Lana hat wieder gezeigt, dass es nicht die Interessen der Bürger in den Vordergrund stellt, sondern sich zu einem Disneyland-Städchen mausern möchte. Schön anzusehen aber ohne Leben.

Viele tolle Maßnahmen, welche Lana in den letzten Jahren von Stapel gelassen hat (der Versuch eine der Hauptverkehrsstraßen zur Einbahn zu erklären zum Beispiel), sind gescheitert – an den Bürgern, welche die Hirngespinste nicht weiter ertragen konnten. Die Boznerstraße ist weiterhin zweispurig befahrbar, wurde jetzt aber so verengt dass Unfälle schon bald an der Tagesordnung sein werden – Gott sei dank wurde sie verengt um sie sicherer zu machen.

Ein anderer Dorn im Auge des Gemeindeverwaltung “war” die Naherholungszone Falschauer. Schon vor 4 Jahren haben wir über den schlechten Zustand der Anlage berichtet und schon damals angenommen, dass die Gemeinde alles daran setzt die Anlage herunterkommen zu lassen. Warum? Um eine Ausrede zu haben sie zu schließen.
Auch drakonische Maßnahmen wie die Sperrung am Abend durch Schranken und die Verhängung von Strafen haben nichts an der Attraktivität genommen – denn man Glaube es kaum, die Menschen haben Spaß daran im Freien zu grillen und zu Spielen, wenn es dafür eingerichtete Plätze gibt.

Dass es in Südtirol praktisch keine Plätze gibt wo man grillen kann, wenn man nicht über einen eigenen Garten verfügt scheint nur auf den ersten Blick unglaublich. Ganz anders in Großstätten wie München, dort ist es nicht unüblich dass man in jedem Park grillen kann – es gibt eigene Zonen dafür.
Aber in Lana möchte man dieses Treiben nicht – Familien mit Kindern die es bunt treiben, essen und trinken, spielen und schreien. Nein, das geht nicht. Und der Müll… den muss man wegbringen. Und das Kostet. Da gibt man doch lieber ein paar tausend Euro aus, stellt ein paar Bulldozer ein und walzt das ganze Areal nieder. Reißt die Tische und Grills ab und sägt ein paar Bäume um, damit auch jeder versteht dass man hier nicht mehr erwünscht ist.

Der neue Bürgermeister hat ganze Arbeit geleistet, denn nicht nur wurde das Areal zur Sperrzone mit Strafandrohung erklärt, sondern man hat auch die ehemaligen Parkplätze mit Erde zuschütten lassen. So kann man auch nicht mehr im Fluss schwimmen gehen, wie die Bürger Lanas seit Jahrzenten taten.

Nur gut dass in der Nähe des Bahnhofs Lana/Burgstall ein  neues Naherholungsgebiet entsteht – auf Kosten uns Steuerzahler. Ob wir da hinein dürfen ist noch nicht klar – wahrscheinlich wird es eingezäunt werden damit es Ruhe hat von Familien und Kindern, die schreien und spielen und so.
Und jetzt noch ein kleiner Nachtrag. In den 80ern wollte der damals sehr vorausschauende Bürgermeister von Lana eine zweite Brücke über die Falschauer bauen. Sie sollte den Verkehr über die Teiss-Brücke in Oberlana ausgleichen. Denn die neu entstandene Industriezone war damals nur über Oberlana oder über eine Brücke in Sinich ereichbar.
Aus diesen Plänen wurde nichts – und bis heute muss man aus der Mitte Lana’s heraus einen großen Umweg machen um in die Industriezone zu kommen. Aber eine Brücke wurde soeben gebaut – für Radfahrer, die nach Meran fahren wollen. Warum man soviel Geld für diese Brücke rausgeschmissen hat weiß ich nicht. Rausgeschmissen ist übrigens das richtige Wort, denn gerade mal 300 Meter Flussaufwärts gibt es bereits eine Fahradbrücke – seit 20 Jahren. Danke – für das Geld hätte man die Falschauer locker 10 Jahre lang in Top-Zustand erhalten können.












