Zentrale des HandwerkerverbandesKeinem ist es verborgen geblieben. Noch nie wie in den letzten paar Jahren wurden so viele neue Verbands- und Verwaltungsgebäude neu errichtet und eingeweiht. Allem gemein ist, daß sie schön, groß und teuer waren. Einige Beispiele sind die neue Handelskammer, Verband der Kaufleute und Dienstleister, Landesverband der Handwerker. Und gebaut werden diese Bauten mit Steuer- oder/und Mitgliedergeldern. Da stellt sich schnell die Frage ob sich der Verband es sich nicht zu gut gehen läßt und lieber die Beiträge senken oder mehr Dienstleistungen anbieten sollte an Stelle der repräsentativen Gebäude. >>Weiterlesen>>



Diese Parkbank hat ihren Fu� verloren
Unsere Städte und Dörfer sind ja bekannt dafür immer adrett und sauber zu sein. Es ist sozusagen ein Markenzeichen. Alles schön sein, zum Einen für die Touristen und natürlich zum Anderen auch für die Einheimischen. Studien haben bewiesen, dass je schöner und sauberer ein Ort ist (gilt im Besonderen auch für Toiletten), desto geringer sindVandalische Akte zu befürchten. Die Hemmschwelle ist größer, wenn die Unversehrtheit noch gegeben ist.

Bauchoperation beim PinguinTrotzdem kann man in letzter Zeit wieder vermehrt bemerken, daß öffentliches Eigentum zerstört wird oder Müll mutwillig zerstreut und noch einiges mehr. Über die Hintergründe mögen sich wohl Soziologen die Köpfe zerbrechen. Angestaute Frustrationen, Übermut und Alkohol werden wohl einige der Faktoren sein. Was mir aber wichtig erscheint ist,daß wir nicht zu schnell in die Schubladenfalle tappen. Aussagen wie, das sind die “Besoffenen”, “Ausländer”, “Jugendlichen” sind sehr schnell gemacht und entbinden uns der Verantwortung. Wenn man dem Phänomen näher auf die Finder schaut kommt man aber schnell zur Erkenntnis,daß so einfache Aussagen weder zutreffen, noch eine Lösung bringen. Wer diese Ausbrüche in eine Ecke von sich schiebt bis sie ein Ausmaß angenommen haben, welche das Einschreiten der Behörden erfordert, braucht sich am Ende nicht wundern,daß auch die eigenen Freiheiten eingeschränkt werden.

Ich verlange jetzt nicht ein Zivilcourage-Offensive, wenn sie auch nicht ganz falsch wäre. Aber auch in den eigenen Reihen sollten man ruhig recht kritisch mit diesen Vorkommnissen umgehen. Nur weil es der eigene Freund, Verwandte oder Chef ist bedeutet nicht,daß wir es nicht gut finden, wenn öffentliches Gut zerstört wird, sei es nun ein Zug, ein Bus, eine Parkbank oder auch nur die Wand einer Toilette.
Das war nicht der Wind



Merry Christmas
Markus Lobis, zitiert in seinem Blog einen Artikel der Süddeutschen Zeitung der ihm, wie er schreibt, aus dem Herzen spricht. Da möchten wir einmal dagegenhalten.

Obwohl wir uns ja auch recht kritisch gegenüber diverser Veranstaltungn geäußert haben, dienten diese wohl mehr der Aufklärung. Es werden oft Erwartungen geweckt, Autentizität vorgegaukelt usw. Aber daran, dass Veranstaltngen gemacht werden, daran kann ich mich nicht stoßen. Und ja, sie sollten auch weiterhin ins Zentrum der Städte hinein. Auf die Plätze und Straßen. Die Plätze sind ja eigentlich nur deswegen entstanden und es ging auch immer um den Kommerz (siehe Marktplatz).

Wir gehen erst heute daran, die Plätze architektonisch zu zerpflücken und ihr Leere zu kontemplieren. Feste und Parties werden vorzugsweise auf bestimmte Areale zugewiesen. Lokale sollten so früh wie möglich schließen, damit in der Altsatdt auch mal Ruhe ist. Wohin soll das noch führen. Wahrscheinlich zu den toten Innenstädten die man aus dem Rest Europas kennt. Dort wo keiner mehr am Abend oder Wochenende hingeht, weil es da nix gibt nach Feierabend. Geisterstädte in denen auch keiner mehr wohnt, weil es ja nichts mehr gibt.

Nein, das ist keine Altstadt die ich möchte. Vorschläge, die Feste besser zu organisieren, sie besser aufzuteilen finde ich sinnvoller als eine Entwicklung einfach zu verdammen. Denn eines sollte man immer bedenken. Das ach so schlechte Heute, ist die gute alte Zeit von Morgen.



Paragrafen sind nicht immer VollkommenÜberall kann man es lesen. Die italienische Blogger-Szene schreibt sich den Frust vom Leib. Von Zensur, von einem undemokratischen Staat und noch viel mehr ist die Rede. Es hallt nicht nur durchs Internet, auch in der Offline-Welt und bis ins Parlament dringt der Unmut durch. Aber ist das alles nötig? Der Minister versucht zu beschwichtigen und verweist auf dieRegulierungsbehörde . Parlamentarier erkennen die Gunst der Stunde und appellieren lautstark und heute wurde ein Zusatzkomma vorgestellt, welches Veröffentlichungen ohne Unternehmerischen Hintergrund von der Pflicht befreit.

Es gibt aber doch einige Dinge über die sich die Blogger im Klaren sein sollten. Grundsätzlich sind wir für das Gesetz und gegen Zensur. Wir sind auch dafür, dass sich Blogger darüber im Klaren sind,daß das Internet nicht ein Rechtsfreier Raum ist und daß eine Regulierung nicht gleich zu setzen ist mit einer Zensur. Internetseiten, welche Redakteure und Journalisten verpflichten, müssen unserer Meinung nach registriert werden um die Arbeitnehmerverhältnis der Mitarbeiter zu regeln. Anderen angehenden Publizisten (und damit meine ich auch Blogger) muss es weiterhin möglich sein Inhalte zu publizieren, aber auch deren Arbeit soll geschützt werden. Also plädieren wir für die Abschaffung des “Albo dei giornalisti”. Warum das auch Blogger interessieren sollte, welche keine Journalisten sein wollen haben wir ausführlichst erörtert. >>Weiterlesen>>