Touristen




Südtirol gilt nicht umbedingt als Top-Reiseziel wenn es um die junge Generation geht. Der anhaltende Trend der sognennaten “Outdoor”-Sportarten hat den Altersdurchschnitt ein wenig nach unten gedrückt - aber seien wir ehrlich, nicht signifikant. Zu diesen Sportarten gehört das neudeutsche Climbing - das gute alte Klettern. Auch viele einheimische klettern wieder gern, auch in Hallen, wo dann aus einem Outdoor- wieder ein Indoor-Sport wird.

Und während die Touristen in die Dolomiten fahren um zu klettern, gehen die jungen Talente (David Lama, aus Nordtirol) nach Thailand um zu klettern.


  • er einer der konsvatisten und reaktionärsten Päpste in den letzen 50 Jahren ist
  • er dazu anmahnt die Tolleranz und Freiheit nicht zu weit zu treiben
  • er millionen von Menschen in Drittweltländer AIDS ausliefert, indem die Kampagnen gegen Verhütungsmittel verschärft werden
  • er für die Opfer von pädophilen Übergriffen durch katholischer Priester zwar Mitgefühl bekundet, sich aber nicht entschuldigt
  • sein Verständnis von Völkerverständigung eher in Richtung Missionierung geht als in Tolleranz
  • wir Bürger für seine Sicherheitsmaßnahmen und die Mauer aufkommen müssen

Der Grund für diese Bekundung ist natürlich der Papst-Urlaub in Brixen. Es gibt jetzt sogar ein Papst-Portal in welchem krampfhaft versucht wird Brixen als historische Papststadt zu präsentieren. Aber alles das sie vorzuweisen haben ist ein vermutetes Vorbeiziehen vor 1000 Jahren, ein erzwungener Papst, der Bischof von Brixen war und eine Übernachtung. Die Freudenbekundungen von Politikern und Vereinschefitäten sind das übliche gebrabel und heucheln etwas von Friede, Freude Eierkuchen.

Die Gastwirte werden sich natürlich freuen, die Pilger ordentlich zur Kasse zu beten, denn eine Speisung im Sinne der christlichen Nächstenliebe ist wohl kaum zu erwarten.

Da wollen wir nur hoffen, dass der Papst auch ein wenig Zeit für Kultur hat und das Museion besucht.



Ich lebe es auf der AnderenSchon vor einiger Zeit wurden wir von “Elmar” auf den Beitrag vom Werbeblogger aufmerksam gemacht, wo die aktuelle Südtirol-Plakat-Kampagne zitiert wird. Dabei ging es um die Frage der unvermeidbaren Plagiate. Man fragte sich ob “Ich lebe es” eigentlich von “Ich liebe es” abgekupfert wurde. Wie ich auch schon damals angemerkt habe, geht diese Ähnlichkeit eher durch die Verkürzung ans Tageslicht. Ich muß auch zugeben, daß der Slogan nicht verkehrt ist, da es eine Haltung zum Ausdruck bringt. Wer in Südtirol Urlaub macht “lebt” die gleichen Werte wie wir im Bezug auf Umwelt, Natur, verträglichen Tourismus usw. In idealisierter Form der Werbung leben wir ja auch alle diese Werte. Es zeugt auch von einem Anspruch an die Gäste, nicht für jeden etwas, sondern nur für die, die auch wissen was hier bekommen.

Überrascht hat mich die Kampagne aber hier in unserem Landl. Erstens glaubte ich, daß die Kampagne nur im deutschsprachigemIo ci vivo auf der einen Seite Ausland geschaltet wird und Zweitens, daß für den italienischen Markt eine eigene Kampagne erstellt würde, oder zumindest die Übersetzung sinngemäß erfolgen würde. Aber beides ist nicht der Fall. Die Kampagne ist jetzt auch an den neuen Bushaltestellen zu sehen und die Übersetzung ist eher ein Hohn als eine Werbung.

“Io ci vivo!” steht auf dem Plakat und heißt eigentlich “Ich lebe hier!”. Spontan würde ich den Satz noch um “e tu no” erweitern wollen. Denn genau so klingt es. Da kommt einen vor es soll unterschwellig der Satz vermittelt werden “Komm noch nach Südtirol und schau mal wie wir es gut haben.” Das war wohl nicht der Sinn der Sache. Um die gleichen Werte zu vermitteln hätte ein “Io lo vivo” gereicht.

Auch diese Headline hätte nicht alles Erklärt, aber dafür gibt es ja normalerweise den Text (Fachsprache Copy) in dem der Titel aufgelöst wird. Aber halt, die Plakate haben ja gar keinen Text. Na ja liebe SMG, wieder eine Chance verpasst, wieder ein bißchen Geld verprasst.



Piazza Walther sotto assedioOggi infatti viene augurato il mercatino di natale a Bolzano. Nelle ultime settimane cera un’invasione di cubetti e i lavori di costruzione degli stand si sovvraponeva a quelli della risistemazione della piazza e della via Alto Adige. Comunque dal prossimo wekkend ci sarà la ormai tradizionale fuga degli abitanti nel weekend per scappare all’assalto dei turisti.

