Gefunden, gelesen, gut befunden, weitergegeben:



Freier FallDie öffentlich/rechtliche Sendeanstalten und besonders bei uns der Sender Bozen haben eher ein angestaubtes Image. Man erwartet sich eher von der privaten Medienlandschaft, dass sie auf ein junges Publikum setzt und näher am Puls der Zeit ist. Aber in Südtirol ist das wieder einmal anders. Die Privatradios kämpfen ums überleben und da muss das Programm so breit wie möglich aufgestellt werden. Radio Sonnenschein, der sich schon immer als Radio für junge Zuhörer verstanden hat die gleichen Probleme und hat nicht die Mittel ambitionierte Radioproduktionen zu finanzieren.

Und hier kommt die Überraschung. Der Rai Sender Bozen entwickelt aus Soundcheck die neue Sendung „Freier Fall“. Drei Stunden mit Live im Sender gespielter Musik, Jugendkultur, Blog und Forum. Hut ab an die Radiochefin welche sich die Sendung gewünscht hat, mit der Begründung, dass die Jugend in den Südtiroler Medien immer weniger Platz findet, außer wenn es darum geht ihnen etwas zu verkaufen.

Aus der Beschreibung der Sendung:

Ein Schwerpunkt wird auf in Südtirol gespielter und produzierter Rockmusik liegen. »Rockmusik« ist hier als Hilfsbegriff zu sehen, da andere Musikrichtungen wie Hiphop, Punk, Elektronik oder Blues-Rock mit einbezogen werden. Zweiter Schwerpunkt wird die Südtiroler Jugendkultur, die in Diskussionen, Interviews und Beiträgen vorgestellt wird.

Die Sendung geht heute um 19.45 los dauert über 3 Stunden. Diskutieren kann man dann im South-Tyrolean Music Board. Dann wünschen wir mal viel Erfolg (und vielleicht gibt’s die Sendung auch mal als Podcast - inzwischen gibt es aber ja den Live-Stream).



Gefunden, gelesen, gut befunden, weitergegeben:

PS: Wir konnten es uns einfach nicht verkneifen, so einen Eintrag können wir nur alle 4 Jahre machen.



Paragrafen sind nicht immer VollkommenÜberall kann man es lesen. Die italienische Blogger-Szene schreibt sich den Frust vom Leib. Von Zensur, von einem undemokratischen Staat und noch viel mehr ist die Rede. Es hallt nicht nur durchs Internet, auch in der Offline-Welt und bis ins Parlament dringt der Unmut durch. Aber ist das alles nötig? Der Minister versucht zu beschwichtigen und verweist auf dieRegulierungsbehörde . Parlamentarier erkennen die Gunst der Stunde und appellieren lautstark und heute wurde ein Zusatzkomma vorgestellt, welches Veröffentlichungen ohne Unternehmerischen Hintergrund von der Pflicht befreit.

Es gibt aber doch einige Dinge über die sich die Blogger im Klaren sein sollten. Grundsätzlich sind wir für das Gesetz und gegen Zensur. Wir sind auch dafür, dass sich Blogger darüber im Klaren sind,daß das Internet nicht ein Rechtsfreier Raum ist und daß eine Regulierung nicht gleich zu setzen ist mit einer Zensur. Internetseiten, welche Redakteure und Journalisten verpflichten, müssen unserer Meinung nach registriert werden um die Arbeitnehmerverhältnis der Mitarbeiter zu regeln. Anderen angehenden Publizisten (und damit meine ich auch Blogger) muss es weiterhin möglich sein Inhalte zu publizieren, aber auch deren Arbeit soll geschützt werden. Also plädieren wir für die Abschaffung des “Albo dei giornalisti”. Warum das auch Blogger interessieren sollte, welche keine Journalisten sein wollen haben wir ausführlichst erörtert. >>Weiterlesen>>



Serie A - Dritter SpieltagVolleyball gehört zu jenen Mannschaftssportarten die irgendwie jeder schon einmal ausgeübt hat. Ob jetzt in der Schule, am Strand mit Freunden oder auch im Verein. Aber ist es überhaupt noch in Volleyball zu spielen? Spielt überhaupt noch jemand Volleyball? Sieht sich jemand die Spiele an? Um es vorweg zu nehmen, ja. Aber die Entwicklung von Volleyball ist exemplarisch für viele Sportarten und deshalb wollen wir hier mal etwas Licht in den Sporthimmel bringen.


