titel zahlenDas Landesinstitut für Statistik hat letzte Woche die Broschüre “Jugend in Zahlen - 2006” veröffentlicht. Es gibt einen ganz guten Überblick. Gut finde ich, dass die heißen Themen gleich mal zuletzt angegangen wurden, das Rauchen und der Alkohol bei Jugendlichen. Sie kommen gleich nach der Strukturellen Analyse, also der Auflistung wie sich die Jugend in Südtirol zusammensetzt. Interessant finde ich bei der ersten Analyse, dass sich der Trend fortsetzt, dass es mehr Männer (oderJungs ) als Frauen (Mädchen) gibt. Man hört ja immer noch die weit verbreitete Meinung, dass es mehr Frauen als Männer gibt. Diese Behauptung kommt noch aus der Zeit nach den Weltkriegen, wo die meisten Männer gefallen waren und stimmte heute nur mehr, wenn man das Verhältnis Frauen/Männer über diegesamte Gesellschaft betrachtet. Diese wird insgesamt älter, hier kommt dann der Faktor in Spiel, dass Frauen meistens länger leben als Männer und schon erklärt sich der Überschuss.

Nun aber zurück zur Jugend. Auch wenn ich ein Lob auf die Aktualität der Zusammenstellung der Fragen ausdrücken muss, gibt es auch Lücken. In der folgenden Aufstellung will man herausfinden, was die Jugend so an Alkohol trinkt - Menge je nach Art. Aber was fehlt? Das was am meisten getrunken wird, Liköre und Superalkohol.

Auch werden andere Themen ausgespart. Zum Beispiel wird gefragt ob die Jugendlichen in eineKunstgalerie gehen, nicht aber ob sie auf politischen Kundgebungen waren oder sich sozial Engagieren. Es wird immer darüber gesprochen, dass die Jugend sich nicht für Politik und wenig für Soziales interessiert, aber wenn man die Möglichkeit hätte sie dazu zu befragen wird das nicht gemacht. Ein Versäumnis. Aber auch so ist die Lektüre recht amüsant und einen Blick wert.



Das Bozen erlassene Rauchverbot hat weite Kreise gezogen, aber wenn man sich mal kurz einen Gedanken macht, wer verdient eigentlich am meisten am “Tschiggen”, der Staat und damit die öffentliche Hand, lt. Aussage der autonomen Monopolverwaltung sei die hohe Steuer “Accisa” also eine Fabrikationssteuer als Steuerung zur Reduzierung des Rauchens zu sehen. Ich hab da meine Zweifel aber splitten wir es mal kurz auf. Von dem Geld das ihr eurem “Trafikler” für einen Packen Sargnägel gebt, bleiben ihm mal nur 10 % , 58,5 % gehen als Fabrikationssteuer direkt an den Staat, 17 % Mwst idem , 14,5 % für den Produzenten. Das heisst ca. 75 % des Preises gehen mehr oder weniger direkt an den Staat, der die totale Kontrolle über den Tabakhandel hat, sämtliche Waren kontrolliert usw.
Leider kommt es hier zu einem Interessenkonflikt, einerseit schränkt die öffentliche Hand den Tabakkonsum ein, andererseits profitiert sie glänzend davon. Interessant ist zu wissen, dass Tabaklizenzen sehr eingeschränkt vergeben werden und mit Vorrang an Kriegswitwen, Waisen oder Vertreibene, da sie in dieser Art und Weise wieder eine neue Existenz aufbauen konnten. Darüberhinaus ist die Vergabe noch am Bedarf geregelt, also Väterchen Staat sorgt vor, dass sich die Trafiken nicht gegenseitig das Wasser abgraben. Zusätzlich verkauften diese Betriebe früher auch noch das Chinin, überlebenswichtig vor allem im Süden Italiens, wo früher die Malaria grassierte und wenig Apotheken waren, dafür gab’s aber flächendeckend die Tabaktrafiken.