Das Bozen erlassene Rauchverbot hat weite Kreise gezogen, aber wenn man sich mal kurz einen Gedanken macht, wer verdient eigentlich am meisten am “Tschiggen”, der Staat und damit die öffentliche Hand, lt. Aussage der autonomen Monopolverwaltung sei die hohe Steuer “Accisa” also eine Fabrikationssteuer als Steuerung zur Reduzierung des Rauchens zu sehen. Ich hab da meine Zweifel aber splitten wir es mal kurz auf. Von dem Geld das ihr eurem “Trafikler” für einen Packen Sargnägel gebt, bleiben ihm mal nur 10 % , 58,5 % gehen als Fabrikationssteuer direkt an den Staat, 17 % Mwst idem , 14,5 % für den Produzenten. Das heisst ca. 75 % des Preises gehen mehr oder weniger direkt an den Staat, der die totale Kontrolle über den Tabakhandel hat, sämtliche Waren kontrolliert usw.
Leider kommt es hier zu einem Interessenkonflikt, einerseit schränkt die öffentliche Hand den Tabakkonsum ein, andererseits profitiert sie glänzend davon. Interessant ist zu wissen, dass Tabaklizenzen sehr eingeschränkt vergeben werden und mit Vorrang an Kriegswitwen, Waisen oder Vertreibene, da sie in dieser Art und Weise wieder eine neue Existenz aufbauen konnten. Darüberhinaus ist die Vergabe noch am Bedarf geregelt, also Väterchen Staat sorgt vor, dass sich die Trafiken nicht gegenseitig das Wasser abgraben. Zusätzlich verkauften diese Betriebe früher auch noch das Chinin, überlebenswichtig vor allem im Süden Italiens, wo früher die Malaria grassierte und wenig Apotheken waren, dafür gab’s aber flächendeckend die Tabaktrafiken.



Rauchen verbotenDas rauchende Kind mit dem Badewasser ausschütten
Kaum zu glauben. Als das Rauchverbot in Bars und Restaurants in Kraft trat hat man darüber gewitzelt, dass man bald auch im Freien nicht mehr rauchen dürfe. Jetzt hat es Bozen geschafft im Sinne des Kinder- und Arbeitsschutzes zu Überteiben und sich gänzlich lächerlich zu machen. Denn die Argumentation für die neuen Verordnung sind ja nicht wirklich durch wissenschaftliche Studien zu untermauern. Wie schon auf Südtirol.ch zu lesen ist kann das auch gegenteilige Wirkungen haben.

Ich will hier nicht einen Aufruf zur Verschwendung von Steuergeldern starten, aber es wäre schon interessant zu sehen, wie die Wissenschaft dein Beitrag des Rauchens im Freien im Verhältnis zu den generellen Umweltbelastungen steht. Besonders in (Zitat)

…öffentlichen Flächen und an Orten, in denen sich Kinder unter 12 und/oder schwangere Frauen aufhalten, in allen Sportstätten, besonders auf Zuschauertribünen und im Publikumsbereich, und bei Veranstaltungen im öffentlichen Raum, wo in der Nähe gegessen und /oder getrunken wird.

Außerdem möchte ich einen Denkanstoß geben. Ein Bar- oder Restaurantbesitzer muss für den Raucherraum eine Abluftanlage einrichten, welche die Belastung des Personals (es geht ja um Arbeitsschutz) auf ein Minimum minimiert. Wenn da dann eine Mutter sitzt mit ihrem Kind ist es dann ok, dass das Kind noch der Rest-Belastung ausgesetzt ist? Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass diese Belastung höher ist, als jene im Freien.



WhoZivilpolizisten haben eine lange Tradition. Sie werden vor allem dort eingesetzt, wo das Auftreten in Uniform, das Verhalten der Gauner und Ganoven beeinflusst. So können sie unerkannt, als Zivilist, das Treiben beobachten und dann zuschlagen und die Missetäter zur Strecke bringen. Wenn man sich aber zu erkennen gibt, ist die Maskerade natürlich aufgeflogen und der Nutzen zu nichte. Ist aber in großen Städten kein Problem, wenn man nicht immer in der gleichen Szene schnüffelt. Anders hingegen ist das bei Gemeindepolizisten, die kennt schließlich jeder. Wenn ein solcher in Zivil auftritt heißt das meistens nur eins, er hat Dienstschluss. In Bruneck ist von solchen Überlegungen abstand zu nehmen – die sind jetzt auch ohne Uniform unterwegs. Sogar am Abend. Sie kontrollieren, dass das Rauchverbot eingehalten wird, dass an Jugendliche unter 16 Jahren kein Alkhol ausgegeben wird usw. Ob die geänderte Kleiderordnung wirklich was bringt sei dahingestellt. Ab jetzt nimmt halt jeder an, dass sie immer im Dienst sind und wird ihnen mit dem typischen Misstrauen gegenübertreten. Auch eine Art des sozialen Abstiegs.