30 Oct 2008

Ich muss zugeben, dass ich bisher Törggelen und Feste als zwei verschiedene Arten von Freizeitaktivitäten gesehen habe. Bei einem schaut man im Voraus in einem Keller einen Platz zu bekommen und geht dann mit seinen Freunden und Kollegen hin und feiert mit eben dieser Gruppe. Bei einem Fest geht man hin (mitunter auch allein) und schaut wer noch so alles da ist. Jetzt gibt es aber schon seit längeren, wie ich jetzt gemerkt habe, eine Kombination. Das Törggele-Fest. Das kann eine touristische Ausprägung haben, wie das in Klausen, das schon Ende September stattfindet und eher an Weihnachtsmarkt erinnert und wo man sich mit Recht frägt woher sie so früh die Kösten (Kastanien) herbekommen. Aber es gibt auch die volksnahen Feste in Eppan und Tisens.
Zu Essen gibt es erwartungsgemäß Keschten (auch Kastanien), Hauswurst mit Kraut und die anderen typischen Törggele-Speisen. Die Stimmung ausgelassen, der Zulauf enorm. Es widerspricht der allgemeinen Meinung, dass nur im Sommer die Leute sich aus dem Haus trauen. Einen Haken hat das Ganze aber. Es ist im Oktober am Abend einfach kalt. Und bei aller Liebe zum Feiern, im Sommer ist man am Abend lieber draußen.