{ 5 comments }
Willkommen in der SSRS, wer sich nostalgisch an die guten alten Zeiten realsozialer Republiken zurückerinnern will braucht sich nur nachSüdtirol begeben. Grillen unerwünscht, Mountenbiken nur auf 1,5 m breiten Wegen, Ablehnung deines Bauplans weil die Stiege 2 cm zu breit ist … strenge und die persönlichen Freiheiten einschränkende Gesetze. Das alles und noch viel mehr gibt es in der “Sozialistischen Sowjetrepublik Südtirol”. Die Freiheit des Einzelnen. Seine eigenständige Verantwortung etwas umzusetzen. Unerwünscht Fehlanzeige!
Unsere Verwaltung weiss und kann alles besser und das muss man dem Bürger doch verdammt noch mal irgendwie einbläuen. Wie diese Mentalität vielen Bürgen schon in Fleisch und Blut übergegangen ist sieht man an der Tatsache, dass wegen Kleinigkeiten immer und immer wieder nach dem Gesetzgeber gerufen wird. Entbürokratisierung ist zwar bei Wahlzeiten in jeder Munde, aber wer nach neuen Gesetzten schreit darf sich dann nicht wundern wenn immer neue Regeln die persönlichen Freiheiten einschränken. Und immer mehr Beamte diese Regeln überprüfen müssen.
Man kann doch nicht Alles und Jedes regeln und in Gesetze gießen die irgendwann doch niemand mehr kennt und kaum mehr einhalten kann? Ist es möglich dass wir uns ohne gesetzliche Regelung für jeden Käse und jeden Mist nicht mehr imstande sind uns in unserem modernen Lebensraum auszukennen?
Anscheinend schon. Prost Mahlzeit. Vive la libertè!
Mhh ich denke bald suedtirol ist so cirka das krankste was es auf der welt gibt… sorry nur z.b. in san francisco wohnte ich im übelsten ghetoo aber sogar die hatten staatlich eingerichtete grillplätze die man sogar gratis reservieren konnte und es gab so ne art mounties die kamen auf patroliue vorbei und alles war schön sauber und clean nette leute beim grillen die einen sogar beim vorbeigehen auf ein Bier einluden… und der staat baute nicht nur 2 gratis klos neine sogar cirka 8 und es gab gratis wasser und alles… und ja es wurde vom staat gratis zur verfügung gestellt und die sind ne aufgeschüttete halbinsel und haben wasser und platzprobleme… aber den leuten alles zu verbieten… !???
Irgendwie schon interessant, auf welche Ideen man kommen kann, wenn man gewissen Tatsachen nicht kennt oder vielleicht auch bewußt nicht sehen will. Thema Naherholungsgebiet Falschauer: Die Schließung war aus Gründen der öffentlichen Hygiene notwendig, da sich regelmäßig Ratten und Mäuse in großen Mengen über die Essensreste hergemacht haben, die die Leute hinterlassen haben, die leider nicht in der Lage waren ihren Müll selbst zu entsorgen. Das gesamte Areal ist zusätzlich zu einem öffentlicher Toilette verkommen und immer mehr Menschen haben sich beklagt, dass mitten in den Wiesen Exkremente lagen. Schönes Grillen wünsch ich “DERFRANKIE”, aber bitte, jedem das Seine. Zusätzlich gab es eine Anordnung der Forstbehörde, den Platz zu sperren, da mehrere Bäume stark beschädigt waren und beim nächsten starken Wind, vom Umfallen bedroht waren. Wer haftet in so einem Fall? Sicher nicht Leute, die sich hinter Pseudonymen verstecken und Halbwahrheiten in die Welt setzen. Dass an einem Konzept gearbeitet wird, um die Grillplätze wieder so herzurichten, dass sie für Familien attraktiv werden, was man eigentlich auch aus den Medien entnehmen konnte, verschweigen wir mal lieber, oder?.; sonst könnte die ganze negative Soße ja vielleicht zu hell werden. Licht,Wasser und Toiletten sind geplant, wie es sich die meisten Menschen bei einem Grillplatz halt so wünschen. Andere Ideen sind willkommen.
Noch einige andere Halbwahrheiten, die richtig gestellt werden sollten:
Niemand hat jemals geplant die Boznerstrasse in eine Einbahnstraße zu verwandeln. Dies war einzig und allein eines der vielen Rechenmodelle von Prof. Knoflacher, mit denen er aufgezeigt hat, das jeder Eingriff in die bestehende Verkehrsodnung Auswirkungen auf andere Straßen haben könnte. Theoretische Modelle eben, die jemand als solche verstehen kann oder eben nicht versteht – je nach Fähigkeit und Wille wie halt immer.
Und noch etwas: Die neue Fahrradbrücke über die Falschauer hat dem Steuerzahler nichts gekostet. Sie wurde von der Firma MEMC in Sinich gebaut und bezahlt. Für den Hochleistungskabel vom E-Werk in der Gampenstraße und dem Werk in Sinich brauchte es eine Brücke, die dann so gestaltet wurde, dass sie für die Öffentlichkeit nutzbar wurde. So viel zur Wahrheit.
Sehr geehrter Herr Stauder, ich freue mich dass Sie zu diesem Thema auf unserem Blog Stellung genommen – so unterirdisch sie unser Niveau auch einschätzen – und sich zu uns unten gesellt haben.
Bevor ich auf die einzelnen Punkte die sie angeführt haben eingehe möchte ich nur anmerken, dass sich hier niemand hinter Pseudonymen versteckt – derFrankie ist ein Nickname (auf Deutsch Kosenamen) und eine einfache Suche mit Google hätte meinen “RealName” hundertfach zu Tage geführt. Und was die Haftung bei Windschäden mit Meinungsäußerung zu tun hat müssen Sie mir einmal erklären, oder war das ein Versuch meine Meinung zu diskreditieren.
