Zurückschwimmen ist anscheinend Energiesparend. Den Bürger Versprechungen machen und sie dann im Regen stehen lassen auch. Für alle die schon angefangen haben ihre Häuser und Wohnungen zu renovieren und auf den 55% Steuerbonus gehofft haben gibt es schlechte Nachrichten.

Diverta più difficile usufuire dello sconto del 55% su Irpef e Iras per gli interventi di riqualificazione energetica: i privati e le imprese intenzionati a chiedere il bonus dovranno inviare una domanda all’agenzia delle Entrate (oltre alla documentazione all’Enea) e sperare che i fondi stanziati non siano ancora terminati.

Und wie es sich gehört wird nur soviel Geld bereitgestellt, dass es nach ein paar Tagen schon aufgebraucht ist. Macht euch auf die Hinterbeine, sonst kann es hart werden. Mehr informationen hier: Risparmio energetico, serve l’ok delle Entrate per il bonus



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wasserstoffSeit Jahren hören wir jetzt schon, dass die Zukunft der Fortbewegung im Wasserstoff liegt. Die Brennstoffzelle soll all unsere Sorgen zunichte machen und eine Emissionsfreie nachhaltige Fortbewegung schaffen. Auch die Landesregierung will unter dem Motto „Taten statt Worte“ geplant eine Wasserstofftankstelle zu bauen.

Das ist alles schön und gut, doch die Entwicklung ist sehr träge auf diesem Gebiet und die Hauptprobleme wie Herstellung (der zur Zeit verwendete Wasserstoff wird aus Erdgas oder Kohle hergestellt) und Vertrieb sind noch gar nicht ernsthaft angegangen worden. Gibt es also neben dem Wasserstoff noch Alternativen?

Das erste das einem Einfällt sind die Biokraftstoffe, die rund um die Welt gerade die Lebensmittelpreise in die Höhe treiben. Aber es gibt auch andere, näher liegende. Strom – hergestellt aus regenerativen Energiequellen (z.B. Wasserkraft). Wäre also für Südtirol doch auch interessant, oder?

Dass Batteriebetriebene Fahrzeuge vielleicht schon bald den Wasserstofftraum platzen lassen könnten erfährt man in einem interessanten Beitrag vom Deutschlandfunk. Es kommen Experten aus den verschiedenen Lager zu Wort und es wird kräftig mit Vorurteilen aufgeräumt. Sehr empfehlenswert, hier ein paar Auszüge:

“Aber - wenn alle mit Strom statt Benzin fahren - das geht doch gar nicht. So viel Strom muss man doch erst einmal erzeugen. Da muss man doch zig neue Kraftwerke bauen. Und was sollen das für welche sein? Kohle? Atom?”

…Das ist nicht der Fall, wenn man die Wirkungsgradsteigerungen berücksichtigt. …Wir haben ausgerechnet, dass wenn wir Windstrom für den Antrieb unserer Fahrzeuge benutzen, dass wir dann einen Faktor, der liegt zwischen 2,5 und 3 gewinnen. Also nicht nur ein paar Prozent, sondern Faktoren gewinnen in Bezug auf Energieeffizienz.”

Mehr zu lesen gibt’s hier: Benzinkutsche tankt Strom

Oder als MP3-Download (sehr gut gemacht): Die Benzinkutsche tankt Strom - Zweiter Teil Zukunft des Energisparens: MP3, Flash



Tabelle der erstplatzierten

Wieder mal, könnte man sagen, sind wir Klassenbeste wenn es um Umweltschutz und erneuerbare Energien geht. Toblach ist als Sieger bei einer Analyse von Legambiente hervorgegangen. Und die anderen Plätze sind auch nicht von schlechten Eltern. Es häuft sich fast schon auffällig das BZ bei der Provinzangabe. Da wollen wir hoffen dass dies auch in Zukunft so bleibt und man weiter die Augen offen hält und solche idiotischen Projekte wie das Kraftwerk im Eisacktal einstampft.



FamilienPlus LogoSeit letztem Jahr wurde der Strommarkt in Italien endlich liberalisiert. Das ist soweit bekannt und eigentlich auch schon wieder fast vergessen. Keine massiven Werbekampagnen wie sie vor einigen Jahren in den deutschen Medien zu sehen waren. Es gibt wohl einige, welche sich aber speziell an Firmenkunden wenden. Eine Ausnahme macht hier wieder mal Südtirol. Nicht im Medienrummel sondern im Angebot.

Wir haben zwar den großen Vorteil schon “lokale” Anbieter wie die Etschwerke zu haben, trotzdem gibt es einige Haushalte die staatliche Anbieter haben. Für beide gibt es von der SEL ein Angebot, das besonders für Familien interessant ist. Das Familienplus-Paket, welches einen Rabatt auf die Energiekosten gewährt. Das heißt im Klartext - der Strom kommt wie bisher vom gleichen Lieferanten aber die Rechnung kommt dann von derSEL , die einen Rabatt auf die Kosten gibt. Klingt doch gut. Der Rabatt hängt natürlich, um Familienfreundlich zu sein, von der Anzahl der Kinder und einem Maximalverbrauch ab (der wiederum von der Anzahl der Kinder abhängig ist).

Und wie einfach ist der Wechsel?
Ganz einfach und in der Praxis getestet. Einfach online die Anfrage stellen, man bekommt nach ein paar Wochen (bei mir waren es 2) peremail alle Formulare (zum Teil schon ausgefüllt) zugeschickt und faxt diese zurück. Um den Rest kümmert sich die SEL. Man hat sogar einen persönlichen Ansprechpartner. Zwei Monate später (so lange ist normalerweise die Kündigungszeit) ist der Wechsel vollzogen und man bekommt die folgenden Rechnungen von der SEL.

