titel zahlenDas Landesinstitut für Statistik hat letzte Woche die Broschüre “Jugend in Zahlen - 2006” veröffentlicht. Es gibt einen ganz guten Überblick. Gut finde ich, dass die heißen Themen gleich mal zuletzt angegangen wurden, das Rauchen und der Alkohol bei Jugendlichen. Sie kommen gleich nach der Strukturellen Analyse, also der Auflistung wie sich die Jugend in Südtirol zusammensetzt. Interessant finde ich bei der ersten Analyse, dass sich der Trend fortsetzt, dass es mehr Männer (oderJungs ) als Frauen (Mädchen) gibt. Man hört ja immer noch die weit verbreitete Meinung, dass es mehr Frauen als Männer gibt. Diese Behauptung kommt noch aus der Zeit nach den Weltkriegen, wo die meisten Männer gefallen waren und stimmte heute nur mehr, wenn man das Verhältnis Frauen/Männer über diegesamte Gesellschaft betrachtet. Diese wird insgesamt älter, hier kommt dann der Faktor in Spiel, dass Frauen meistens länger leben als Männer und schon erklärt sich der Überschuss.

Nun aber zurück zur Jugend. Auch wenn ich ein Lob auf die Aktualität der Zusammenstellung der Fragen ausdrücken muss, gibt es auch Lücken. In der folgenden Aufstellung will man herausfinden, was die Jugend so an Alkohol trinkt - Menge je nach Art. Aber was fehlt? Das was am meisten getrunken wird, Liköre und Superalkohol.

Auch werden andere Themen ausgespart. Zum Beispiel wird gefragt ob die Jugendlichen in eineKunstgalerie gehen, nicht aber ob sie auf politischen Kundgebungen waren oder sich sozial Engagieren. Es wird immer darüber gesprochen, dass die Jugend sich nicht für Politik und wenig für Soziales interessiert, aber wenn man die Möglichkeit hätte sie dazu zu befragen wird das nicht gemacht. Ein Versäumnis. Aber auch so ist die Lektüre recht amüsant und einen Blick wert.



wasserstoffSeit Jahren hören wir jetzt schon, dass die Zukunft der Fortbewegung im Wasserstoff liegt. Die Brennstoffzelle soll all unsere Sorgen zunichte machen und eine Emissionsfreie nachhaltige Fortbewegung schaffen. Auch die Landesregierung will unter dem Motto „Taten statt Worte“ geplant eine Wasserstofftankstelle zu bauen.

Das ist alles schön und gut, doch die Entwicklung ist sehr träge auf diesem Gebiet und die Hauptprobleme wie Herstellung (der zur Zeit verwendete Wasserstoff wird aus Erdgas oder Kohle hergestellt) und Vertrieb sind noch gar nicht ernsthaft angegangen worden. Gibt es also neben dem Wasserstoff noch Alternativen?

Das erste das einem Einfällt sind die Biokraftstoffe, die rund um die Welt gerade die Lebensmittelpreise in die Höhe treiben. Aber es gibt auch andere, näher liegende. Strom – hergestellt aus regenerativen Energiequellen (z.B. Wasserkraft). Wäre also für Südtirol doch auch interessant, oder?

Dass Batteriebetriebene Fahrzeuge vielleicht schon bald den Wasserstofftraum platzen lassen könnten erfährt man in einem interessanten Beitrag vom Deutschlandfunk. Es kommen Experten aus den verschiedenen Lager zu Wort und es wird kräftig mit Vorurteilen aufgeräumt. Sehr empfehlenswert, hier ein paar Auszüge:

“Aber - wenn alle mit Strom statt Benzin fahren - das geht doch gar nicht. So viel Strom muss man doch erst einmal erzeugen. Da muss man doch zig neue Kraftwerke bauen. Und was sollen das für welche sein? Kohle? Atom?”

