Nach den wochenlangen Regenfällen hat nun die Saison der Organspender, wie Motorradfahrer auch gern genannt werden, wieder begonnen. Wir haben schon letztes Jahr über die Statistiken der Aufklärungskampagne berichtet, und deren spärlichen Erfolge. Wir können ja durchaus die Begeisterung der Motorradfahrer verstehen, Kurven fahren ist schöner als geradeaus und schnell fahren kickt mehr als langsam fahren. Aber die Kombination von schlechter Streckenkenntnis und zu wenig Erfahrung mit Bergstraßen ist Brandgefährlich. Ein weiterer Faktor sind die anderen Straßenteilnehmer, denn ein nicht unbeträchtlicher Anteil der Passfahrer sind Touristen, also andere Teilnehmer mit wenig Streckenkenntnisund wenig Erfahrung mit Bergstraßen.

Wenn man die Statistiken ansieht, könnte man meinen, dass die Anzahl der Unfälle und Toten eher mit dem Wetter als mit den Aufklärungskampagnen zu tun haben. Vielleicht wäre ja eine wirklich neue Strategie von Nöten. Im anschließenden Video kann man ein paar Halsbrecherische Manöver sehen, sie nicht so extrem wie manche Polizeivideo, aber schon der normale Wahnsinn ist meiner Meinung nach zuviel.

Mein Vorschlag wären geregelte Fahrtzeiten für besonders interessante Pässe. Zum Beispiel von 11-12 Uhr die Passstraße nur in eine Richtung für Motorräder freigeben, abfahren in 1 Minuten-Takt. Da können sie dann sich richtig gehen lassen. Und wer da dann zu übermütig wird, den hauts halt dann aus der Bahn und trägt die Kosten für seine Bergung selbst. Zumindest wäre dann die Gefahr für andere etwas gemildert.



Die Jungs von Helios sind schon auf Zack. Innovative Werbespots und Kampagnen für die verschiedensten Kunden (meist die Öffentliche Hand). Auch der folgende Spot ist sehr gut umgesetzt, die Visualisierung der Redewendungen ist gut gelungen. Nur frag ich mich, benötigen wir einen teuren Werbespot, den man dann nicht mal übersetzen kann, ohne alles nochmal zu machen? Besonders wenn man bedenkt, dass es die Bestrebungen gibt “CasaClima” auch außerhalb der Provinz populär zu machen. Aber es geht ja auch um die italienischsprachigen Südtiroler. Die Klimahausagentur wird von uns allen finanziert (durch Steuergelder) und deshalb sollte auch bei den Kommunikationsmitteln darauf geachtet werden, dass sie leicht in die zweite Landessprache zu übersetzen sind.



ADSL VerkuendzettelTelecom Italia ist nicht für seine Kundennähe bekannt. Es ist auch bekannt, daß es in Südtirol Probleme gibt mit der Flächendeckenden Versorgung mit schnellen Internetverbindungen. Aber dies scheint sich ja jetzt zu ändern.

Und wie wird dies kundgetan. Mit einer professionellen Marketingaktion. Mit aufwendiger Werbekampagne. Mit einer Anzeige in der Dorfzeitung. Nein. Mit hunderten fotokopierten Zetteln die überall in St. Martin in Passeier und Umgebung geklebt wurden. Auf Bäumen und Geländern, Haustüren usw. Es eher den Charakter von „Wer hat meine Katze gesehen“ als die Ankündigung einer technischen Neuerung. Aber vielleicht gehört auch das zur Banalisierung des Internets.



