26 Jun 2008
Dass der Brennerbasistunnel eher ein Prestigeprojekt, als eine wirkliche Lösung der Tranistproblems ist, sollte inzwischen jedem Bekannt sein. Auch dass derBBT in die Trasse der Hochgeschwindigkeitszüge (TAV ) von Palermo nach Berlin eingefügt wird lässt an eine Lösung des Güterverkehrs zweifeln. Aber wenn wir die Beteuerungen glauben und derBBT wirklich für die Entlastung der Autobahn, sprich LKW’s auf die Bahn, bringt, dann wollen wir doch annehmen, dass es so schnell wie möglich soweit sein sollte.
Auf dem Blog von Riccardo della Sbarba konnte ich heute über eine Studie lesen, welche die Bauzeiten von so langen Tunneln vergleicht:
Pubblico qui sotto i diagrammi. Come si vede, invece che il 2015 come previsto dal progetto (intanto la BBT ha allungato la previsione al 2022) lo studio fa l’ipotesi del 2029.
Freie Übersetzung: In den vorgestellten Diagrammen sieht man, dass dieses Projekt bis 2015 abgeschlossen sein sollte (inzwischen nennt dieBBT das Jahr 2022), die Studie nennt 2029 als einen möglichen Termin.
Das heißt frühestens in 14 Jahren, wenn wir die Zulaufstrecken usw. nicht berücksichtigen. Klingt ja auch nicht so weit weg, aber wenn wir uns mal überlegen dass es die Brennerautobahn erst seit 1972 wirklich gibt schaut das schon anders aus. In etwas mehr als 30 Jahren sind aus ca. 150.000LKWs pro Jahr 2.000.000 geworden, welche über den Brenner rauschen. Allein in den letzten 8 Jahren hat sich der Verkehr um 45% erhöht. Wenn in Zukunft das Verkehrsaufkommen auch nur halb so schnell wächst (und es wird wachsen), dann haben wir in 14 Jahren 3.000.000LKWs zu bewältigen (frei nach Adam Riese).
Und was sagt uns das?
Na dass wir nicht erst auf das Wunder BBT (sofern es eines ist) warten sollten, sondern schon jetzt etwas dagegen unternehmen. Wie heißt es so oft in amerikanischen Foren, schreibt eurem Abgeordneten. Hier würde ich vorschlagen mal dem Luis einen Brief zu schreiben und sich ein wenig umzuhören. Es geht ja nicht nur darum gegen den BBT zu sein, sondern das Problem Transitverkehr wirklich anzugehen.