Beregnung bei Regen

Die Bewässerung der Obstwiesen in Südtirol ist ein Privileg, das nur wenige Obstbauern auf der Welt haben. Denn nicht überall wo Äpfel wachsen können, ist auch genügend Wasser vorhanden um mit der VerschwenderischenBeregnung nach Südtiroler Prinzip die Bäume am verdursten zu hindern. Tropfberegnung heißt das Stichwort. Die hilft natürlich nicht gegen den Frost im Frühjahr und deshalb gehört auch dieser Frost-Schutz zum Luxusanbaugebiet Südtirol.

Es gibt aber doch Gebiete in Südtirol wo etwas Wasserknappheit herrscht. Das Vinschgau und das hintere Passeiertal gehört dazu. Hier haben die Bauern Wasserrechte, welche ihnen zu gewissen Zeiten eine gewisse Menge Wasser zuteilt. Dieses verwenden sie dann um die Wiesen zu bewässern. Falls sie das nicht tun, kann es auch schon mal vorkommen, dass sie das Recht verlieren (hat was von nicht verbrauchten Geldern in der öffentlichen Verwaltung). Deshalb wird immer bewässert wenn möglich - auch wenn es regnet - auch wenn es schon seit Wochen regnet. Das ist dann ein etwas komischer Anblick - aber Bürokratie war ja noch nie mit Hausverstand ausgestattet.



wasserstoffSeit Jahren hören wir jetzt schon, dass die Zukunft der Fortbewegung im Wasserstoff liegt. Die Brennstoffzelle soll all unsere Sorgen zunichte machen und eine Emissionsfreie nachhaltige Fortbewegung schaffen. Auch die Landesregierung will unter dem Motto „Taten statt Worte“ geplant eine Wasserstofftankstelle zu bauen.

Das ist alles schön und gut, doch die Entwicklung ist sehr träge auf diesem Gebiet und die Hauptprobleme wie Herstellung (der zur Zeit verwendete Wasserstoff wird aus Erdgas oder Kohle hergestellt) und Vertrieb sind noch gar nicht ernsthaft angegangen worden. Gibt es also neben dem Wasserstoff noch Alternativen?

Das erste das einem Einfällt sind die Biokraftstoffe, die rund um die Welt gerade die Lebensmittelpreise in die Höhe treiben. Aber es gibt auch andere, näher liegende. Strom – hergestellt aus regenerativen Energiequellen (z.B. Wasserkraft). Wäre also für Südtirol doch auch interessant, oder?

Dass Batteriebetriebene Fahrzeuge vielleicht schon bald den Wasserstofftraum platzen lassen könnten erfährt man in einem interessanten Beitrag vom Deutschlandfunk. Es kommen Experten aus den verschiedenen Lager zu Wort und es wird kräftig mit Vorurteilen aufgeräumt. Sehr empfehlenswert, hier ein paar Auszüge:

“Aber - wenn alle mit Strom statt Benzin fahren - das geht doch gar nicht. So viel Strom muss man doch erst einmal erzeugen. Da muss man doch zig neue Kraftwerke bauen. Und was sollen das für welche sein? Kohle? Atom?”

…Das ist nicht der Fall, wenn man die Wirkungsgradsteigerungen berücksichtigt. …Wir haben ausgerechnet, dass wenn wir Windstrom für den Antrieb unserer Fahrzeuge benutzen, dass wir dann einen Faktor, der liegt zwischen 2,5 und 3 gewinnen. Also nicht nur ein paar Prozent, sondern Faktoren gewinnen in Bezug auf Energieeffizienz.”

Mehr zu lesen gibt’s hier: Benzinkutsche tankt Strom

Oder als MP3-Download (sehr gut gemacht): Die Benzinkutsche tankt Strom - Zweiter Teil Zukunft des Energisparens: MP3, Flash



Anscheinend ist die Sitte zum Kaffee ein Glas Leitungswasser zu spendieren in unseren Breiten nicht sehr geläufig. Seis drum, die italienische Kaffeekultur, der wir ja näher sind, sieht dieses Ritual auch nicht unbedingt vor. Bei Nachfrage sind aber die meisten Gastronomen gerne bereit das Glas Wasser nachzureichen. Umso unverständlicher wird es aber, wenn man bei einem Restauraunt oder Gasthausbesuch auf der Rechnung das Leitungswasser berechnet sieht. Über den Unsinn natürliches Mineralwasser zum Essen zu bestellen will ich gar nicht eingehen, denn nicht nur in Südtirol ist das normale Leitungswasser von guter Qualität und manchmal sogar besser als das Flaschenwasser. Von der Umweltbilanz ganz zu schweigen.

Wenn man nun also sich entscheidet das Bürgermeisterwasser zu trinken erwartet man eigentlich nicht einen saftigen Betrag bezahlen zu müssen. Denn zum einen ist der Preis für das Wasser ja bekannt (1000 Liter kosten weniger als ein Euro) und zum Anderen können die Kosten für die Reinigung des Glases und Personals nicht großartig zu buche schlagen. Da wundert man sich dann schon wenn man für 0,5 Liter 80 Cent bezahlen soll.

Die Begründung des Gastronomen, dass es sich um belebtes Wasser handelt, kann mich auch nicht überzeugen. Man kann an die verbesserten Eigenschaften glauben oder eben nicht. Wenn der Gastronom an die Eigenschaften glaubt, ist es sein gutes Recht, die Kosten dann aber auf dem Kunden abzuwälzen ist aber dann aber schon grenzwertig.

Was bleibt ist ein Gefühl, dass der Kunde über den Tisch gezogen werden soll. Entweder er bestellt sich ein überteuertes Leitungswasser oder er weicht auf andere Getränke aus. Oder aber er ist Konsequent und sagt einfach: „Danke ich trinke nichts.“