Anscheinend ist die Sitte zum Kaffee ein Glas Leitungswasser zu spendieren in unseren Breiten nicht sehr geläufig. Seis drum, die italienische Kaffeekultur, der wir ja näher sind, sieht dieses Ritual auch nicht unbedingt vor. Bei Nachfrage sind aber die meisten Gastronomen gerne bereit das Glas Wasser nachzureichen. Umso unverständlicher wird es aber, wenn man bei einem Restauraunt oder Gasthausbesuch auf der Rechnung das Leitungswasser berechnet sieht. Über den Unsinn natürliches Mineralwasser zum Essen zu bestellen will ich gar nicht eingehen, denn nicht nur in Südtirol ist das normale Leitungswasser von guter Qualität und manchmal sogar besser als das Flaschenwasser. Von der Umweltbilanz ganz zu schweigen.

Wenn man nun also sich entscheidet das Bürgermeisterwasser zu trinken erwartet man eigentlich nicht einen saftigen Betrag bezahlen zu müssen. Denn zum einen ist der Preis für das Wasser ja bekannt (1000 Liter kosten weniger als ein Euro) und zum Anderen können die Kosten für die Reinigung des Glases und Personals nicht großartig zu buche schlagen. Da wundert man sich dann schon wenn man für 0,5 Liter 80 Cent bezahlen soll.

Die Begründung des Gastronomen, dass es sich um belebtes Wasser handelt, kann mich auch nicht überzeugen. Man kann an die verbesserten Eigenschaften glauben oder eben nicht. Wenn der Gastronom an die Eigenschaften glaubt, ist es sein gutes Recht, die Kosten dann aber auf dem Kunden abzuwälzen ist aber dann aber schon grenzwertig.

Was bleibt ist ein Gefühl, dass der Kunde über den Tisch gezogen werden soll. Entweder er bestellt sich ein überteuertes Leitungswasser oder er weicht auf andere Getränke aus. Oder aber er ist Konsequent und sagt einfach: „Danke ich trinke nichts.“



Nuove strategie per chi non si accontentaSulle nuove legge si scrive molto ed anche noi noi ci siamo già messi in fila. Dopo due settimane si possono vedere le prime reazioni da parte dei consumatori, politici ed anche dei gestori di locali.

I gestori urlano subito che e solo a discapito loro e che molti esercizi chiuderanno in seguito alla mancanza di clientela. Qui voglio solo ribadire solo che un locale che deve chiudere perché non possono più essere venduti alcolici dopo le due di notte ha sbagliato modello d’impresa. Specialmente se consideriamo, che solo discoteche e night club di solito hanno il permesso di chiudere dopo le due. Gli altri obblighi, come gli alcomat p.es., sono dei servizi che secondo me dovevano essere introdotti anche prima. Infatti in molte discoteche si vedevano come “gioco”, e non pochi li usavano[A].

I politici locali ovviamente sono già in campagna elettorale. Chi si schiera dalla parte del consumatore, special modo se si tratta di alcol, è uno dei preferiti. Già l’estate scorsa, quando Bolzano ha emesso un divieto di vendere superalcolici nei bar adiacenti alla festa, certi politici si sono schierati dalla parte dei “manifestanti”. E alla fine alla festa a nessuno ha perito della mancanza.

Spacciare bere a tutte le ore per libertà mi disturba più che altro, perché sfalsa il dibattito. Che non possiamo fare tutto quello che vogliamo a tutte le ore fa parte della convivenza. E molte regole ci sembravano stupide all’inizio e adesso fanno parte del quotidiano[B]. La legge a mio parere il fatto che ci costringe a farci due pensieri sui nostri comportamenti. Ed è una cosa spiacevole, lo ammetto, ma la mia “libertà” è stata compromessa poco. E se proprio vogliamo, è stato colpa mia, perché ho lasciato che altri ci abbiano imposti delle regole. E non mi riferisco allo stato. Mi spiego meglio.