Ein kleiner Tipp noch zuletzt. Wenn man Änderungen machen muß oder will (z.B. mehr oder weniger Leistung für den Anschluß, bzw. Tarifwechsel) muß man das vorher erledigen. Die SEL übernimmt die Daten, Anschlüsse, Tarife vom ursprünglichen Stromlieferanten. Das klappt aber in der Regel mit den lokalen Anbietern auch recht gut, bei mir waren die mit der Umsetzung schneller als ich die Formulare zurückgeschickt habe ;-)



Twike in EchtAuf der Energie Passeier die vor zwei Wochen in St. Leonhard stattfand konnten man sich über zeitgemäßes Bauen und Energiesparen informieren. Denn Sinn dieser Veranstaltung möchte man erahnen, die Sinnhaftigkeit aber trotzdem bezweifeln. Sie ist eine Gegenveranstaltung zur Klimahouse in Bozen und propagiert auch nicht das einheimische Klimahaus, sonder das deutsche Passivhaus. Organisiert von einem Berater (Berthold Prünster) schafft sie also eher Verunsicherung im ganzen Passiv-Klima-Haus-House Definitionswirrwarr. Nachdem das Thema aber wichtig ist und man keine Plattform auslassen kann, haben sich auch Landesrat Michl Laimer und Norbert Lantschner zu Vorträgen beim Konkurrenten hinreisen lassen.

Die Besucherzahlen waren nicht gerade berauschend, trotz Medienrummels und deshalb wäre eine Konzentration auf einen einzigen Event im Jahr glaub´ich besser. Aber trotz dem negativen Eindruck den die Veranstaltung hinterlassen hat gab es auch Lichtblicke. Zugegeben auch etwas zum Schmunzeln anregende und vor allem Visionäre.

Zu sehen waren nämlich zwei Twikes. Aber was sind Twikes? >>Weiterlesen>>



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Nachdem heute der Blog-Action-Day ist, wollen wir natürlich auch mit dabei sein. Aber nicht eigennützig, sondern der Umweltschutz sollte im Vordergrund stehen. Und wie schon RamsesOrginial berichtet hat, hat Südtirol einen Exportschlager in Sachen Umweltschutz - das “Klimahaus“.

Jetzt gibt es viele Halbwahrheiten über das Thema und wirklich wenigen ist bewusst wie sehr umweltverträgliches Bauen nicht nur die Umwelt, sondern auch unsere Geldbörse schonen kann. Letzte Woche hatten wir das Vergnügen Herrn Norbert Lantschner’s Vortrag zu hören und wollen hier die Mitschrift in Deutsch und Italienisch bereitstellen. Er geht sehr genau darauf ein, woher unser Energiehunger kommt und wie man mit wenig Aufwand (3-5% Mehrkosten beim Neubau) enorm Energie und Geld sparen kann. Lesenswert. Ein kleines Beispiel. Um ein normales Haus mit Solarenergie zu versorgen (für Heizung und Strom) bräuchte es ein Fußballfeld. Wenn man aber ein gleich großes Klimahaus versorgen will reichen ein paar Quadratmeter.

Downloads (ZIP):
Vortrag Lantschner (32)
Relazione Lantschner CasaClima (23)

PS: Mehr zum Thema Klimahaus demnächst.



TurbineDiese Managerweisheit, die man in so vielen Motivationskursen immer wieder vorgebetet bekommt hat fruchtbaren Boden gefunden. Und das hier in Südtirol, das bisher gegenüber Management und Motivation eher resistent war. Aber genug der Seitenhiebe. Ein schönes Beispiel für „Was zusammen machen“ hat die Gemeinde Moos im Passeier geliefert. Sie haben ein Kraftwerk gebaut. Um genauer zu sein, die Bürger der Gemeinde haben eine Genossenschaft gegründet, und diese hat das Kraftwerk gebaut. Somit gehört das Kraftwerk praktisch den Bürgern. Den rechtlichen Teil überspringen wir jetzt mal, denn nicht jede Genossenschaft kann einfach ein Kraftwerk betreiben, um auf das Resultat der ganzen Geschichte zu kommen.

ErsatzturbineDas kleine Grosswasserkraftwerk liefert den Einwohnern den heute so wichtigen Strom, produziert aber neun mal mehr Strom als, die Gemeinden verbrauchen können. Den Rest also verkauft sie. Nachdem eine Genossenschaft keine Gewinne an ihre Mitglieder ausschütten kann, muss sie das Geld verbraten, oder aber den Strompreis senken. Als erstes können sich also die Genossenschaftsmitglieder und Kunden ab 2008 über einen Strompreis freuen, der 60% niedriger ist als der übliche, über ein erneuertes Stromnetz, das weniger Verlust hat und über so manchen Extradienst der nichts mehr kostet, wie z.B. den Schneeräumdienst. Na bravo, endlich haben es ein paar mal verstanden, dass es besser ist wenn man zusammen an etwas arbeitet, als dass man ständig den anderen Steine in den Weg legt.

PS: Letztes Weihnachten bekamen alle Haushalte Energiesparlampen geschenkt – auch wenn man eine eigenes Kraftwerk hat ist es besser Strom zu sparen, weil man dann mehr verkaufen kann.