E per i turisti che si imbattono in questa pagina in cerca di informazioni sul mercatino vorrei ricordare il nostro amatissimo articolo dell’anno passato che tratta dei “Miti dei mercatini di natale in Alto Adige“. Buona lettura.

PS: Sono curioso se ci sarà anche quest’anno uno scandalo come quello del video-bambino nel duomo del 2006.



Immer wieder kann man lesen, dass die Tourismustreibenden auf den hochwertigen Besucher setzen sollen. Die Qualität soll stimmen und die Schnäppchenjäger sollen nach Mallorca fliegen. Der Massentourismus soll eingedämmt werden, die Busse voll mit Ich-Schmier-Mir-Mein-Mittag-Am-Frühstückstisch-Gäste sollen gutbetuchten und kultivierten Ich-Lass-Es-Mir-Gutgehen weichen. Da müssen die Rahmenbedingungen auch stimmen. Da muss Kultur her.

Maria JoaoIn den letzten Jahren hat sich auch einiges getan. Ein Beispiel dafür sind die Meraner Musikwochen. Die gibt es schon eine ganze Weile und die Qualität muss sich hinter anderen vergleichbaren Veranstaltungen in ganz Europa nicht verstecken. Dieses Jahr waren The Netherland Philharmonic Orchestra, das Russian National Orchestra, das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, Royal Philharmonic Orchestra London und Thomas Quasthoff & Maria Joao um einige zu nennen dabei. Da würden man meinen, dass unsere SMG sicher auch Ihre Hände im Spiel hat. Der Vermarktungswert ist ja nicht unerheblich. Das Land wird sicherlich auch als Sponsor auftreten, den Glamour der Hochkultur aufsaugen. Aber nein, die Wirtschaft sponsert das Festival. Allen voran eine Bank und ein deutscher Autohersteller.

Ok, man könnte meinen, dass die Südtiroler Landesregierung keine internationalen Musik-Events finanzieren will. Aber weit gefehlt, wie wir in einer offiziellen Pressemitteilung vom 10. September lesen können:

GRAND PRIX DER VOLKSMUSIK
Angesichts der Finanzknappheit des Senders Bozen der Rai wird das Land in die Bresche springen, um die Ausstrahlung des Grand Prix’ der Volksmusik aus Südtirol im Jahre 2009 zu ermöglichen. “Über unsere Haushaltskapitel Fremdenverkehr und Marke werden wir 150.000 bis 180.000 Euro zur Verfügung stellen, um die 200.000 bis 220.000 Euro teure Veranstaltung mitzufinanzieren”, so der Landeshauptmann. Ausschlaggebend für die Entscheidung war die Werbewirksamkeit der Sendung, die von Millionen Zuschauern in Österreich, der Schweiz, Deutschland und Südtirol verfolgt wird.

Werbewirksam wird die Sendung schon sein, und die Reichweite ist auch beachtlich, wenn man sonstige Werbeausgaben im Fernsehen betrachtet. Aber ist das die Zielgruppe die wir uns wünschen? Ich will ja nicht die Liebhaber der Volkstümlichen Musik verunglimpfen, aber wenn wir von dem Heile Welt, Schatz Putzi Mausi Image weg wollen müssen wir auch dementsprechend auftreten.



Brumm BrummWer kennt nicht den Ausspruch „Die Blechlawine ist ins stocken gekommen.“ wenn mal wieder vom Stau auf der Autobahn die Rede ist. Eine besondere Abart dieser Blechlawine findet alle Jahre wieder nach Südtirol und in die benachbarten Provinzen – die Oldtimer-Lawine. Gab es früher nur die Mille Miglia die mit historischen Gefährten über die Alpenpässe tuckerte, gibt es jetzt eine Reihe von anderen Veranstaltungen auf denen die mit viel Liebe, und noch viel mehr Geld, lauffähig gehaltenen Karossen, von ihren betuchten Herrschaften durch die Gegend kutschiert werden. Der hier abgelichtete Oldtimer-Zug ist von Deutschland aus gestartet und organisiert wie sie sind, haben sie das Pannenfahrzeug gleich mitgebracht. Nicht dass es nicht ein interessanter Anblick ist, diese Zeugen einer anderen Zeit zu sehen, aber bei der Menge der Treffen zwängen sich doch einige Gedanken auf.

 

Gelber EngelIm Winter dürften diese Motorkutschen kaum durch unsere Städte fahren, sie sind ja sicher noch Euro 0, aber im Sommer gibt es keinen Feinstaub und deswegen ist das auch egal. Das Mendelrennen wurde verboten, aus Umweltgründen, da plädiere ich doch auch dafür, dass diese Oldtimer-Rennen verboten werden, außer sie montieren einen Katalysator.

