Gefunden, gelesen, gut befunden, weitergegeben:



Merry Christmas
Markus Lobis, zitiert in seinem Blog einen Artikel der Süddeutschen Zeitung der ihm, wie er schreibt, aus dem Herzen spricht. Da möchten wir einmal dagegenhalten.

Obwohl wir uns ja auch recht kritisch gegenüber diverser Veranstaltungn geäußert haben, dienten diese wohl mehr der Aufklärung. Es werden oft Erwartungen geweckt, Autentizität vorgegaukelt usw. Aber daran, dass Veranstaltngen gemacht werden, daran kann ich mich nicht stoßen. Und ja, sie sollten auch weiterhin ins Zentrum der Städte hinein. Auf die Plätze und Straßen. Die Plätze sind ja eigentlich nur deswegen entstanden und es ging auch immer um den Kommerz (siehe Marktplatz).

Wir gehen erst heute daran, die Plätze architektonisch zu zerpflücken und ihr Leere zu kontemplieren. Feste und Parties werden vorzugsweise auf bestimmte Areale zugewiesen. Lokale sollten so früh wie möglich schließen, damit in der Altsatdt auch mal Ruhe ist. Wohin soll das noch führen. Wahrscheinlich zu den toten Innenstädten die man aus dem Rest Europas kennt. Dort wo keiner mehr am Abend oder Wochenende hingeht, weil es da nix gibt nach Feierabend. Geisterstädte in denen auch keiner mehr wohnt, weil es ja nichts mehr gibt.

Nein, das ist keine Altstadt die ich möchte. Vorschläge, die Feste besser zu organisieren, sie besser aufzuteilen finde ich sinnvoller als eine Entwicklung einfach zu verdammen. Denn eines sollte man immer bedenken. Das ach so schlechte Heute, ist die gute alte Zeit von Morgen.



Gefunden, gelesen, gut befunden, weitergegeben:



Über das Kürbisfest in Bozen, haben wir schon letztes Jahr berichtet und auch dieses Jahr gibt es da nicht viel neues. Das Fest vor zwei Wochen Lana war gerade mal erwähnenswert und deshalb lassen wir anderen Bloggern und Nachritenseiten den vortritt ihre Eindrücke zu vermitteln.

Und nur zur Erinnerung, wir haben auch noch zwei Rezepte mit Kürbissen im Archiv.



Eingang

Das Festival auf der Gompm Alm ist ja schon fast eine Institution, ok es ist eine Institution. Das tolle Wetter und die bunte Mischung der Besucher sollten wohl optimale Voraussetzungen sein um eine ordentliche Party vom Stapel zu lassen. Auch dieses Jahr wurde einiges geboten, vor allem Musik, ein Volleyball-Turnier, ein verunglkückter Sonnenbrillen-Wettbewerb und unmögliche hygienische Verhältnisse. Es ist mir durchaus bewusst, dass man auf der Alm keine besonderen Ansprüche haben sollte, aber wer so sehr darauf pocht, dass man sich in einem Schutzgebiet befindet, dass man keine Drogen konsumieren soll, nur innerhalb des Zaunes campieren und man kein eigenes Essen und Trinken mitnehmen darf, und alle Zelte abklappert um 5 Euro für die Müllentsorgung zu kassieren, sollte es auch möglich machen, dass man innerhalb der Veranstaltung seine Notdurft verrichten kann.


Keine Drogen Gipsmaske

Niemand sollte gezwungen werden, im Wald sein Häufchen[A] zu hinterlassen. Warum gezwungen?. Nehmen wir mal an, dass an diesen beiden Tagen 1.000 Besucher auf der Veranstaltung waren, eine vorsichtige Schätzung (es waren sicherlich mehr), und nehmen wir weiters an, dass durchschnittlich jeder Besucher einmal aufs Häuschen muss[B] ergeben sich 1.000 Besuche auf den 2 fixen und 3 Dixie-Klos[C] und 1 Waschbecken. Dass die Dixie-Klos nach nur ein paar Stunden unmöglich waren versteht sich von selbst, also konzentrierte sich alles auf die 2 übrig gebliebenen sanitären Anlagen. Dass sich da mal schnell eine Schlange bildet ist leicht vorherzusehen.

