Frock The Frog RockEs geht nicht wirklich wieder um den Frosch, den wir lieben, sondern um dsa Thema Jugend und Musik. Zu Wahlkampfzeiten kann man zumindest aus neben Fadenscheinigen Versprechungen auch einmal ein paar konkrete Äußerungen vernehmen. Dass auch in Südtirol die Jugend nicht gerade eine Mehrheit ist wundert keinen mehr - und dass die Mehrheitspartei sich nicht um Minderheiten kümmern mag wohl auch nicht.

Lesen wir mal was der Elmar am 23.9. geschrieben hat:

Nur mit den Kids, die von der Kapuzinergasse zum Obstmarkt gezogen sind, haben wir nun echt Probleme.

Die Kids die gemeint sind ist derKulturverein Sciarada. Schon was Blödes so ein Kulturverein. Die andere Seite macht sich dafür halt eher stark - und dies ganz klassisch, mit einem Konzert.

Für eine würdige Jugendkultur. Für Räume in den jungen Menschen ihre Musik und ihre Kultur leben können. Für mehr Rock in der Politik Rockmusik ist Kultur. Und sie muss gefördert nicht verhindert werden.

 Für gute Musik sorgt die Spolpo Blues Band (die ja gern bei solchen Veranstaltungen rockt - und das gut) und das ganze steigt am Samstag ab 11:00 Uhr Vormittags auf dem Musterplatz mit Freibier und so…

Liest hier den ganzen Auf- und Ausruf.



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Dass die Meinungsfreiheit in Südtirol manchmal keinen guten Stand hat, liegt oft auch daran, dass jeder jeden kennt. Namensverwechslungen sind an der Tagesordnung, wenn Leserbriefe veröffentlicht werden und finanzielle Interessen angegriffen.

Das Digitale Zeitalter hat es zwar einfacher gemacht, seine Meinung einer weiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen, aber die Rückverfolgbarkeit ist auch einfacher geworden. Denn auch ein vermeintlicher anonymer Nickname schützt nicht die Privatsphäre des Autors. Auf der anderen Seite ist auch vielen Foren- und Blog-Betreibern inzwischen klar geworden, dass Sie für die Inhalte haften und müssen deshalb (auch wir) die Inhalte genau prüfen bevor sie freigeschaltet werden.

Es gibt also keine direkte Zensur, aber eine Selbstzensur. Dass ein Bedürfnis besteht seine Meinung Kund zu tun hat das Forum der SVP gezeigt. Sehr schnell wurden viele Beiträge erstellt - aber leider wurde es (wie zu erwarten) schnell wieder geschlossen - und man glaubt es kaum, aber einige Userdaten wurden an “Interessierte” weitergegeben.

Um vor solchen Übergriffen geschützt diskutieren möchte kann dies nun auf Forum-Suedtirol.com machen.

In diesem Forum werden deine Beiträge nicht aufgrund irgendwelcher Beanstandungen von Seiten der Möchtegern-Großen und -Wichtigen nachverfolgt. Du kannst in diesem Forum deine wahre Meinung zum Ausdruck bringen, ohne Angst um deine Zukunft haben zu müssen. Wenn du zu deiner Meinung stehst, kannst du gerne deinen Namen daruntersetzen, möchtest du lieber unerkannt bleiben, so veröffentliche deinen Beitrag einfach anonym. www.forum-suedtirol.com ist das neue Sprachrohr für alle Südtiroler, Südtirolerinnen und jene, denen an Südtirol etwas liegt.


Ich möchte auch nochmal unterstreichen, dass diese Seite so eingerichtet wurde, dass kein Schreiber, wie auch die Betreiber der Seite anonym sind - es gibt keine Aufzeichnungen im Hintergrund. Also noch vielSpass und eifriges Diskutieren.



Gefunden, gelesen, gut befunden, weitergegeben:



Matthias Schoenweger auf der DachterrasseMatthias Schönweger ist in der südtiroler Kunstszene kein Unbekannter. Auch werden so manche Meraner ihn als etwas besonderen Lehrer in Erinnerung haben. Nicht wenige seiner Kunstaktionen waren umstritten und ein Besuch in seinem Heim läßt erahnen warum dieser Freigeist sich nie hat bändigen lassen.