Ich lebe es auf der AnderenSchon vor einiger Zeit wurden wir von “Elmar” auf den Beitrag vom Werbeblogger aufmerksam gemacht, wo die aktuelle Südtirol-Plakat-Kampagne zitiert wird. Dabei ging es um die Frage der unvermeidbaren Plagiate. Man fragte sich ob “Ich lebe es” eigentlich von “Ich liebe es” abgekupfert wurde. Wie ich auch schon damals angemerkt habe, geht diese Ähnlichkeit eher durch die Verkürzung ans Tageslicht. Ich muß auch zugeben, daß der Slogan nicht verkehrt ist, da es eine Haltung zum Ausdruck bringt. Wer in Südtirol Urlaub macht “lebt” die gleichen Werte wie wir im Bezug auf Umwelt, Natur, verträglichen Tourismus usw. In idealisierter Form der Werbung leben wir ja auch alle diese Werte. Es zeugt auch von einem Anspruch an die Gäste, nicht für jeden etwas, sondern nur für die, die auch wissen was hier bekommen.

Überrascht hat mich die Kampagne aber hier in unserem Landl. Erstens glaubte ich, daß die Kampagne nur im deutschsprachigemIo ci vivo auf der einen Seite Ausland geschaltet wird und Zweitens, daß für den italienischen Markt eine eigene Kampagne erstellt würde, oder zumindest die Übersetzung sinngemäß erfolgen würde. Aber beides ist nicht der Fall. Die Kampagne ist jetzt auch an den neuen Bushaltestellen zu sehen und die Übersetzung ist eher ein Hohn als eine Werbung.

“Io ci vivo!” steht auf dem Plakat und heißt eigentlich “Ich lebe hier!”. Spontan würde ich den Satz noch um “e tu no” erweitern wollen. Denn genau so klingt es. Da kommt einen vor es soll unterschwellig der Satz vermittelt werden “Komm noch nach Südtirol und schau mal wie wir es gut haben.” Das war wohl nicht der Sinn der Sache. Um die gleichen Werte zu vermitteln hätte ein “Io lo vivo” gereicht.

Auch diese Headline hätte nicht alles Erklärt, aber dafür gibt es ja normalerweise den Text (Fachsprache Copy) in dem der Titel aufgelöst wird. Aber halt, die Plakate haben ja gar keinen Text. Na ja liebe SMG, wieder eine Chance verpasst, wieder ein bißchen Geld verprasst.



Nuove strategie per chi non si accontentaSulle nuove legge si scrive molto ed anche noi noi ci siamo già messi in fila. Dopo due settimane si possono vedere le prime reazioni da parte dei consumatori, politici ed anche dei gestori di locali.

I gestori urlano subito che e solo a discapito loro e che molti esercizi chiuderanno in seguito alla mancanza di clientela. Qui voglio solo ribadire solo che un locale che deve chiudere perché non possono più essere venduti alcolici dopo le due di notte ha sbagliato modello d’impresa. Specialmente se consideriamo, che solo discoteche e night club di solito hanno il permesso di chiudere dopo le due. Gli altri obblighi, come gli alcomat p.es., sono dei servizi che secondo me dovevano essere introdotti anche prima. Infatti in molte discoteche si vedevano come “gioco”, e non pochi li usavano[A].

I politici locali ovviamente sono già in campagna elettorale. Chi si schiera dalla parte del consumatore, special modo se si tratta di alcol, è uno dei preferiti. Già l’estate scorsa, quando Bolzano ha emesso un divieto di vendere superalcolici nei bar adiacenti alla festa, certi politici si sono schierati dalla parte dei “manifestanti”. E alla fine alla festa a nessuno ha perito della mancanza.

Spacciare bere a tutte le ore per libertà mi disturba più che altro, perché sfalsa il dibattito. Che non possiamo fare tutto quello che vogliamo a tutte le ore fa parte della convivenza. E molte regole ci sembravano stupide all’inizio e adesso fanno parte del quotidiano[B]. La legge a mio parere il fatto che ci costringe a farci due pensieri sui nostri comportamenti. Ed è una cosa spiacevole, lo ammetto, ma la mia “libertà” è stata compromessa poco. E se proprio vogliamo, è stato colpa mia, perché ho lasciato che altri ci abbiano imposti delle regole. E non mi riferisco allo stato. Mi spiego meglio.

