Die Jungs von Helios sind schon auf Zack. Innovative Werbespots und Kampagnen für die verschiedensten Kunden (meist die Öffentliche Hand). Auch der folgende Spot ist sehr gut umgesetzt, die Visualisierung der Redewendungen ist gut gelungen. Nur frag ich mich, benötigen wir einen teuren Werbespot, den man dann nicht mal übersetzen kann, ohne alles nochmal zu machen? Besonders wenn man bedenkt, dass es die Bestrebungen gibt “CasaClima” auch außerhalb der Provinz populär zu machen. Aber es geht ja auch um die italienischsprachigen Südtiroler. Die Klimahausagentur wird von uns allen finanziert (durch Steuergelder) und deshalb sollte auch bei den Kommunikationsmitteln darauf geachtet werden, dass sie leicht in die zweite Landessprache zu übersetzen sind.



Der liebe Müll ist nicht erst seit den Ereignissen in Neapel ins Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt. Die “Termovalorizzatori”, wie sie in Italien gerne genannte werden, scheinen oft als Allheilmittel angepriesen zu werden. Im deutschen Sprachgebrauch ist “Müllverbrennungsanlage” weiter verbreitet und trifft das Thema auch präziser. Denn wenn man etwas verbrennt entstehen Rückstände (Rauch und Asche wie jeder weiß), wenn man etwas “aufwertet” (valorizzare) erwartet man sich nicht dass man weniger herausbekommt, als man hineinsteckt.

Jenseits dieser Namensproblematik ist das Müllproblem sehr komplex. Die Einführung von Mülltrennung usw. dauert nicht nur wegen bürokratischer und politischer Hürden oft lange, auch dasBewußtsein der Bevölkerung trägt dazu bei, das nicht immer das richtige getan wird. Man versucht also das Problem herunterzubrechen und zu vereinfachen, damit es auch alle Verstehen. Und hier passiert dann oft, dass man so vereinfacht, dass es ins eigene Konzept passt. Je nachdem ob man für eine gewisse Strategie ist oder dagegen.

Ein solches Beispiel ist der folgende Film, der anscheinend ein Mitschnitt einer Sendung von Beppe Grillo ist. Da werden dann Zahlen so gekürzt, dass aus 1t Abfall 2t werden und Aussagen aus dem Kontext gerissen. Es werden Recyclingzahlen mit den Zahlen derverbrannten Abfälle zusammengebracht, bei denen man nicht weiß woher sie kommen, noch ob es stimmt, dass die recycelten Abfälle wirklich in der Müllverbrennung landen oder nicht. Außerdem werden zwei komplett unterschiedliche Themen (Klimahaus und Müllverbrennung) zusammengebracht um es reißerischer zu machen. Es fehlt also anSeriösität.

Zu Gute halten können wir aber dem Film, dass er gewisse Denkanstöße gibt. Es wird mehr Transparenz benötigt, damit man die Zusammenhänge erkennt und sich eine neutrale Meinung bilden kann. Wenn man erkennen kann wieviel Müll produziert wird, was damit geschieht und was man damit machen könnte, ist es einfacher gewisse Entscheidungen mitzutragen oder eben nicht. Außerdem eröffnet man so auch den Blick auf alternativen. In Ostdeutschland sind einige Bundesländer z.B. nicht dem “Grünen Punkt”, demMülltrennungsdebakel in Deutschland, beigetreten, sondern haben auf neue Technik gesetzt. Dort wird nichts zu Hause getrennt, sondern automatisch und zentralisiert. Das Resultat, höhere Recyclingquoten und eine günstigere Infrastruktur (mehr zu diesem Thema folgt demnächst).



Zentrale des HandwerkerverbandesKeinem ist es verborgen geblieben. Noch nie wie in den letzten paar Jahren wurden so viele neue Verbands- und Verwaltungsgebäude neu errichtet und eingeweiht. Allem gemein ist, daß sie schön, groß und teuer waren. Einige Beispiele sind die neue Handelskammer, Verband der Kaufleute und Dienstleister, Landesverband der Handwerker. Und gebaut werden diese Bauten mit Steuer- oder/und Mitgliedergeldern. Da stellt sich schnell die Frage ob sich der Verband es sich nicht zu gut gehen läßt und lieber die Beiträge senken oder mehr Dienstleistungen anbieten sollte an Stelle der repräsentativen Gebäude. >>Weiterlesen>>



Twike in EchtAuf der Energie Passeier die vor zwei Wochen in St. Leonhard stattfand konnten man sich über zeitgemäßes Bauen und Energiesparen informieren. Denn Sinn dieser Veranstaltung möchte man erahnen, die Sinnhaftigkeit aber trotzdem bezweifeln. Sie ist eine Gegenveranstaltung zur Klimahouse in Bozen und propagiert auch nicht das einheimische Klimahaus, sonder das deutsche Passivhaus. Organisiert von einem Berater (Berthold Prünster) schafft sie also eher Verunsicherung im ganzen Passiv-Klima-Haus-House Definitionswirrwarr. Nachdem das Thema aber wichtig ist und man keine Plattform auslassen kann, haben sich auch Landesrat Michl Laimer und Norbert Lantschner zu Vorträgen beim Konkurrenten hinreisen lassen.

Die Besucherzahlen waren nicht gerade berauschend, trotz Medienrummels und deshalb wäre eine Konzentration auf einen einzigen Event im Jahr glaub´ich besser. Aber trotz dem negativen Eindruck den die Veranstaltung hinterlassen hat gab es auch Lichtblicke. Zugegeben auch etwas zum Schmunzeln anregende und vor allem Visionäre.

Zu sehen waren nämlich zwei Twikes. Aber was sind Twikes? >>Weiterlesen>>



Gefunden, gelesen, gut befunden, weitergegeben:




Nachdem heute der Blog-Action-Day ist, wollen wir natürlich auch mit dabei sein. Aber nicht eigennützig, sondern der Umweltschutz sollte im Vordergrund stehen. Und wie schon RamsesOrginial berichtet hat, hat Südtirol einen Exportschlager in Sachen Umweltschutz - das “Klimahaus“.

Jetzt gibt es viele Halbwahrheiten über das Thema und wirklich wenigen ist bewusst wie sehr umweltverträgliches Bauen nicht nur die Umwelt, sondern auch unsere Geldbörse schonen kann. Letzte Woche hatten wir das Vergnügen Herrn Norbert Lantschner’s Vortrag zu hören und wollen hier die Mitschrift in Deutsch und Italienisch bereitstellen. Er geht sehr genau darauf ein, woher unser Energiehunger kommt und wie man mit wenig Aufwand (3-5% Mehrkosten beim Neubau) enorm Energie und Geld sparen kann. Lesenswert. Ein kleines Beispiel. Um ein normales Haus mit Solarenergie zu versorgen (für Heizung und Strom) bräuchte es ein Fußballfeld. Wenn man aber ein gleich großes Klimahaus versorgen will reichen ein paar Quadratmeter.

Downloads (ZIP):
Vortrag Lantschner (26)
Relazione Lantschner CasaClima (20)

PS: Mehr zum Thema Klimahaus demnächst.