Siamo sinceri, quanti di noi bevono dopo le due di notte, e se si, quante volte. Immagino che non così spesso come quando eravate giovani. Vedo da anni che “il popolo” della notte rincasa sempre più presto (non i giovanissimi, ma anche quelli son sempre meno) e che sono responsabili e non bevono troppo - e non guidano ubriachi. Ma allora ci dobbiamo preoccupare dei diritti di quelli che non hanno avuto abbastanza fino alle due?

Ditemi pure che una persona normale (come ho visto nelle ultime settimane) compra 5 bibite all’una e fa mettere in “guarda-drink” per poter continuare a bere dopo le due. E ditemi anche che non è osceno offrire ai clienti sconto su ordinazioni di bottiglie di superalcolici e raffiche di 10 bibite. Certo, si può argomentare, che queste idee creative dei locali sono frutto della legge e quelli che bevono più di prima perchè vogliono finire i drink comprati sono vittime della legge. Ma allora vediamoli veramente come dei malati, perchè se ordino 5 bibite a 5 minuti dalle due sono malato. Ma dire a qualcuno che è un alcolizzato da noi è peggio che dire che ha rubato. E nessuno si fa avanti, perchè tutti beviamo alcol e siamo compromessi.

Ma io penso che dovremmo puntare il dito contro queste persone perché sono loro che hanno fatto in modo, che noialtri non possiamo gustarci un vino dopo le due. E poi dobbiamo aiutarli. Perchè è una malatia e deve essere curata come tale. È vero che con delle leggi non si curano le malatie, ma forse ci aprono gli occhi per vederla.



Fußnoten

  1. più per far vedere che si è più ubriachi degli altri...torna
  2. basta pensare al casco per la moto...torna


Topolino goes LodenDer Samstag Vormittag ist für Büroangestellte vor allem für 3 Dinge gut: 1) das erste mal in der Woche ausschlafen, 2) Aufräumen, putzen usw., 3) Eine Runde in die Stadt fahren. Und besonders die Runde in der „Stadt“ Bozen kann mit einigen Überraschungen aufwarten.

Topolino goes still LodenIrgendwie gibt es in Bozen immer was Neues, und doch bleibt alles beim Alten. Da sieht man Autos die von einem Lodenhersteller aufgemotzt wurden, sogenanntes Kuscheltuning, Touristen welche eifrig den Obstmarkt fotografieren, Schüler, welche zur Mittagszeit zum Zug rennen um rechtzeitig nach Hause zu kommen. Besonders freut es uns, dass zwei Institutionen weiterhin regen Zuspruch haben, die Osteria Carretai und die Eisdiele Avalon.

Carretai - Die StraßeCarretai, in der Dr. Streitergasse, ist besonders am Samstag Morgen eine Show für sich. Der Renner dieser Häppchen[A] Bar ist sicherlich der Tartar. Wenn mich nicht alles täuscht gehen da 20 Kilo am Samstag über die Ladentheke. Die Leute drängen sich im kleinen Lokal und stehen natürlich auch prächtig auf der Straße herum, jonglierend zwischen Teller, Häppchen, Weinglas und Zigarette. Von der Sarner Bäurin, über Schülern, Angestellten und sogar Bozner „Weisch“-Frauen ist alles vertreten und frönt den Leckereien. Bezahlt wird erst am Ende und nach Stückzahl, Wein und Häppchen kosten gleich viel, da ist die schwierigste Aufgabe des Kunden, den Überblick über die konsumierten Freuden zu behalten.

 

Carretai - Tartine Casrretai

Über die Eisdiele Avalon in der Freiheitsstraße wurde ja schon öfter in den Medien berichtet. Der Meister verarbeitet nur echtes Obst, deren Herkunft angegeben wird. Keine Zusatzstoffe und natürlich ist er bemüht auch etwas ausgefallenere Varianten anzubieten. Differenzierung ist eben alles. Besonders gut gefallen hat uns, dass von der drei Schokoladesorten eine mit Chili und Kardamon dabei war. Die Angestellte bestand darauf, dass wir diese zuerst kosten sollten, bevor wir sie bestellten, denn es geht um Kundenzufriedenheit und nicht nur um Exotik.