Nun aber zu den einzelnen Punkten. Ich bezweifle nicht dass es ein Rattenproblem und ein Problem der öffentlichen Hygiene gab. Ich kenne nicht wenige Besitzer eines Komposthaufens die sich über Rattenbesuch gewundert haben. Als sie dann erfahren haben, dass Fleischreste nicht in den Kompost gehören, war das Problem schnell gelöst. Grillabfälle sind eben eher Fleischlastig und deshalb besonders interessant für Ratten. Hier kommt es meiner Meinung nach wieder zur klassischen Henne/Ei-Frage. Kommen die Ratten weil die Leute soviel Müll achtlos liegen lassen, oder gibt es zu wenig geeignete Müllcontainer (die oft entleert werden) und wird das Areal nicht ausreichend gesäubert? Mehr dazu später.
In der Tat ist es auch ein Skandal, dass in einem Naherholungsgebiet auch nach 20 Jahren noch keine Toiletten vorhanden sind. Wenn ich mich richtig erinnere wurde einmal für einige Zeit ein Dixi Klo aufgestellt. Auch hier wieder das gleiche Spiel. Sind die Menschen die ihre Notdurft hinter der Hecke verrichten daran schuld dass es keine Klos gibt?
Ich finde es gut dass jetzt an einem Konzept gearbeitet wird. Aber Sie kennen das Problem mit den großen Veränderungen sicher auch. Man feilt und arbeitet daran,ist nie zufrieden, verschiebt die Termine, man will ja schließlich wenn man das Projekt angeht es ordentlich machen usw. In der Zwischenzeit bleibt alles liegen und geht den Bach runter. Gewollt oder ungewollt. Wo Müll liegt wird Müll hingeschmissen. Legen sie mal einen Müllsack auf den Tribus Platz und wundern sie sich was nach einem Tag alles zusammenkommt.
Die kleinen Schritte und Veränderungen bringen zum Ziel. Evolution statt Revolution. Das lässt sich auch leichter finanzieren.
Natürlich musste man jetzt die Zone sperren, und wahrscheinlich die Bäume fällen, aber musste alles aufgerissen und zerstört werden? Ein Bauzaun hätte doch auch gereicht oder?
Und nachdem sie Voschläge für die Fallschauer wünschen werden wir einige Zusammentragen und hier veröffentlichen.
Nun noch schnell zu den anderen Punkten. Thema Boznerstraße. Das theoretische Modell hatte zumindest ein reges Interesse in der realen Boznerstraße ausgelöst und wenn ich mich nicht täusche auch eine Unterschriftensammlung zur Folge. Es ist also nicht so, dass diese Möglichkeit sofort ausgeschlossen wurde.
Zum Schluss noch die Brücke. Ich habe nicht behauptet dass der Steuerzahler diese Brücke bezahlt hat – auch wenn es mich freut zu hören dass dies effektiv nicht der Fall war. Aber eine Geldverschwendung war es meiner Meinung nach (und die darf ich sicherlich noch haben) trotzdem, und das hat nichts mit Wahrheit zu tun.
Ihr Motto ist es ja Lösungen zu finden, nicht Fehler und deshalb bin ich überzeugt dass Sie in Zukunft mehr konstruktive Lösungen anbieten werden als destruktive Schnellschüsse.
So langsam nähern wir uns ja einer konstruktiven Diskussion – gut so. Ich hab nicht Ihr Niveau in Frage gestellt, sondern das Niveau der Argumentation, die leider auf – nennen wir es mal Fehlinformationen oder stark subjektivem Empfinden- aufgebaut waren. Ich hoffe, dass dies so verstanden wurde, alles andere, vor allem wenn es persönlcih genommen worden wäre, täte mir leid.
Thema Brücke: Der Vorwurf der Geldverschwendung – die ich persönlich nicht sehe – muss in Richtung MEMC gehen. Da es sich dabei um einen amerikanischen Multi handelt und diesen Leuten im Regelfall eher was anderes unterstellt wird, bin ich gespannt, welche Antwort Sie bekommen.
Grillplatz: Der Grillplatz wird im Sommer 2011 wieder eröffnet werden. Für Gestaltungs- und Führungsvorschläge bin ich Ihnen dankbar.
Mülleimer waren in ausreichender Menge und Größe verhanden – an dem wird es wohl nicht gelegen haben. Die einmal aufgestellten Toiletten wurden innerhalb kurzer Zeit zerstört – was tun in Zukunft? Bauzaun? In einer Zone, in der Wocheende für Wochenende massive Schranken aufgebrochen werden, reicht leider kein Bauzaun. Schade, aber leider ist es so.
Bozner Strasse: Das mit der Unterschriftensammlung in der BZ-Str. ist mir neu; es gab eine in der Treibgasse. Diese wurde aber auch sofort eingestellt, als man den Leuten erklärt hat, dass es sich lediglich um eine theoretisches Rechenmodell handelt. Dass die Leute auf Gerüchte, die ihre unmittelbare Umgebung oder Lebensgewohnheiten betreffen, sehr sensibel reagieren versteh ich; dass man dann manchmal Gerüchte für reale Gegebenheiten hält und sich Sorgen macht auch; dass man allerdings nicht gleich nachfragt, verstehe ich nicht. Was mich betrifft, so bin ich eingentlich jederzeit erreichbar gewesen und bin dies immer noch.
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