licht und das Rennen begann. Nur einer der vier Ausgänge war offen, und man musste im Dunkeln rausfinden. Je schneller, desto besser. Durch die ganzen Schützenkammern wurde das tappen im Dunkeln nicht einfacher und ein, zwei Löcher gaben den richtigen Kick[C].

Und wieso sind jetzt diese Erinnerungen aufgetaucht – na weil die Alto Adige auf Ihrer Internetseite eine Fotogalerie eingerichtet hat, welche die noch verbliebenen Luftschutzbunker in Bozen zeigt. Ganz nett, vielleicht könnte man ja mal eine Führung organisieren.



Fußnoten

  1. zumindest innerhalb Europas...torna
  2. einige sind in privaten Gebrauch, besonders die unterirdischen im Überetsch...torna
  3. die Playstation kann sich da verstecken...torna