…Das ist nicht der Fall, wenn man die Wirkungsgradsteigerungen berücksichtigt. …Wir haben ausgerechnet, dass wenn wir Windstrom für den Antrieb unserer Fahrzeuge benutzen, dass wir dann einen Faktor, der liegt zwischen 2,5 und 3 gewinnen. Also nicht nur ein paar Prozent, sondern Faktoren gewinnen in Bezug auf Energieeffizienz.”

Mehr zu lesen gibt’s hier: Benzinkutsche tankt Strom

Oder als MP3-Download (sehr gut gemacht): Die Benzinkutsche tankt Strom - Zweiter Teil Zukunft des Energisparens: MP3, Flash



Bergfeuer zu Herz-Jesu
Die Alljährlichen Bergfeuer am Herz-Jesu-Sonntag sind ein Spektakel. Es ist beeindruckend, schönes Wetter vorausgesetzt, die verschiedenen Lichter in der Ferne und die Formen an den Hängen der Täler zu erspähen. Interessant ist auch, wie schon den kleinen Buben und Mädchen bei dieser Gelegenheit erklärt wird warum diese Feuer gemacht werden. Es geht mal wieder um die Unabhängigkeit Tirols und der Tiroler. Ein wahrlich ewiges Thema, und so manchen Außersüdtiroler nervt es auch, dass bei jedem Nachfragen, warum etwas in Südtirol so ist, wie es ist, immer die Antwort zu bekommen, dass es an der Andersartigkeit und Unabhängigkeit der Südtiroler liegt.

Und das gilt für alle Bereiche, ob in der Wirtschaft, der Kultur, der öffentlichen Verwaltung und eben auch den Traditionen. Es wird vor allem auf den Unterschied hingewiesen. Man könnte fast die Absicht vermuten, man wolle eine Art Südtiroler-Übermensch-Gedanke schaffen. Aber nachdem wir in vielen Belangen unsere Nachbarn überflügelt haben, muss sich dieser Ansatz wohl eher aus der Überschwänglichkeit des Erfolges herausgebildet haben.

Wir müssten aber mehr darauf achten auch die Gemeinsamkeiten mit unseren Nachbarn und Mitbürgern hervorzuheben, denn allzu großes Selbstvertrauen schlägt gern in Arroganz um. Das hat Folgen, denn wer als Arrogant angesehen wird gilt nicht als Vorbild. Das gilt zum einen für die führende Schicht, aber auch für den kleinen Mann, denn das Kirchturmdenken ist nur der kleine Ableger des größeren Zirkus im Landtag.

Deshalb werden auch oft die positiven Errungenschaften unseres Landes oft abgelehnt. Die all zu offene zur Schaustellung unserer Überlegenheit, die allseits geliebte Formel „Mir sein Mir“ und das herauspicken der Argumente von Experten, welche gerade ins Konzept passen, geben ein klares Bild der Willkür.

Die gleiche Arroganz schmettert aber auch die Kritik ab, welche wie sich in letzter Zeit immer öfter zeigt auch angebracht ist. Und das macht aus Kritikern Protestwähler.

Das klingt jetzt alles recht negativ, doch es braucht meiner Meinung nach nicht viel um wieder durchzustarten. Wenn wir nur einen Schritt zurückgehen und wir allen etwas mehr Aufmerksamkeit widmen, können wir wieder den gemeinsamen Weg entdecken, den wir alle in Südtirol anstreben. Ich gehe sogar soweit zu Behaupten, dass die Ziele der „Großen“ und der „Kleinen“ aller Landessprachen und der anderen Mitbürger im Grunde die gleichen sind. Und wenn man dies erkennt und das Potential sieht welches wir in Südtirol haben, an Menschen, Natur und der Fähigkeit in schwierigen Situationen Zusammenzuhalten (welche Südtirol zu dem Gemacht hat was es heute ist) können wir auch positiv in die Zukunft sehen.