 

Es ist uns gelungen eine kleine Besonderheit aus unseren Archiven zu bergen. Eine Dokumentation über Matthias Schönweger. Ein Besuch in seinem Reich mit vielen Bildern und vielen seiner berühmt/berüchtigten Wortspiele, denn der Meister selbst korrigierte den Text. Viel Spaß beim Lesen und durchblättern.

 

Sammeln, meine Leidenschaft (PDF-3,7 MByte) (149)



logo dolomiten onlineNein, unser Tagblatt der Südtiroler ist nicht eingesperrt worden, aber die Online-Version wird unter Verschluss gehalten. Jedenfalls wenn man nicht Offline-Abonnent ist, oder Geld abdrückt. Jeder weiß: „Nichts ist älter als die Zeitung von gestern.“ Trotzdem versuchen Zeitungen ihre „alten“ Inhalte zu Geld zu machen.

Da lob ich mir doch die Zeit, die Welt und seit neuesten auch die Times. Die letztere gibt an, dass man mehr Geld mit Werbeeinnahmen machen kann durch Besucher welche über Suchmaschinen einsteigen, als durch bezahlende Benutzer.

Also, gebt das Online-Dolomiten Archiv frei.

PS: Die „Neue Südtiroler Tageszeitung“ verzichtet komplett auf einen Internetauftritt. Auch nicht schlecht.



Salzburger KartenDass Kartenspielen eigentlich nie außer Mode gekommen ist, kann man nicht behaupten. Vielleicht macht das elektronische zocken den jüngeren mehr Spaß.

Besonders seit man in einen Pub, ein Bistro oder eine Vinothek geht und nicht mehr ins Dorfgasthaus. Es wurde viel um Geld gespielt und ist deshalb auch in Verruf geraten, aber vor allem war es nicht cool. So langsam wendet sich das Blatt und auch jüngere spielen wieder öfter Karten. In manchen Kneipen ist es auch wieder erlaubt bzw. nicht ungern gesehen. Der Herbert hat ja schon über das Watten geschrieben hat ist nun das Schnelln dran.

Erst kürzlich habe ich einer Außer-Südtirolerin versucht die Spielregeln nahezulegen und bin ziemlich auf die Schnauze gefallen. Erst beim zweiten Anlauf ist es mir gelungen das Geflecht aus Salzburger Karten[A], Regeln und den hundert Sonderregeln und Ausnahmen ungefähr zu vermitteln. Mit einiger Praxis ging’s dann aber doch.

Auch gewisse Anleitungen im Internet sind da oft nicht hilfreich, weil das „Zugeben müssen“ und „Stechen müssen“ nicht wirklich erklärt wird.

Und vor allem eines hat sich gezeigt. Es ist zwar immer noch ein Glückspiel[B], aber die vielen Sonderregeln schaffen eine gewisse Ausgeglichenheit. Zu Zweit macht es nicht so sehr Spaß, da greift das Prinzip nicht so gut, zu Dritt aber ist wohl die Perfekte Zahl. Da ist man knapp davor „Auszugehen“, da kommt ein Herzblind daher und man ist der letzte in der Runde. Zu Viert kann es bei guten Spielern schon mal länger dauern. Nachdem nach dem Wechseln fast immer alle Trumpf-Karten im Spiel kann kaum jemand richtig abräumen, und es ist auch schon vorgekommen dass man mit nur zwei angesagten Stichen „Loch geht“[C].

Man sieht es ist etwas kompliziert und üben muss man auch. Da kommt es gerade gelegen, dass man nun Schnelln auch am Computer spielen kann. Ein Informatiker der TU-Wien hat eine Schnelln-Simulation in Java[D] geschrieben. Zu finden auf seinem Schnelln-Blog.

Nach ein paar Runden muss ich sagen, dass es gut funktioniert und man richtig süchtig werden kann. Vielleicht kann man ja eine Online-Version anleiern und dann so von Büro zu Büro …



Fußnoten

  1. die sind ja auch außerhalb des Süddeutschen Sprachraums selten bekannt...torna
  2. man kann mit schlechten Karten nicht immer gewinnen...torna
  3. wir haben mal eine Runde nach 2 Stunden abgebrochen, der Beste war auf 32, der Schlechteste auf 105...torna
  4. also auch für die Linux- und Mac-Fraktion geeignet...torna