Beregnung bei Regen

Die Bewässerung der Obstwiesen in Südtirol ist ein Privileg, das nur wenige Obstbauern auf der Welt haben. Denn nicht überall wo Äpfel wachsen können, ist auch genügend Wasser vorhanden um mit der VerschwenderischenBeregnung nach Südtiroler Prinzip die Bäume am verdursten zu hindern. Tropfberegnung heißt das Stichwort. Die hilft natürlich nicht gegen den Frost im Frühjahr und deshalb gehört auch dieser Frost-Schutz zum Luxusanbaugebiet Südtirol.

Es gibt aber doch Gebiete in Südtirol wo etwas Wasserknappheit herrscht. Das Vinschgau und das hintere Passeiertal gehört dazu. Hier haben die Bauern Wasserrechte, welche ihnen zu gewissen Zeiten eine gewisse Menge Wasser zuteilt. Dieses verwenden sie dann um die Wiesen zu bewässern. Falls sie das nicht tun, kann es auch schon mal vorkommen, dass sie das Recht verlieren (hat was von nicht verbrauchten Geldern in der öffentlichen Verwaltung). Deshalb wird immer bewässert wenn möglich - auch wenn es regnet - auch wenn es schon seit Wochen regnet. Das ist dann ein etwas komischer Anblick - aber Bürokratie war ja noch nie mit Hausverstand ausgestattet.



Sonnenuntergang

Zwischendurch sollte man über unser Land schwärmen. Das Gerücht, dass Südtirol wenig Möglichkeiten bietet, dass man ja in einem Kaff ist usw. hält sich ja hartnäckig. Aber von Bergen umgeben zu sein hat auch ganz schöne Vorteile.

Jaufenspitz Panorama

Viele Mountainbiker werden mir Recht geben, dass es wohl viel langweiliger wäre in der Poebene oder im Ruhrpott zu radeln. Einige dieser Mountainbiker nutzen auch den Feierabend für eine kleine Tour. Das sollte nicht nur Ihnen vorbehalten sein. Gesagt getan, die Idee für einen spitzen Feierabend war geboren. Die auserkorene war die Jaufenspitze, von der aus man einen herrlichen Rundumblick hat und man wunderschöne Sonnenuntergänge erleben kann.

Jaufenspitze KLetterei Jaufenspitze Richtung Süden Gruppenabstieg

Der Aufsteig ist für jeden zu schaffen und bietet sogar noch etwas Abenteuer. Wie schnell man da denn Kopf frei bekommt ist unglaublich, man vergisst direkt dass man tagsüber gearbeitet hat und das schaffen wenige andere Feierabendaktivitäten.



TurbineDiese Managerweisheit, die man in so vielen Motivationskursen immer wieder vorgebetet bekommt hat fruchtbaren Boden gefunden. Und das hier in Südtirol, das bisher gegenüber Management und Motivation eher resistent war. Aber genug der Seitenhiebe. Ein schönes Beispiel für „Was zusammen machen“ hat die Gemeinde Moos im Passeier geliefert. Sie haben ein Kraftwerk gebaut. Um genauer zu sein, die Bürger der Gemeinde haben eine Genossenschaft gegründet, und diese hat das Kraftwerk gebaut. Somit gehört das Kraftwerk praktisch den Bürgern. Den rechtlichen Teil überspringen wir jetzt mal, denn nicht jede Genossenschaft kann einfach ein Kraftwerk betreiben, um auf das Resultat der ganzen Geschichte zu kommen.

ErsatzturbineDas kleine Grosswasserkraftwerk liefert den Einwohnern den heute so wichtigen Strom, produziert aber neun mal mehr Strom als, die Gemeinden verbrauchen können. Den Rest also verkauft sie. Nachdem eine Genossenschaft keine Gewinne an ihre Mitglieder ausschütten kann, muss sie das Geld verbraten, oder aber den Strompreis senken. Als erstes können sich also die Genossenschaftsmitglieder und Kunden ab 2008 über einen Strompreis freuen, der 60% niedriger ist als der übliche, über ein erneuertes Stromnetz, das weniger Verlust hat und über so manchen Extradienst der nichts mehr kostet, wie z.B. den Schneeräumdienst. Na bravo, endlich haben es ein paar mal verstanden, dass es besser ist wenn man zusammen an etwas arbeitet, als dass man ständig den anderen Steine in den Weg legt.

PS: Letztes Weihnachten bekamen alle Haushalte Energiesparlampen geschenkt – auch wenn man eine eigenes Kraftwerk hat ist es besser Strom zu sparen, weil man dann mehr verkaufen kann.



Achtung_BaumIm Märzen der Bauer, … das kennen wir ja alle. Jetzt ist der Frühling da, der April klopft auch schon mit seinem verrückten Wetter an die Tür und der Frühjahrsputz steht vor der Tür. Das denken sich auch unsere Freunde vom Straßendienst. Sie säubern gerade fleißig die Straßenränder von unnützem Gestrüpp. Manchmal kommt mir aber das gesäubere dann doch etwas zu radikal vor. Alleen sind bei uns selten geworden, sind ja auch gefährlich, und deshalb schafft man sie halt gleich ab. Es geht halt nichts über gepflegte Straßenhygiene.

Reih_und_Glied Freie_Sicht Rest_Allee


Der Wach-StierEigentlich muss man hier nicht viel sagen. In Mattaz, im Passeiertal ist uns dieser Wach-Stier aufgefallen. Es schlägt an wie ein Wachhund, ist aber natürlich viel imposanter und überrascht damit sicher mehr etwaige Eindringlinge. Also an alle, die etwas mehr Garten haben und ein ausgefallenes Wachtier suchen – der Wachstier wäre sicher eine tolle Wahl.