Esidiele Avalon

Gerne wünschten wir uns mehr solcher löblicher Beispiele, besonderer Gastronomie und beständiger Qualität. Besonders weil sie auf den Traditionen aufbaut und sie weiterentwickelt.

Eine kleine Randnotiz noch zu guter letzt. Wer erinnert sich noch an die Episode „Friedensplatz“? Ich finde es gut, dass die Gemeinde mit diesem Schild gegen das Vergessen ankämpft. Meiner Meinung nach ein Vorkommnis dessen wir uns immer noch schämen sollten.

Siegesplatz



Fußnoten

  1. es sind keine Tapas, wir sind nicht in Spanien...torna


Salzburger KartenDass Kartenspielen eigentlich nie außer Mode gekommen ist, kann man nicht behaupten. Vielleicht macht das elektronische zocken den jüngeren mehr Spaß.

Besonders seit man in einen Pub, ein Bistro oder eine Vinothek geht und nicht mehr ins Dorfgasthaus. Es wurde viel um Geld gespielt und ist deshalb auch in Verruf geraten, aber vor allem war es nicht cool. So langsam wendet sich das Blatt und auch jüngere spielen wieder öfter Karten. In manchen Kneipen ist es auch wieder erlaubt bzw. nicht ungern gesehen. Der Herbert hat ja schon über das Watten geschrieben hat ist nun das Schnelln dran.

Erst kürzlich habe ich einer Außer-Südtirolerin versucht die Spielregeln nahezulegen und bin ziemlich auf die Schnauze gefallen. Erst beim zweiten Anlauf ist es mir gelungen das Geflecht aus Salzburger Karten[A], Regeln und den hundert Sonderregeln und Ausnahmen ungefähr zu vermitteln. Mit einiger Praxis ging’s dann aber doch.

Auch gewisse Anleitungen im Internet sind da oft nicht hilfreich, weil das „Zugeben müssen“ und „Stechen müssen“ nicht wirklich erklärt wird.

Und vor allem eines hat sich gezeigt. Es ist zwar immer noch ein Glückspiel[B], aber die vielen Sonderregeln schaffen eine gewisse Ausgeglichenheit. Zu Zweit macht es nicht so sehr Spaß, da greift das Prinzip nicht so gut, zu Dritt aber ist wohl die Perfekte Zahl. Da ist man knapp davor „Auszugehen“, da kommt ein Herzblind daher und man ist der letzte in der Runde. Zu Viert kann es bei guten Spielern schon mal länger dauern. Nachdem nach dem Wechseln fast immer alle Trumpf-Karten im Spiel kann kaum jemand richtig abräumen, und es ist auch schon vorgekommen dass man mit nur zwei angesagten Stichen „Loch geht“[C].

Man sieht es ist etwas kompliziert und üben muss man auch. Da kommt es gerade gelegen, dass man nun Schnelln auch am Computer spielen kann. Ein Informatiker der TU-Wien hat eine Schnelln-Simulation in Java[D] geschrieben. Zu finden auf seinem Schnelln-Blog.

