Frostberegnung
Irgendwie sind sie für einige Jahre verstummt. Vielleicht ist der Klimawandel schuld, die paar letzten Frühjahre waren mild, auch wenn es uns Menschen nie schnell genug „warm und sonnig“ wird, und deshalb konnte man sie nicht mehr hören – die Frostsirenen.

FrostberegnungÜber die Sinnhaftigkeit habe ich mich schon als Kind oft gewundert, denn die Bauern waren meist schon in den „Wiesen“ und haben die Frostberegnung schon in Gang gebracht bevor es allgemein bekannt gegeben wurde dass es friert. Ich habe auch schon improvisierte Gastlokale gesehen, in denen sich die Landwirte dann die Nacht um die Ohren schlagen mussten in Erwartung der Eisfee. Ok, so hart ist das auch nicht, denn für Karten, Bier usw. ist immer gut gesorgt.

Heuer ist es nun doch wieder kalt genug und die Sirenen heulen wieder. Man kann nur froh sein, dass man dieses Jahr am frühen Abend gewarnt wird, wer erinnert sich nicht an die nächtlichen Weckrufe.

Zumindest das vergängliche Schauspiel in der Früh entschädigt für die Ruhestörung.

FrostberegnungNebenbei bemerkt. Wir können uns diesen Luxus leisten, weil wir noch genug Wasser für die „Beregnung“ haben, in anderen Apfelländern wird Tropfberegnung verwandt, aber das ist wieder eine andere Geschichte.



Banner Schnee
Schneemarke Gott sei Dank natürlich nur auf den Gipfeln. Der erste Schnee im Herbst ist immer ein wenig ein Schock. Er erinnert einem daran, dass der Sommer wirklich vorbei ist, der Herbst, wenn auch noch so goldig und warm wie dieses Jahr, ein Intermezzo und wie alle Jahre der Winter über uns hereinbrechen wird.
Wir sind natürlich nicht nur Winterhasser, der hat auch seine gute Seiten, wie z.B. Weihnachtsmarkt, Weihnachten, Ski-Urlaub und Après-Ski, aber die Kälte, die frühzeitige Dunkelheit usw. sind ja nicht gerade das Allerschönste auf der Welt. Aber bis dahin ist’s ja doch noch ein Weilchen hin und inzwischen freuen wir uns auf ein deftiges Törggelen.