• er einer der konsvatisten und reaktionärsten Päpste in den letzen 50 Jahren ist
  • er dazu anmahnt die Tolleranz und Freiheit nicht zu weit zu treiben
  • er millionen von Menschen in Drittweltländer AIDS ausliefert, indem die Kampagnen gegen Verhütungsmittel verschärft werden
  • er für die Opfer von pädophilen Übergriffen durch katholischer Priester zwar Mitgefühl bekundet, sich aber nicht entschuldigt
  • sein Verständnis von Völkerverständigung eher in Richtung Missionierung geht als in Tolleranz
  • wir Bürger für seine Sicherheitsmaßnahmen und die Mauer aufkommen müssen

Der Grund für diese Bekundung ist natürlich der Papst-Urlaub in Brixen. Es gibt jetzt sogar ein Papst-Portal in welchem krampfhaft versucht wird Brixen als historische Papststadt zu präsentieren. Aber alles das sie vorzuweisen haben ist ein vermutetes Vorbeiziehen vor 1000 Jahren, ein erzwungener Papst, der Bischof von Brixen war und eine Übernachtung. Die Freudenbekundungen von Politikern und Vereinschefitäten sind das übliche gebrabel und heucheln etwas von Friede, Freude Eierkuchen.

Die Gastwirte werden sich natürlich freuen, die Pilger ordentlich zur Kasse zu beten, denn eine Speisung im Sinne der christlichen Nächstenliebe ist wohl kaum zu erwarten.

Da wollen wir nur hoffen, dass der Papst auch ein wenig Zeit für Kultur hat und das Museion besucht.



myfamilypass LogoKonkurrenz belebt das Geschäft und Monopole sind normalerweise nichts Gutes, aber dass es jetzt zwei Familienpässe geben soll ist doch lächerlich. Auf der einen Seite haben wir den KFS mit dem Familypass und auf der anderen Seite die Union mit dem Familienpass[A]. Welcher sich durchsetzen wird ist absehbar, aber muss die Union für Südtirol immer für Verunsicherung sorgen. Opposition ist wichtig und richtig, aber sie sollte als konstruktive Kritik eingebracht werden. Nicht gleich mit einer Gegenoperation welche den Familien nichts bringt. Die wissen nicht ob sie die eine oder die andere Karte brauchen, oder beide. Es wird wieder mal versucht populistisch aufzuholen, indem man Problemen annimmt die schon gelöst sind.

Ich würde es besser finden, wenn sich die Union mit ins Boot beim Familypass setzen würde. Wer mit dabei ist, kann es auch mitgestalten. Denn wenn es darum geht Familien zu unterstützen sollten alle an einem Strang ziehen, nach Möglichkeit am selben Ende.



Fußnoten

  1. ist noch nicht freigeschaltet und die Endung .st steht nicht für Südtirol, sondern für São Tomé...torna


Eingang

Das Festival auf der Gompm Alm ist ja schon fast eine Institution, ok es ist eine Institution. Das tolle Wetter und die bunte Mischung der Besucher sollten wohl optimale Voraussetzungen sein um eine ordentliche Party vom Stapel zu lassen. Auch dieses Jahr wurde einiges geboten, vor allem Musik, ein Volleyball-Turnier, ein verunglkückter Sonnenbrillen-Wettbewerb und unmögliche hygienische Verhältnisse. Es ist mir durchaus bewusst, dass man auf der Alm keine besonderen Ansprüche haben sollte, aber wer so sehr darauf pocht, dass man sich in einem Schutzgebiet befindet, dass man keine Drogen konsumieren soll, nur innerhalb des Zaunes campieren und man kein eigenes Essen und Trinken mitnehmen darf, und alle Zelte abklappert um 5 Euro für die Müllentsorgung zu kassieren, sollte es auch möglich machen, dass man innerhalb der Veranstaltung seine Notdurft verrichten kann.


Keine Drogen Gipsmaske

Niemand sollte gezwungen werden, im Wald sein Häufchen[A] zu hinterlassen. Warum gezwungen?. Nehmen wir mal an, dass an diesen beiden Tagen 1.000 Besucher auf der Veranstaltung waren, eine vorsichtige Schätzung (es waren sicherlich mehr), und nehmen wir weiters an, dass durchschnittlich jeder Besucher einmal aufs Häuschen muss[B] ergeben sich 1.000 Besuche auf den 2 fixen und 3 Dixie-Klos[C] und 1 Waschbecken. Dass die Dixie-Klos nach nur ein paar Stunden unmöglich waren versteht sich von selbst, also konzentrierte sich alles auf die 2 übrig gebliebenen sanitären Anlagen. Dass sich da mal schnell eine Schlange bildet ist leicht vorherzusehen.

Knappes TurnierIch muss ja zugeben, dass ich mich schon des Öfteren gefragt habe, wieso es eine so große Diskrepanz gibt bei der Anzahl an sanitären Anlagen in Firmen und in Gastbetrieben. Ein Handwerksbetrieb mit 15 Angestellten muss 5 Klos installieren, eine Diskothek für 600 Leute braucht nur 4, und da arbeiten meist auch mehr als 10 Leute. So richtig logisch ist das ja nicht – außer man argumentiert, dass Arbeitnehmer eher auf Klo, als am Arbeitsplatz sind. Aber wie wir wissen ist diese ganze Klo-Angelegenheit den Gastronomen sowieso ein Dorn im Auge. Da muss man was unterhalten, das kein Geld bringt. Aber da möchte ich mal ganz provokant sagen, wer was verkauft, das oben rein geht, soll sich nicht wundern, dass unten/hinten was rauskommt, das zu entsorgen gehört also zum Service ;-)

Early in the eveningIch würde mir also wünschen, dass sich die Gastronomen ein wenig mehr um dieses Thema kümmern würden. Und um mal gleich mit dem Argument aufzuräumen, dass die sanitären Anlagen sowie nur beschmiert und zerstört würden, will ich auf mehrere Studien verweisen, welche herausgefunden haben, dass je schöner und sauberer eine Anlage ist, desto weniger Schäden und Dreck wird hinterlassen. Vernachlässigte sanitäre Anlagen hingegen, laden geradezu ein „weiterzumachen“. Kurz, schön bleibt schön, hässlich wird noch hässlicher. Das kann aber natürlich nur funktionieren wenn man nicht tausende Leute auf zwei Klos loslässt.



Fußnoten

  1. natürlich mit Taschentüchern...torna
  2. Kurzbesucher vielleicht gar nicht, die die übernachten sicherlich öfter...torna
  3. 0,005 Klos pro Besucher...torna