Zentrale des HandwerkerverbandesKeinem ist es verborgen geblieben. Noch nie wie in den letzten paar Jahren wurden so viele neue Verbands- und Verwaltungsgebäude neu errichtet und eingeweiht. Allem gemein ist, daß sie schön, groß und teuer waren. Einige Beispiele sind die neue Handelskammer, Verband der Kaufleute und Dienstleister, Landesverband der Handwerker. Und gebaut werden diese Bauten mit Steuer- oder/und Mitgliedergeldern. Da stellt sich schnell die Frage ob sich der Verband es sich nicht zu gut gehen läßt und lieber die Beiträge senken oder mehr Dienstleistungen anbieten sollte an Stelle der repräsentativen Gebäude. >>Weiterlesen>>



Bei der elektronischen Post nennt man es Spam, doch auch in der Offline-Welt kennt jeder das Problem der mit Werbung überfüllten Briefkästen. Leider gibt es im normalen Leben keine Spam-Filter. Man kann zwar einen Aufkleber anbringen “Bitte keine Werbung einwerfen”, aber das hilft nur in den wenigsten Fällen. Besonders wenn der Versender trickreich zu werke geht.

Ein paar Handwerker sind nun auf die Idee gekommen, dass es vielleicht etwas nützt wenn man der Werbung einen “Mehrwert” gibt. Frei nach dem Prinzip: “Ich gebe Dir etwas nützliches, das du weiterverwendest, und dafür behältst du meine Werbung”. Sie haben also ihr Telefonnummern und Adressen auf Aufklebern angebracht auf denen auch die allgemeinen Notfallnummern abgedruckt sind. Diese sollte man sich auf das heimisch Telefon kleben. Die Gestaltung ist natürlich mehr als abstoßend und ob ein Maler so oft braucht wird, dass man seine Nummer auf dem Telefon anbringt ist auch fraglich[A].

Ich glaube, dass solche Werbeaktionen eher nach hinten losgehen können und eigentlich in mehrfacher Hinsicht eine Verschwendung sind. Sie verschwenden die Zeit und das Geld des Auftraggebers (in diesem Fall die Handwerker), Papier und Druckfarbe, Resourcen bei der Post (die hat sowie fast keine) und schließlich Zeit und Nerven der Menschen, bei denen es im Briefkasten landet. Ich glaube dass viele dieser Wurfsendungen vermieden werden könnten, wenn die Auftraggeber sich einmal ehrlich eingestehen würden was sie selbst mit dieser unerwünschten Post anstellen.

PS: Wer jetzt erwartet hat, das unansehnliche Ding hier begutachten zu können irrt. Ich habe es natürlich sofort weggeworfen ;-)



Fußnoten

  1. mal ganz davon abgesehen, dass immer weniger Leute ein Telefon zu Hause stehen haben...torna


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Letzte Woche fand im Meraner Kursaal das erste Forum Meran für Familienunternehmen statt. Also einer dieser Veranstaltungen bei der sich Unternehmer treffen, sich austauschen und sich von namhaften Referenten inspirieren lassen. Diese Veranstaltungen rufen in der gemeinen Bevölkerung ein gewisses Unbehagen aus, denn die jahrelange Schelte gegen Globalisierung und großen Unternehmen hat das Unternehmertum an sich in Verruf gebracht. Dabei bedenken viele nicht, dass auch jeder Handwerker, jedes Hotel und jedes Geschäft ein Unternehmen ist. Und weil das meistens Familienunternehmen sind, ist der Anteil der Familienunternehmen 95% an der Anzahl aller Unternehmen.

Was diesen 95% aber fehlte, waren Veranstaltungen welche direkt an sie gerichtet waren und welche neue Impulse geben können. Denn auch sie müssen sich weiterentwickeln, denn wie wir alle wissen, ändert sich die wirtschaftliche Welt rasant. Warum sollten also nur Großunternehmen von den neuen Entwicklungen profitieren?

Forum Meran
Einer der interessantesten Aspekte war sicher, daß nicht die Interessenvertreter[A] dieses Forum veranstaltet haben, sondern zwei Unternehmer. Die Politiker, welche sich dann gern im Rampenlicht präsentieren, wurden außen vor gelassen und somit war auch ihn Südtirol mal die Gelegenheit, dass sich Unternehmer mal ohne Wahlkampf Geplapper und Selbstbeweihräucherungen auf den Inhalt konzentrieren konnten.

Forum MeranZu den Referenten zählten neben Reinhold Messner, Peter Thun, Walter Steinmair und Norbert Lantschner auch noch vertreten von Festo, SAP, Weissman und der Wirtschaftsguru Reinhard Sprenger. Das genaue Programm kann man hier nachlesen. Insgesamt waren die Vorträge alle sehr Interessant und die Resonanz war auch sehr positiv und man konnte wirklich sehen, daß sich die Unternehmer auch wirklich untereinander austauschten. Das war ja der eigentlich Zweck der Veranstaltung, es sollte nicht nur Vorträge geben sondern es sollten neue Kontakte geknüpft werden können.

Forum MeranNur die Südtiroler waren, bis auf die üblichen Verdächtigen, wieder mal spärlich vertreten. Die meisten trudelten beim Vortrag von Messner herein und verschwanden dann auch wieder. Gerade die Südtiroler Unternehmer, welche so gern in ihrer Heile-Welt-Blase sich breitmachen, müßten über den berühmten Tellerrand hinausschauen und Kontakte zur Welt da draußen knüpfen. Aber wie immer ist es den einheimischen Führungskräften weder Zeit noch Geld wert und überhaupt ist das ja nur etwas für die Großen. Vor so viel Engstirnigkeit möchte man am liebsten Kapitulieren.

Das aus einem kleinem Betrieb auch schnell ein sehr großer und Erfolgreicher sein kann hat Thun gezeigt. Daß die Berge, die es zu versetzen gilt in unseren Köpfen sind, hatte Messner zu berichten. Wie könnte man besser die Familienunternehmer aus Südtirol animieren beim nächsten mal dabei zu sein.

PS: Ich finde es schon interessant, wenn Politiker die Vorträge des Forums für ihre Interessen missbrauchen. So geschehen mit dem Vortrag von Herrn Steinmair.

Forum Meran Kursaal



Fußnoten

  1. die Unternehmer-, Handwerker- und Handelsverbände ignorierten die Veranstaltung solange es ging...torna


Gartentage Lana 4Garten-, Kürbis- und andere -Tage sprießen nur so aus dem Boden wie die Pilze. Aber halten sie was sie versprechen oder sind es nur Touristenfallen. Oder noch schlimmer sind es etwa gut getarnte Verkaufsveranstaltungen.Hier folgt eine außerodentlich genaue Analyse - also >>Weiterlesen>>