 

Stau bei der AusfahrtDa fällt mir ein, letztes Jahr war Südtirol der Schauplatz einer großen Audi-Sause. Ich weiss nicht wieviele Journalisten da waren, aber sicher ein paar hundert, welche auf den vielen Q7 und anderen bereitgestellten Modellen zig-tausend Kilometer in unserer schönen Landschaft verfahren haben. Ich will nicht kleinlich sein, aber da hat keiner auch nur einen Euro abgedrückt um die Straßen und die Umwelt zu erhalten. Und kommt mir nicht mit, das kommt über die Steuern, welche die Gastronomie bezahlt für diese Gäste. Da will ich doch unterscheiden, zwischen einem Gast der zum Wandern kommt und das Auto auch ein paar Tage stehen lässt und einem, der herkommt um den ganzen Tag mit dem Auto (oder Motorrad) durch die Gegend kurvt.

 



Teststand

Nein, nicht die Weihe selbst war zu spät, oder zu kurz, ich schreibe diesen Eintrag zu spät, war zur spät dort und schreibe einen zu kurzen Post. Alles in Allem ist die Weihe nach Augenzeugenberichten gut verlaufen und es gab keine Zwischenfälle. Das Polizeiaufgebot war prächtig, war alles da was man so kennt, und die Kontrollen häufig, auch noch auf den Straßen nach der Veranstaltung.

Geweihte Ordnungshüter

Nur noch zwei, drei Gedanken zu der Initiative Bikerssafety. Ich finde es gut, dass sowas gemacht wird, verstehe aber nicht wieso bei der heurigen Kampagne ein 35 jähriger für tot erklärt wird, wenn in der auf der website gezeigten Statistik, genau die Gruppe der 35-45-jährigen am wenigsten Unfälle verursacht. Die Sensibilisierungskampagne würde ich auch auf Hotels ausweiten, dort wohnen nämlich die Motorradtouristen, welche unsere Straßen so sehr lieben, gerade weil sie sie nicht kennen. Und ein letzter Seitenhieb – 25 Tote sind weniger als 26 und sollten deshalb nicht größer dargestellt werden wie es hier der Fall ist.

Exemple Gute Kombination Volles PostIt


Bier KennzeichenAuf unseren Straßen bekommt man ja so einiges zu sehen und personalisierte Auto-Kennzeichen (sogenannte Wunschkennzeichen) kennen wir nicht nur aus dem Fernsehen, sondern auch von unsere Nachbarn. In Deutschland kann man auch eine kleine Personalisierung vornehmen, man kann (falls die Kombination nicht besetzt ist) den dritten und vierten Buchstaben, sowie die drei Zahlen frei wählen. Trotz Einschränkung finden sich immer noch Leute die witzige Wortspiele erschaffen. Obwohl ich als Ordnungshüter bei diesem Fahrzeug bei jeder Kontrolle den Alkoholspiegel überprüfen würde.



Dachmarken sind etwas Gutes und vor allem treten sie inflationär auf. Besonders im Tourismus bieten sich Dachmarken an[A], wohl auch deshalb hat auch Italien jetzt eine geschaffen[B]. Doch wie es so mit der Tourismus Werbung so ist, finden wir auch hier eine Ungereimtheiten. Um etwas genauer zu werden, Über Südtirol wird wieder mal etwas komisch berichtet. Auf dem Blog „Una voce dal Sudtirolo“ findet Ihr eine gute Analyse, die aufzeigt, dass Werbung machen genau so gute Recherche braucht, wie Journalismus.

PS: Wer schickt den Link an die SMG, damit die hier mal wieder trommeln können?

Update: Auch noch sehr informative Analyse findet Ihr hier bei Brennerbasisdemokratie.



Fußnoten

  1. über die Südtiroler Dachmarke möchte ich erst gar nicht anfangen zu diskutieren...torna
  2. und eine extra Italia S.p.A. auch...torna


HubschrauberSeit kurzem sind sie wieder offen, die Gärten von Schloss Trauttmansdorff. Jetzt strömen wieder die Touristen in eins unserer Vorzeigeprojekte. Jedes Jahr wird es umgebaut und hergerichtet, um dem Besucher noch mehr zu bieten als in den Jahren zuvor. Denn wir wissen ja alle, dass die Südtirol Touristen Wiederholungstäter sind. Einmal in Südtirol angelangt, kommen sie für viele viele Jahre immer wieder zu uns[A]. Eigentlich müsste den Machern des Gartens von vornherein klar gewesen sein, dass er ständig erweitert und umgemodelt wird, oder? Also geht man davon aus, dass uach größere Maschinen usw. sich im Gelände bewegen können ohne alles zu zerlegen. Fakt ist, dass es einen Hubschrauber brauchte um Material aus dem Garten auf den Parkplatz zu hieven. Sicherlich die Methode mit dem geringsten Beschädigungspotential, aber wenn man vorher etwas nachdenkt, liegt man dem Steuerzahler danach nicht auf der Tasche.



Fußnoten

  1. Manche buchen den Tisch für die Pizzeria schon für den nächsten Urlaub im Voraus...torna

Next Page »