Nach ein paar Runden muss ich sagen, dass es gut funktioniert und man richtig süchtig werden kann. Vielleicht kann man ja eine Online-Version anleiern und dann so von Büro zu Büro …



Fußnoten

  1. die sind ja auch außerhalb des Süddeutschen Sprachraums selten bekannt...torna
  2. man kann mit schlechten Karten nicht immer gewinnen...torna
  3. wir haben mal eine Runde nach 2 Stunden abgebrochen, der Beste war auf 32, der Schlechteste auf 105...torna
  4. also auch für die Linux- und Mac-Fraktion geeignet...torna


Eingang

Das Festival auf der Gompm Alm ist ja schon fast eine Institution, ok es ist eine Institution. Das tolle Wetter und die bunte Mischung der Besucher sollten wohl optimale Voraussetzungen sein um eine ordentliche Party vom Stapel zu lassen. Auch dieses Jahr wurde einiges geboten, vor allem Musik, ein Volleyball-Turnier, ein verunglkückter Sonnenbrillen-Wettbewerb und unmögliche hygienische Verhältnisse. Es ist mir durchaus bewusst, dass man auf der Alm keine besonderen Ansprüche haben sollte, aber wer so sehr darauf pocht, dass man sich in einem Schutzgebiet befindet, dass man keine Drogen konsumieren soll, nur innerhalb des Zaunes campieren und man kein eigenes Essen und Trinken mitnehmen darf, und alle Zelte abklappert um 5 Euro für die Müllentsorgung zu kassieren, sollte es auch möglich machen, dass man innerhalb der Veranstaltung seine Notdurft verrichten kann.


Keine Drogen Gipsmaske

Niemand sollte gezwungen werden, im Wald sein Häufchen[A] zu hinterlassen. Warum gezwungen?. Nehmen wir mal an, dass an diesen beiden Tagen 1.000 Besucher auf der Veranstaltung waren, eine vorsichtige Schätzung (es waren sicherlich mehr), und nehmen wir weiters an, dass durchschnittlich jeder Besucher einmal aufs Häuschen muss[B] ergeben sich 1.000 Besuche auf den 2 fixen und 3 Dixie-Klos[C] und 1 Waschbecken. Dass die Dixie-Klos nach nur ein paar Stunden unmöglich waren versteht sich von selbst, also konzentrierte sich alles auf die 2 übrig gebliebenen sanitären Anlagen. Dass sich da mal schnell eine Schlange bildet ist leicht vorherzusehen.

Knappes TurnierIch muss ja zugeben, dass ich mich schon des Öfteren gefragt habe, wieso es eine so große Diskrepanz gibt bei der Anzahl an sanitären Anlagen in Firmen und in Gastbetrieben. Ein Handwerksbetrieb mit 15 Angestellten muss 5 Klos installieren, eine Diskothek für 600 Leute braucht nur 4, und da arbeiten meist auch mehr als 10 Leute. So richtig logisch ist das ja nicht – außer man argumentiert, dass Arbeitnehmer eher auf Klo, als am Arbeitsplatz sind. Aber wie wir wissen ist diese ganze Klo-Angelegenheit den Gastronomen sowieso ein Dorn im Auge. Da muss man was unterhalten, das kein Geld bringt. Aber da möchte ich mal ganz provokant sagen, wer was verkauft, das oben rein geht, soll sich nicht wundern, dass unten/hinten was rauskommt, das zu entsorgen gehört also zum Service ;-)

Early in the eveningIch würde mir also wünschen, dass sich die Gastronomen ein wenig mehr um dieses Thema kümmern würden. Und um mal gleich mit dem Argument aufzuräumen, dass die sanitären Anlagen sowie nur beschmiert und zerstört würden, will ich auf mehrere Studien verweisen, welche herausgefunden haben, dass je schöner und sauberer eine Anlage ist, desto weniger Schäden und Dreck wird hinterlassen. Vernachlässigte sanitäre Anlagen hingegen, laden geradezu ein „weiterzumachen“. Kurz, schön bleibt schön, hässlich wird noch hässlicher. Das kann aber natürlich nur funktionieren wenn man nicht tausende Leute auf zwei Klos loslässt.



Fußnoten

  1. natürlich mit Taschentüchern...torna
  2. Kurzbesucher vielleicht gar nicht, die die übernachten sicherlich öfter...torna
  3. 0,005 Klos pro Besucher...torna