Gefunden, gelesen, gut befunden, weitergegeben:



Alles ist SpracheSo weit musste es kommen, denn dass wir Südtiroler allesamt kein schönes und korrektes Deutsch sprechen ist ja bestens bekannt. Jetzt machen es uns aber unsere italienischsprachigen Mitbürger einmal vor. Nachdem es scheinbar nicht möglich ist, dass diese sudtirolesi bei uns die zweite offizielle Landessprache[A] erlernen, gehen sie nach Deutschland. Zum Beispiel Hermann-Vöchting-Gymnasium Blomberg. Hier kann man lesen:

Für die Verbesserung ihrer Berufschancen brauchen die italienischen Schüler ein Zertifikat der Zweisprachigkeit. Durch den Deutschlandaufenthalt möchten sie sich auf die Deutschprüfung vorbereiten.

Ich begrüße zwar diese Aktion, sehe aber auch dass sich zwei Fragen direkt stellen:

  1. Muss man ins Ausland gehen um eine “fremde” Sprache zu lernen?
  2. Wäre es nicht auch angebracht, dass so manchen Südtiroler mal nach Deutschland geht um korrektes deutsch zu lernen?

Zur ersten Frage, kann man in Bezug auf Deutsch und Südtirol, eindeutig JA sagen. Auch wenn es hier gute Möglichkeiten gibt um die deutsch Sprache zu erlernen, der Umgang mit den deutschsprachigen Mitbürgern findet nicht in Hochdeutsch statt. Bevor sich jemand die Mühe macht korrektes Deutsch zu sprechen, damit man sich verständigen kann, wechselt man ins italienische. Ein gutes Beispiel hat hier Étranger beschrieben. Noch schwieriger wird es, wenn an Stelle der Hochsprache direkt in Dialekt gesprochen werden soll. Es fehlt hierbei nicht nur um Unterrichtsmöglichkeiten, sondern es ist auch vermessen diese von einem Gegenüber zu verlangen.

Die zweite Frage ist also nicht ganz so sinnlos, denn anscheinend haben viele Südtiroler ein Problem mit der deutschen Sprache. Es ist auch für uns eine Art Fremdsprache. Sie wird in der Schule unterrichtet, wir lesen sie täglich und hören sie in Radio und Fernsehen. Trotzdem schämen wir uns sie zu verwenden. Natürlich ist unser Dialekt ein starker Kultureller Bestandteil den wir erhalten müssen, aber es ist durchaus auch angebracht dass wir unsere Amtssprache sprechen. Nicht nur bei “Ämtern”, sondern auch um einen besseren Umgang mit unseren Mitbürgern zu schaffen. Und wenn wir es nicht schaffen diese hier im Landl zu lernen, dann müssen auch wir nach Deutschland um Deutsch zu lernen.



Fußnoten

  1. die Deutsch heißt und nicht deutscher Dialekt...torna


Ein interview gefunden bei Handicap & Rivoluzione. Es wird ein Naziskin[A] und ein No-Global aus Bozen interviewt. In italienisch, zu sehen über Youtube.



Fußnoten

  1. er bezeichnet sich als Skinhead, aber das ist er wirklich nicht...torna


Qualche settimana fa abbiamo cercato di definire il termine “Heimat” che nel tedesco è univoco per definire il luogo di appartenenza o meglio … ed ecco che un autore di madre lingua tedesca ha problemi a spiegare il termine in italiano. Mi è proprio successo quando scrivevo l’articolo, che una mia collega mi ha chiesto di spiegarle il termine perché lo aveva già sentito durante lo studio universitario in Germania. Vista la mia negligenza ho posto a qualche mio amico/a altoatesino/a il quesito e vorrei proporre qui le loro definizioni: >>Weiterlesen>>



…zumindest seit 80 Jahren. Wir wollen hier ja nicht viel politisieren. Das machen andere sicher besser, aber ich möchte mal ein paar Standpunkte verteten und ein wenig bissig sein. Über die Plakat-Aktion der Südtiroler Freiheit  haben viele geschrieben, und noch viel mehr geredet. Besonders gut hat uns dieser Beitrag bei Brennerbasisdemokratie gefallen. Die Kommentare sind zwar wieder mal länger geraten als der Beitrag, aber das gehöhrt sich wahrscheinlich so.

Aber mir gefällt der Abschluss des Beitrages. Ist es nicht endlich an der Zeit mal einen Punkt zu machen und nach Vorne zu schauen. Beide Seiten, damit wir eine Seite werden. Nach wievielen Generationen ist es denn endlich soweit dass sich die Namen der Orte historisch anerkannt werden. Es war sicher Notwendig sich gegen eine Unterdrückung unserer Identität und Sprache zu wehren, dass haben wir auch erfolgreich getan, aber wir müssen jetzt nichts „zurückbauen“. Außerdem sollte es doch endlich möglich sein, dass auch die zweite Sprachgruppe sich auf die Hinterbeine stellt und auch auf die andere Sprachgruppe zugeht. Den Status Quo festigen, die Bedürfnisse der jeweiligen Sprachgruppen analysieren und Maßnahmen ergreifen, damit der „disagio“ vergeht und man in Zukunft auf eine gemeinsame Vergangenheit zurückblicken kann.