Logo Forum Suedtirol
Dass die Meinungsfreiheit in Südtirol manchmal keinen guten Stand hat, liegt oft auch daran, dass jeder jeden kennt. Namensverwechslungen sind an der Tagesordnung, wenn Leserbriefe veröffentlicht werden und finanzielle Interessen angegriffen.

Das Digitale Zeitalter hat es zwar einfacher gemacht, seine Meinung einer weiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen, aber die Rückverfolgbarkeit ist auch einfacher geworden. Denn auch ein vermeintlicher anonymer Nickname schützt nicht die Privatsphäre des Autors. Auf der anderen Seite ist auch vielen Foren- und Blog-Betreibern inzwischen klar geworden, dass Sie für die Inhalte haften und müssen deshalb (auch wir) die Inhalte genau prüfen bevor sie freigeschaltet werden.

Es gibt also keine direkte Zensur, aber eine Selbstzensur. Dass ein Bedürfnis besteht seine Meinung Kund zu tun hat das Forum der SVP gezeigt. Sehr schnell wurden viele Beiträge erstellt - aber leider wurde es (wie zu erwarten) schnell wieder geschlossen - und man glaubt es kaum, aber einige Userdaten wurden an “Interessierte” weitergegeben.

Um vor solchen Übergriffen geschützt diskutieren möchte kann dies nun auf Forum-Suedtirol.com machen.

In diesem Forum werden deine Beiträge nicht aufgrund irgendwelcher Beanstandungen von Seiten der Möchtegern-Großen und -Wichtigen nachverfolgt. Du kannst in diesem Forum deine wahre Meinung zum Ausdruck bringen, ohne Angst um deine Zukunft haben zu müssen. Wenn du zu deiner Meinung stehst, kannst du gerne deinen Namen daruntersetzen, möchtest du lieber unerkannt bleiben, so veröffentliche deinen Beitrag einfach anonym. www.forum-suedtirol.com ist das neue Sprachrohr für alle Südtiroler, Südtirolerinnen und jene, denen an Südtirol etwas liegt.


Ich möchte auch nochmal unterstreichen, dass diese Seite so eingerichtet wurde, dass kein Schreiber, wie auch die Betreiber der Seite anonym sind - es gibt keine Aufzeichnungen im Hintergrund. Also noch vielSpass und eifriges Diskutieren.



NamenskarteAlle heiligen Zeiten werden die Statistiken mit den häufigsten Namen und Nachnamen von Südtirol in der Tagespropagandaschrift (aäh- sorry) Tageszeitung Dolomiten veröffentlicht. Aber nachdem so mancher von uns nicht zu den “häufigsten” gehört und somit einen seltenen Nachnamen hat, ist es erst recht interessant zu wissen wie viele Namensvetter gibt.

Ein nettes Werkzeug dafür gibt es nun vom Astat. Nicht nur wird angezeigt wie oft es einen Namen gibt, sondern auch in welchen Gemeinden und mit welcher Häufigkeit.

Zu finden hier: http://qlikview.provincia.bz.it/bnarc/Webform2.aspx



Beschreibung
TitelDie Nietta hat jetzt eine Rubrik bei “in-Südtirol” und wir werden dort als einer Ihrer Lieblingsblogs genannt. Dankeschön. Und wenn sie einer der neuen Leser der über dieses Blatt zu uns gestoßen sind, dann möchte ich sie herzlich begrüßen. Die Beschreibung ist knapp und gut gelungen und das Team wünscht viel Spaß beim Stöbern.