Siamo sinceri, quanti di noi bevono dopo le due di notte, e se si, quante volte. Immagino che non così spesso come quando eravate giovani. Vedo da anni che “il popolo” della notte rincasa sempre più presto (non i giovanissimi, ma anche quelli son sempre meno) e che sono responsabili e non bevono troppo - e non guidano ubriachi. Ma allora ci dobbiamo preoccupare dei diritti di quelli che non hanno avuto abbastanza fino alle due?

Ditemi pure che una persona normale (come ho visto nelle ultime settimane) compra 5 bibite all’una e fa mettere in “guarda-drink” per poter continuare a bere dopo le due. E ditemi anche che non è osceno offrire ai clienti sconto su ordinazioni di bottiglie di superalcolici e raffiche di 10 bibite. Certo, si può argomentare, che queste idee creative dei locali sono frutto della legge e quelli che bevono più di prima perchè vogliono finire i drink comprati sono vittime della legge. Ma allora vediamoli veramente come dei malati, perchè se ordino 5 bibite a 5 minuti dalle due sono malato. Ma dire a qualcuno che è un alcolizzato da noi è peggio che dire che ha rubato. E nessuno si fa avanti, perchè tutti beviamo alcol e siamo compromessi.

Ma io penso che dovremmo puntare il dito contro queste persone perché sono loro che hanno fatto in modo, che noialtri non possiamo gustarci un vino dopo le due. E poi dobbiamo aiutarli. Perchè è una malatia e deve essere curata come tale. È vero che con delle leggi non si curano le malatie, ma forse ci aprono gli occhi per vederla.



Fußnoten

  1. più per far vedere che si è più ubriachi degli altri...torna
  2. basta pensare al casco per la moto...torna


In Trentinario einem Blog unserer Nachbarprovinz stellt sich Peppone die Frage ob die neue Kampagne für mehr Nachtruhe, welche die Stadt Trient gestartet hat, wirklich eine Verbesserung der Lebensbedingungen schafft.

“Trento è qualità” - Cioè se gli abitanti del mortorio esigono
che il mortorio rimanga tale, bene, costoro lì hanno
scelto di abitarci ed è giusto che l’agglomerato
urbano abbia le caratteristiche che più aggradano
agli abitanti stessi.

In Südtirols Zentren gibt es auch immer wieder Querelen wegen Lärmbelästigung und auch so manche unfreiwillige Dusche. Da wollen wir mal nicht hoffen, dass unsere Verantwortlichen nicht auf die Idee kommen eine solche Kampagne zu starten[A].

Zum Artikel in voller Länge geht es hier entlang.



Fußnoten

  1. die Bierdeckel vor ein paar Jahren im Zentrum von Bozen waren zumindest nützlich...torna


Teststand

Nein, nicht die Weihe selbst war zu spät, oder zu kurz, ich schreibe diesen Eintrag zu spät, war zur spät dort und schreibe einen zu kurzen Post. Alles in Allem ist die Weihe nach Augenzeugenberichten gut verlaufen und es gab keine Zwischenfälle. Das Polizeiaufgebot war prächtig, war alles da was man so kennt, und die Kontrollen häufig, auch noch auf den Straßen nach der Veranstaltung.

Geweihte Ordnungshüter

Nur noch zwei, drei Gedanken zu der Initiative Bikerssafety. Ich finde es gut, dass sowas gemacht wird, verstehe aber nicht wieso bei der heurigen Kampagne ein 35 jähriger für tot erklärt wird, wenn in der auf der website gezeigten Statistik, genau die Gruppe der 35-45-jährigen am wenigsten Unfälle verursacht. Die Sensibilisierungskampagne würde ich auch auf Hotels ausweiten, dort wohnen nämlich die Motorradtouristen, welche unsere Straßen so sehr lieben, gerade weil sie sie nicht kennen. Und ein letzter Seitenhieb – 25 Tote sind weniger als 26 und sollten deshalb nicht größer dargestellt werden wie es hier der Fall ist.

Exemple Gute Kombination Volles PostIt