Zwischendurch hat man auch Kontakt zu echten „Zuagroasten“, Menschen also, die nicht in Südtirol geboren sind und auch nicht unseren Dialekt sprechen. Manche sprechen nur Deutsch und kein Italienisch, manche nur Italienisch und kein Deutsch[A], manche Italienisch und ein wenig Deutsch und auch welche die weder die eine noch die andere Landessprache auch nur rudimentär beherrschen. Die letzte Gruppe lassen wir mal aus, denn wie schon der Self-Man gesagt hat: „Dies ist wieder eine andere Geschichte.“ Am interessantesten sind die Reaktionen auf unsere Sprachgewohnheiten von jenen, welche von beiden Sprachen eine Ahnung haben. Oft höre ich Kommentare voller Verwunderung mit welcher Leichtigkeit wir von einem Satz zum Anderen die Sprache wechseln, wenn wir uns in „gemischten“ Gruppen befinden. Wie komisch es ist dass eine Aussage in Deutsch auf Italienisch beantwortet wird und auf Deutsch weiter diskutiert wird. Ein Idealfall, ich gib es ja zu. Noch lustiger finde ich aber wenn ich die Herkunft gewisser Worte erklären muss, die nicht eindeutig einer Sprache oder der anderen zuzuordnen ist. Natürlich ist das „ma dai“ im Deutschen Gebrauch aus dem italienischen entlehnt, aber es gibt auch Worte wie z.B. „Puttega“ welches beide Sprachgruppen verwenden, aber außerhalb der Provinz keine Verwendung findet., Google liefert den Beweis. Jeder weiss wie es zu verwenden ist, aber keiner weiss was es eigentlich heißen soll. Eine interessante Arbeit über diesen Austausch der Sprachen mit dem Titel „Interferenze Lessicali“ könnt ihr downloaden und nach noch mehr solchen Worten im Südtiroler Dialekt Wörterbuch nachschlagen. Leider gibt es so etwas noch nicht für unseren italienischen Mitbürger.



Fußnoten

  1. ich unterstelle hier mal, dass die italienische Sprachgruppe in unserem Land unseren Dialekt zumindest versteht, wenn ihn auch nicht viele sprechen...torna


… und was treibt uns dazu diesen Blog zu betreiben. Zum einen soll es eine kleine Dokumentation unser Leben sein, zum anderen einen ungetrübten und sehr sehr sehr persönlichen Blick auf unser schönes Land geben. Unser Land ist bergig, zweisprachig, kitschig, voll mit nervigen Touristen usw. Und das alles soll in diesem Blog gezeigt werden. Ed è per questo che qualche parte sarà in italiano. Perché se abbiamo voglia scriviamo anche in italiano, tanto siamo bilingui :-)

Wir möchten aber eins klarstellen, wir sind keinen verbitterten Nörgler, die nur auf ihrem Landle herumreiten möchten. Auch die schönen Seiten sollen gezeigt werden, denn schließlich kommen nicht umsonst soviele Touris zu uns. Und nun noch ein leidiges Thema, die Rechtschreibung.

Welche Rechtschreibung verwenden wir - unsere eigene, mit dialektalen und italienischen Einflüssen. Also kann man sich alle Kommentare wegen irgendeinem Rechtschreibfehler getrost sparen, es wird schon nicht so schlimm werden.

Und wer sich jetzt über die Werbung beklagen möchte - wir geloben hoch und heilig dass die Einkünfte die wir bekommen, nur zum Erhalt der Seite verwendet werden. Überschüsse werden gespendet. Ehrlich. Das geben wir dann aber bekannt und brüsten uns damit.
Wer genau wir sind wird vielleicht einmal später verraten, aber zur Zeit noch nicht.

E per continuare di scrivere in italiano ci ripetiamo per la prima ed ultima volta. In questo blog vogliamo dare una visuale molto personale della nostra provincia, che è piena di montagne, molto kitsch, bilingue e stracolma di turisti. E proprio perché è piena di turisti che la maggior parte dei media diffondono un’immagine un po’ sfalsata. Perciò cerchiamo di far vedere il punto di vista di chi ci vive.

Ma attenti, non vogliamo solo andare contro corrente. Vedrete dalle cose curiose, a quelle belle, ma anche quelle non tanto belle. Proprio come la vita, ma con un occhio speciale agli effetti del confronto delle nostre due culture, quella tedesco-alpina e quella italiana. In pratica a tutti quelli a cui piace un piatto di spaghetti con Knödel (canederli)

A proposito - la pubblicità serve per mantenere le spese del dominio e del sito. Eventuali somme che avanzano verranno offerte a associazioni no-profit. Credeteci, perché quando lo faremo ce ne vanteremo ;-)
Cu

das Spaghetti mit Knödel Team