Rauchen verbotenDas rauchende Kind mit dem Badewasser ausschütten
Kaum zu glauben. Als das Rauchverbot in Bars und Restaurants in Kraft trat hat man darüber gewitzelt, dass man bald auch im Freien nicht mehr rauchen dürfe. Jetzt hat es Bozen geschafft im Sinne des Kinder- und Arbeitsschutzes zu Überteiben und sich gänzlich lächerlich zu machen. Denn die Argumentation für die neuen Verordnung sind ja nicht wirklich durch wissenschaftliche Studien zu untermauern. Wie schon auf Südtirol.ch zu lesen ist kann das auch gegenteilige Wirkungen haben.

Ich will hier nicht einen Aufruf zur Verschwendung von Steuergeldern starten, aber es wäre schon interessant zu sehen, wie die Wissenschaft dein Beitrag des Rauchens im Freien im Verhältnis zu den generellen Umweltbelastungen steht. Besonders in (Zitat)

…öffentlichen Flächen und an Orten, in denen sich Kinder unter 12 und/oder schwangere Frauen aufhalten, in allen Sportstätten, besonders auf Zuschauertribünen und im Publikumsbereich, und bei Veranstaltungen im öffentlichen Raum, wo in der Nähe gegessen und /oder getrunken wird.

Außerdem möchte ich einen Denkanstoß geben. Ein Bar- oder Restaurantbesitzer muss für den Raucherraum eine Abluftanlage einrichten, welche die Belastung des Personals (es geht ja um Arbeitsschutz) auf ein Minimum minimiert. Wenn da dann eine Mutter sitzt mit ihrem Kind ist es dann ok, dass das Kind noch der Rest-Belastung ausgesetzt ist? Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass diese Belastung höher ist, als jene im Freien.

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    Ein Kommentar to “Das rauchende Kind mit dem Badewasser ausschütten”

    1. suedtirol.ch (1 comments) meint:

      Bozen, glaub ich auch, geht hier wirklich einen Schritt zu weit. Ich finde Anti-Rauch-Initiativen sonst ja recht lobenswert, aber gegen Verbote hab ich einfach was.

      Man weiß wohl selber, was man zu tun und zu lassen hat. So viel Verantwortung sich und anderen gegenüber, sollte Bozen seinen Bewohnern und Gästen schon zutrauen.

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