In den letzten Jahren gibt es immer mehr Spasspartein (echte als auch fiktive), die das politische System auf den Arm nehmen. Nicht nur in Italien, wo die nächsten Wahlen schon bald anstehen, und nicht nur auf nationaler Ebene[A].

Als Beispiel hierfür steht zum Beispiel die Kandidatur von Herrn Grissemann bei den Landtagswahlen in Niederösterreich mit seiner ICH-Partei. Er wurde jetzt ausgeschlossen, nachdem er bei einer Pressestunde sein Programm vorgestellt hat. Dabei hat er natürlich eine extreme Haltung an den Tag gelegt, aber so mancher etablierter Politiker würde mit solchen Aussagen durchaus durchkommen.

In Italien ist das Phänomen “ich gründe halt meine eigene Partei” ja politischer Alltag und mit ein Grund für die Misere in der wir stecken. Und gemäß diesem Motto haben auch einige Moderatoren von RadioDeejay ihre Partei gegründet, die ” Ketty Metti“. Wenn man das Programm liest erkennt man zwar sofort, dass dies nicht ganz ernst gemeint sein kann, aber einige Punkte sind nicht ganz Weltfremd.

- istituzione di un corpo di polizia del “bel costume” che reprima il cattivo gusto
- telefonini, messaggini e connessioni internet a costi ridotti
- scambi culturali, sociali e “fisici” tra nord, centro e sud e con altri paesi (il c.d. “programma Orgasmus”) volti all’integrazione sia nazionale che internazionale

Man sollte mal versuchen, die echten Programme der Parteien ebenso mit einem schmunzeln zu lesen, nachdem diese ja auch nicht ernst gemeint sein können, wenn man die politische Realität beobachtet. Unmögliches wird versprochen und natürlich auch nicht umgesetzt. DieseSpassparteien sind also nicht nur eine Karikatur des politischen Systems, sondern auch ein Zeichen dafür, dass es durchschaut werden kann.

Den Sprung aber von diesem durchschauen zu einem umdenken und einem geänderten Wahlverhalten fehlt oft. Oft auch aus Mangel an Alternativen. Wir würden uns mehr Bürgerlisten wünschen - auch auf nationaler Ebene. Sozusagen als “echte Vertreter des Volkes aus dem Volk”.



Fußnoten

  1. erinnern wir uns an die Bürgermeisterwahl in Bozen...torna

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    Ein Kommentar to “Spassparteien ernst nehmen”

    1. Nietta (12 comments) meint:

      Grande Pina! :)

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