Knappes TurnierIch muss ja zugeben, dass ich mich schon des Öfteren gefragt habe, wieso es eine so große Diskrepanz gibt bei der Anzahl an sanitären Anlagen in Firmen und in Gastbetrieben. Ein Handwerksbetrieb mit 15 Angestellten muss 5 Klos installieren, eine Diskothek für 600 Leute braucht nur 4, und da arbeiten meist auch mehr als 10 Leute. So richtig logisch ist das ja nicht – außer man argumentiert, dass Arbeitnehmer eher auf Klo, als am Arbeitsplatz sind. Aber wie wir wissen ist diese ganze Klo-Angelegenheit den Gastronomen sowieso ein Dorn im Auge. Da muss man was unterhalten, das kein Geld bringt. Aber da möchte ich mal ganz provokant sagen, wer was verkauft, das oben rein geht, soll sich nicht wundern, dass unten/hinten was rauskommt, das zu entsorgen gehört also zum Service ;-)

Early in the eveningIch würde mir also wünschen, dass sich die Gastronomen ein wenig mehr um dieses Thema kümmern würden. Und um mal gleich mit dem Argument aufzuräumen, dass die sanitären Anlagen sowie nur beschmiert und zerstört würden, will ich auf mehrere Studien verweisen, welche herausgefunden haben, dass je schöner und sauberer eine Anlage ist, desto weniger Schäden und Dreck wird hinterlassen. Vernachlässigte sanitäre Anlagen hingegen, laden geradezu ein „weiterzumachen“. Kurz, schön bleibt schön, hässlich wird noch hässlicher. Das kann aber natürlich nur funktionieren wenn man nicht tausende Leute auf zwei Klos loslässt.



Fußnoten

  1. natürlich mit Taschentüchern...torna
  2. Kurzbesucher vielleicht gar nicht, die die übernachten sicherlich öfter...torna
  3. 0,005 Klos pro Besucher...torna


kuerbis bannerSeit 5 Jahren wird in Bozen ein Kürbisfest organisiert. Es wird in Zusammenarbeit von Gastbetrieben, Floristen/Gärtnern und der Landesregierung organisiert und bei der Zusammenstellung verwundert es doch das überhaupt etwas zustande kommt. Wir wissen natürlich alle, das Südtirol ein traditionelles Kübisland ist. Über weite Äcker sind die leuchtenden Riesenbeeren von weit her schon zu sehen, … doch halt, das ist die Steiermark, nicht Südtirol. Was soll also ein Kürbisfest bei uns. >>Weiterlesen>>



…oder besser gesagt: Warum in Südtirol Feste nur gehäuft auftreten, die Dorffeste langsam aussterben und was das mit langen Nächten im Sommer zu tun hat.

0608 02

Dorf-, Wiesen-, Wald-, Feuerwehr- und Dorffeste (chi più ne ha, più ne metta) sind in Südtirol allseits beliebt. Die famosen Kirchtige (Fest des Heiligen einer Kirche) sind da auch nicht ausgeschlossen, und lassen sich in grob zwei Kategorien festmachen: „Die Kultigen“ und „Die Touristischen“. Diese beiden Begriffe benötigen keiner weiteren Erklärung. Natürlich meiden die Einheimischen die touristisch angehauchten Feste soweit es geht, aber leider gibt es gewisse Termine auf dem Festkalender, da muss man sich mit den „Gästen“ mischen. Entweder weil in der besagten Zeit kein anderes Fest gemacht wird, oder weil das Fest einfach ein Pflichttermin ist, und man es halt mal aushält wenn einem die „Gäste“ zum x-ten mal versuchen weis zu machen dass jeder Südtiroler von Ihrem Geld lebt. >>Weiterlesen>>