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jurka aus holzWäre sie ein Mensch, würde man sagen, daß sie eine Problemmutter ist. Sie hat ihre Jungs nicht richtig erzogen und die haben es dann, dank ihrer “kriminellen” Energie bis in Medien geschafft. Das mit dem Mutter sein ist jetzt Geschichte, da sie sterilisiert wurde. Und komischerweise weis man nicht wohin mit ihr. Die Angst, dass sie bald umgebracht wird, wie sie die LAV haben, ist wahrscheinlich unbegründet. Sonst hätte die Provinz die Sterilisation nicht so heimlich gemacht. Die hatten Angst vor der öffentlichen Meinung. Ein Abschuss wäre bei uns undenkbar. Auch wenn so mancher Waldgänger die Urängste in sich trägt, man sieht schon kaum Rehe, da wird man einen Bär erst recht kaum zu Gesicht bekommen.

PS: Wer die Jurka retten möchte kann ja morgen in Bozen vor dem Despar in der Freiheitsstraße beim LAV unterschreiben.



Das neudeutsche „pimpen“ bzw. tunen, welche man früher als aufmotzen oder friesieren kannte ist ja wieder groß in Mode gekommen. Auf allen Fernsehkanälen, in vielen Kinostreifen und verschiedenste Veranstaltungen huldigen diesem Steckkenpferd[A].

Viele werden sich an ihre Vespa oder Ciao erinnern, welche früher illegaler weise mit Auspuff und größerem Zylinder versehen wurden. Es war schon fast normal. Später kam die Ape. Eigentlich glaubte ich dass die Ape-Welle schon vorbei ist, aber in der Populär-Wissenschaftlichen Sendung Galileo von Pro7 kamen die Stree Devils aus dem Ultental zu Ehren.

Witzig ist natürlich wie die Jungs versuchen korrektes Deutsch zu sprechen und über-korrigieren. Da wird dann aus „Da kommt noch ein Vergaser drauf“ ein „Da kommt noch ein Vergaser hinauf“. Deshalb wird es wohl auch die Untertitel brauchen, welche nicht immer wirklich das wiedergeben was gesagt wurde. Aber so sind sie halt, die Journalisten.



Fußnoten

  1. so nennt man Hobby auf deutsch...torna


Banner_Verbraucherinnen

Die Aufrufe an die Gesellschaft sich als mündige Bürger durchs Leben zu schreiten höhren nicht auf. Den Beigeschmack dieser Aufrufe mag ich ja persönlich nicht so, das kommt oft so rüber als wenn ich erst beweisen müsste ein selbstbestimmter[A] Bürger zu sein. Gerne vergreifen sich Institutionen im Tonfall, Vater Staat läßt grüßen, aber auch Organisationen, welche den Bürger aufklären möchte und ihm dienen. >>Weiterlesen>>



Fußnoten

  1. das bedeutet „Mündigkeit“ im philosophischen Sinne. Da kann man eigentlich auch fragen ob Südtirol insgesammt mündig ist. Selbstbestimmt ja nur teilweise....torna


supermarktEine makabre Sitte in Südtirol ist es, den Tod eines Angehörigen mittels Parte-Zettel bekannt zu geben. Neben der Todesanzeige in der Lokalpresse ist es üblich auch diese A4 großen Anzeigen in den Geschäften, Gaststätten und Läden im Dorf zu verteilen. Pensionisten verdienen ein paar ordentliche Euros daran, die Runde zu machen und wir werden dann nachdem wir der Einkaufslust gefrönt haben an der Kasse an den Tod erinnert. Neben Haribos, Kondomen und anderem Kleinkram, nehmen wir auch noch die Info mit, dass jemand den Löffel abgegeben hat. Es zeugt sicherlich von einer gewissen Unverkrampftheit, aber etwas komisch sieht’s oft trotzdem aus. Heute frisch im Angebot, der Begräbnis-Event um 17.00 Uhr.