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Dass die Meinungsfreiheit in Südtirol manchmal keinen guten Stand hat, liegt oft auch daran, dass jeder jeden kennt. Namensverwechslungen sind an der Tagesordnung, wenn Leserbriefe veröffentlicht werden und finanzielle Interessen angegriffen.

Das Digitale Zeitalter hat es zwar einfacher gemacht, seine Meinung einer weiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen, aber die Rückverfolgbarkeit ist auch einfacher geworden. Denn auch ein vermeintlicher anonymer Nickname schützt nicht die Privatsphäre des Autors. Auf der anderen Seite ist auch vielen Foren- und Blog-Betreibern inzwischen klar geworden, dass Sie für die Inhalte haften und müssen deshalb (auch wir) die Inhalte genau prüfen bevor sie freigeschaltet werden.

Es gibt also keine direkte Zensur, aber eine Selbstzensur. Dass ein Bedürfnis besteht seine Meinung Kund zu tun hat das Forum der SVP gezeigt. Sehr schnell wurden viele Beiträge erstellt - aber leider wurde es (wie zu erwarten) schnell wieder geschlossen - und man glaubt es kaum, aber einige Userdaten wurden an “Interessierte” weitergegeben.

Um vor solchen Übergriffen geschützt diskutieren möchte kann dies nun auf Forum-Suedtirol.com machen.

In diesem Forum werden deine Beiträge nicht aufgrund irgendwelcher Beanstandungen von Seiten der Möchtegern-Großen und -Wichtigen nachverfolgt. Du kannst in diesem Forum deine wahre Meinung zum Ausdruck bringen, ohne Angst um deine Zukunft haben zu müssen. Wenn du zu deiner Meinung stehst, kannst du gerne deinen Namen daruntersetzen, möchtest du lieber unerkannt bleiben, so veröffentliche deinen Beitrag einfach anonym. www.forum-suedtirol.com ist das neue Sprachrohr für alle Südtiroler, Südtirolerinnen und jene, denen an Südtirol etwas liegt.


Ich möchte auch nochmal unterstreichen, dass diese Seite so eingerichtet wurde, dass kein Schreiber, wie auch die Betreiber der Seite anonym sind - es gibt keine Aufzeichnungen im Hintergrund. Also noch vielSpass und eifriges Diskutieren.



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Über die neuen Werbespots der SVP (und Konsorten) wird ja schon viel diskutiert. Also ganz ohne Kritik geht es nicht. Die Filme wurden für das Internet über Youtube bereitgestellt, die offizielle Seite verwendet auch dieses Video. Dagegen ist nichts einzuwenden, schont es immerhin Wahlkampfkasse. Doch Youtube ist nich umsonst ein Web2.0-Vorzeigeprojekt. Und dazu gehört eben auch dieses “Ich veröffentliche - du sagst deine Meinung - Ding”.

Ein Leser hat uns nun kontaktiert und folgendes geschrieben:

Über die Zett habe ich von einem Wahlspot der SVP auf youtube erfahren. Hab ihn mir angeschaut und kommentiert. Jetzt kommt’s: Alle Kommentare wurden gelöscht, sowohl beim deutschen als auch beim italienischen Spot. Hallo, geht’s noch, liebes Südtirol? Zensur nennt man so was, da die Beiträge zwar teilweise kritisch waren, aber weit von Spam entfernt. Hat da wer das Web nicht verstanden? Ich schäme mich für so ein Verhalten.


Ich würde ja vorschlagen, dass wir “das Team” dazu befragen. Denn web 1.5 ist zumindest schon mal möglich - Über ein Kontaktformular. Dort kann man Kommentare und Wünsche äußern, die halt dann kein anderer sehen kann.

UPDATE: Der Kronplatzblog hat die verlorenen Kommentare wiederbeschafft. Und jetzt kann man noch weniger verstehen warum die gelöscht wurden.



Paragrafen sind nicht immer VollkommenÜberall kann man es lesen. Die italienische Blogger-Szene schreibt sich den Frust vom Leib. Von Zensur, von einem undemokratischen Staat und noch viel mehr ist die Rede. Es hallt nicht nur durchs Internet, auch in der Offline-Welt und bis ins Parlament dringt der Unmut durch. Aber ist das alles nötig? Der Minister versucht zu beschwichtigen und verweist auf dieRegulierungsbehörde . Parlamentarier erkennen die Gunst der Stunde und appellieren lautstark und heute wurde ein Zusatzkomma vorgestellt, welches Veröffentlichungen ohne Unternehmerischen Hintergrund von der Pflicht befreit.

Es gibt aber doch einige Dinge über die sich die Blogger im Klaren sein sollten. Grundsätzlich sind wir für das Gesetz und gegen Zensur. Wir sind auch dafür, dass sich Blogger darüber im Klaren sind,daß das Internet nicht ein Rechtsfreier Raum ist und daß eine Regulierung nicht gleich zu setzen ist mit einer Zensur. Internetseiten, welche Redakteure und Journalisten verpflichten, müssen unserer Meinung nach registriert werden um die Arbeitnehmerverhältnis der Mitarbeiter zu regeln. Anderen angehenden Publizisten (und damit meine ich auch Blogger) muss es weiterhin möglich sein Inhalte zu publizieren, aber auch deren Arbeit soll geschützt werden. Also plädieren wir für die Abschaffung des “Albo dei giornalisti”. Warum das auch Blogger interessieren sollte, welche keine Journalisten sein wollen haben wir ausführlichst erörtert. >>Weiterlesen>>