Nein, es geht nicht um die Arbeitnehmer, sondern um Schüler. Nachdem ich schon etwas raus bin befasse ich mich nicht täglich mit diesen Themen, was nicht bedeutet dass sie minder wichtig sind (irgendwann gab es zu meiner Zeit auch schon Vorstöße in diese Richtung). Ich veröffentliche hier eine Anfrage von pattl.com

Es handelt sich um eine Umfrage zum umstrittenen Thema „5-Tagewoche“ in der Schule. Da wir so viel wie möglich Teilnehmer erreichen möchten, bitten wir euch, um einen Link zur Umfrage, da wir bei Erfolg die Ergebnisse gerne an verschiedene Medien senden würden…
Der Grund für die Umfrage ist eigentlich sehr einfach: Die Schüler bzw. Eltern selbst wurden nie gefragt, ob es ihnen Recht ist, dass die 5-Tagewoche eingeführt wird, oder nicht, sondern entschieden hat darüber das Land, und letztendlich die einzelnen Schulen mit ihren Vorsitzenden und Direktoren. Es wäre also interessant zu wissen, was die Südtiroler Gesellschaft dann eigentlich über die 5-Tagewoche denkt.

Hier noch einmal der Link: http://www.pattl.com/?p=250



Twike in EchtAuf der Energie Passeier die vor zwei Wochen in St. Leonhard stattfand konnten man sich über zeitgemäßes Bauen und Energiesparen informieren. Denn Sinn dieser Veranstaltung möchte man erahnen, die Sinnhaftigkeit aber trotzdem bezweifeln. Sie ist eine Gegenveranstaltung zur Klimahouse in Bozen und propagiert auch nicht das einheimische Klimahaus, sonder das deutsche Passivhaus. Organisiert von einem Berater (Berthold Prünster) schafft sie also eher Verunsicherung im ganzen Passiv-Klima-Haus-House Definitionswirrwarr. Nachdem das Thema aber wichtig ist und man keine Plattform auslassen kann, haben sich auch Landesrat Michl Laimer und Norbert Lantschner zu Vorträgen beim Konkurrenten hinreisen lassen.

Die Besucherzahlen waren nicht gerade berauschend, trotz Medienrummels und deshalb wäre eine Konzentration auf einen einzigen Event im Jahr glaub´ich besser. Aber trotz dem negativen Eindruck den die Veranstaltung hinterlassen hat gab es auch Lichtblicke. Zugegeben auch etwas zum Schmunzeln anregende und vor allem Visionäre.

Zu sehen waren nämlich zwei Twikes. Aber was sind Twikes? >>Weiterlesen>>



Gefunden, gelesen, gut befunden, weitergegeben:



Gefunden, gelesen, gut befunden, weitergegeben:

  • Una voce dal Sudtirolo - Eine Stimme aus Südtirol - Na Usc de Sudtirol: Toponomastik(a) - Skafa hat uns schon immer wegen seinen guten Analysen gefallen. Er postet wenig, aber dann sitzts. Hier seine Antwort zum famosen Artikel von “Il Giornale”
  • Sepp in Europa » Blog Archive » Die Brücke von Messina - Wir könnten es nicht besser ausdrücken.
  • November Museum 2007 - Gute Gelegenheit an einem verregneten Tag die Museen mittels Shuttlebus ohne Touristen zu besuchen. Die sind ja schon weg ;-)
  • Radiowellen aus Südtirol - Eine Zeitreise, in die Tage, als Radio noch Abenteuer war. In der südtiroler Radiowelt dominieren die Formatradios, austauschbar mit Ö3, BR3 und mit jedem anderen x-beliebigen Format-Radio in Europa. Wie das alles angefangen hat kann man hier nachlesen.
  • Geat-Shun, TOPONOMASTIK - Hier mal ein satirischer Ansatz an die ganze Thematik - zum kaputtlachen. Ein Auszug; Abtei -> Coglione d’abate
  • Applied Spatial Management (ASM) - Brauchen wir einen Business Innovation Park, Eine Abteilung für Innovation, Entwicklung und Gonossenschaften, und auch noch eine “Applied Spatial Management (ASM) zur Dynamisierung der heimischen Wirtschaft und der lokalen lnnovationskultur”? Da droht de Innovation in der Bürokratie undAmtswirrwarr steckenzubleiben

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