Der Christian hat sich auf der Präsentation der Machbarkeitsstudie einer neuen Eisenbahn (oder S-Bahn) von Bozen nach Eppan schlau gemacht. Und auch hier, wie bei manch solcher Vorschläge, scheint das ganze etwas unausgegohren zu sein. Vielleicht ist der Vorschlag eine neue Trasse nach Eppan zu machen nicht ganz so hirnrissig, wie jene, eine von Meran ins Passeiertal zu bauen, aber ein Problem bleibt immer das Gleiche. Die Zubringerdienste.
Das mit den Zubringerdiensten ist wirklich einer der großen Knackpunkte. Ich weiß noch von Londoner Zeiten, dass es einen riesen Unterschied macht, ob man direkt an einer U-Bahnstation lebt, oder man (nur 2 km entfernt) Bus, Zug und dann U-Bahn nehmen muss. Für die gleiche Entfernung zum Arbeitsplatz brauchte ich 3-mal so lange. Wenn ich ein Auto gehabt hätte hätte ich auf die öffentlichen Verkehrsmittel verzichtet.
Vielleicht wären auch radikalere (und billigere) Methoden wirksam. Die Straßen nur zu bestimmten Zeiten für bestimmte Gefährte zu reservieren. Z.B. dass Touristen nicht in den Pendler-Zeiten fahren dürfen - die Bauern[] bestimmte Ablade-Fenster bekommen usw. Praktisch das Auto-Fahren so unaktraktiv machen dass die öffentlichen Verkehrsmittel mehr genutzt werden.
Das ist nicht eine Verbotsstrategie, sondern eine Optimierung der vorhandenen Resourcen. Ich finde dass in unserem Land, Geld sein dank, immer zuerst darüber nachgedacht wird was man neues dazubauen kann, bevor man sich Gedanken darüber macht, wie man das bestehende besser nutzen könnte.
Fußnoten
Stichworte: Eisenbahn, Eppan, Phantasterei, Studien