Medien




Freier FallDie öffentlich/rechtliche Sendeanstalten und besonders bei uns der Sender Bozen haben eher ein angestaubtes Image. Man erwartet sich eher von der privaten Medienlandschaft, dass sie auf ein junges Publikum setzt und näher am Puls der Zeit ist. Aber in Südtirol ist das wieder einmal anders. Die Privatradios kämpfen ums überleben und da muss das Programm so breit wie möglich aufgestellt werden. Radio Sonnenschein, der sich schon immer als Radio für junge Zuhörer verstanden hat die gleichen Probleme und hat nicht die Mittel ambitionierte Radioproduktionen zu finanzieren.

Und hier kommt die Überraschung. Der Rai Sender Bozen entwickelt aus Soundcheck die neue Sendung „Freier Fall“. Drei Stunden mit Live im Sender gespielter Musik, Jugendkultur, Blog und Forum. Hut ab an die Radiochefin welche sich die Sendung gewünscht hat, mit der Begründung, dass die Jugend in den Südtiroler Medien immer weniger Platz findet, außer wenn es darum geht ihnen etwas zu verkaufen.

Aus der Beschreibung der Sendung:

Ein Schwerpunkt wird auf in Südtirol gespielter und produzierter Rockmusik liegen. »Rockmusik« ist hier als Hilfsbegriff zu sehen, da andere Musikrichtungen wie Hiphop, Punk, Elektronik oder Blues-Rock mit einbezogen werden. Zweiter Schwerpunkt wird die Südtiroler Jugendkultur, die in Diskussionen, Interviews und Beiträgen vorgestellt wird.

Die Sendung geht heute um 19.45 los dauert über 3 Stunden. Diskutieren kann man dann im South-Tyrolean Music Board. Dann wünschen wir mal viel Erfolg (und vielleicht gibt’s die Sendung auch mal als Podcast - inzwischen gibt es aber ja den Live-Stream).



Beschreibung
TitelDie Nietta hat jetzt eine Rubrik bei “in-Südtirol” und wir werden dort als einer Ihrer Lieblingsblogs genannt. Dankeschön. Und wenn sie einer der neuen Leser der über dieses Blatt zu uns gestoßen sind, dann möchte ich sie herzlich begrüßen. Die Beschreibung ist knapp und gut gelungen und das Team wünscht viel Spaß beim Stöbern.



Freitag blätterte ich durch ein Lokalblatt und was sah ich da prompt auf der ersten Seite, einen martialisch aussehenden Waldkämpfer. Als Untertitel sprach man von den Puster Air Gun Gruppen, die anscheindend alte Damen erschrecken und die Wälder unsicher machen. Und gleich auch noch der Wunsch dieser Zeitung, in bester Law and Order Manier, dieses Treiben doch endlich zu verbieten. Man kann zu solche Spielen stehen wie man will, aber es ist doch schon absurd, wie von allen Seiten versucht wird, die persönlichen Freiheit und Rechte der Personen einzuschränken. Erst vor kurzen musste das deutsche Bundesverfassungsgericht die Initiative des Innenministers, online scanning in PC’s von Personen ohne Verdachtsmomente durchführen zu können kippen. Danach wollten einige Polizeiverwaltungen vorsorglich die Kennzeichen von Autos auf der Autobahn scannen und abspeichern. Das in Deutschland. In Bozen wurde das strengste Raucherverbot eingeführt, dass ich in Europa kenne, ich möchte betonen, ich bin Nichtraucher, aber das geht nun definitiv zu weit. Die Listen von mutmaßlichen Steuerhinterziehern werden einfach an Zeitungen weitergeben und mir nichts dir nichts veröffentlicht, das ist nun schon mehr als happig. Dass diese Daten aufgrund einer Straftat in die Hände des “Rechtsstaates” gekommen sind, der von seinen Bürgern die peinlichste Einhaltung aller Regeln verlangt ist rechtlich mehr als verwunderlich. In Italien, wo es nun schon für den Bürger bald gar keine Privatsphäre mehr gegenüber dem Staat mehr gibt, scheint das keinen mehr zu interessieren. Telefone werden täglich zu tausenden abgehört, das Bankgeheimnis existiert sowieso schon lange nicht mehr aber das scheint keinen mehr zu kümmern. Und nun zu guter letzt möchte nun das Finanzministerium auch noch sämtliche Daten aller Gebäudemieter, -inhaber, -pächter usw. mit den entsprechenden Steuerpositionen verbinden. Dies alles und mehr wird uns verkauft unter dem Vorwand, unsere Sicherheit zu erhöhen, Steuerhinterziehung einzudämmen usw. obwohl die bestehenden Möglichkeiten für die Durchführung dieser Kontrollen leichtens ausreichen würde. Und das Schlimmste ist, dass etzthin in der lokalen Presse kaum Stimmen dagegen zu hören gewesen sind. Es ist klar Straftaten gehören geandet, aber nicht zum Preis der persönlichen Freiheiten von tausenden Personen, die absolut unbeteiligt sind.



Die Jungs von Helios sind schon auf Zack. Innovative Werbespots und Kampagnen für die verschiedensten Kunden (meist die Öffentliche Hand). Auch der folgende Spot ist sehr gut umgesetzt, die Visualisierung der Redewendungen ist gut gelungen. Nur frag ich mich, benötigen wir einen teuren Werbespot, den man dann nicht mal übersetzen kann, ohne alles nochmal zu machen? Besonders wenn man bedenkt, dass es die Bestrebungen gibt “CasaClima” auch außerhalb der Provinz populär zu machen. Aber es geht ja auch um die italienischsprachigen Südtiroler. Die Klimahausagentur wird von uns allen finanziert (durch Steuergelder) und deshalb sollte auch bei den Kommunikationsmitteln darauf geachtet werden, dass sie leicht in die zweite Landessprache zu übersetzen sind.



Fare pubblicità non è cosa facile. Fare pubblicità ad un azienda multinazionale per renderla più simpatica è oggigiorno lo è ancora di più. Specialmente se si cerca di coprire i fatti con delle emozioni e distogliere l’attenzione manipolando i consumatori. Capiamoci bene, una buona pubblicità “deve” toccare le nostre emozioni e trasportare valori, ma c’è un limite, dove l’uso di queste è smisurato.

Lo spot della Fiat è un esempio lampante di una trasgressione in questo senso. Oltre a dirci cosa è buono e cosa cattivo, e già questo va oltre a quello che un’impresa dovrebbe fare, alimenta anche lo sguardo al passato melanconico. Certo, ci vuole coraggio a far vedere la strage di capaci in uno spot, ma è anche mancanza di rispetto usare queste immagini per l’immagine di un’azienda. Anche il finale, che “La Fiat siamo tutti noi”, con la chiara intenzione di consolidare l’immagine Italia=Fiat è solo una farsa. È solo una strategia che si vede scoperta nello stesso spot trasmesso alla TV polacca. Lì la Fiat=Polonia.

Ecco lo spot italiano

Ecco quello polacco



16:9 LogoMan kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass das digitale terrestrische Fernsehen umbedingt notwendig ist. Ein Fortschritt ohne den wir nicht Auskommen und der unseren Fernsehkonsum revolutionieren wird. Aber trotz scheinbarer Innovation ist besonders das Fernsehen, besonders in Italien, eine Wirtschaft welche sich sehr konservativ und langsam entwickelt. Dies hat viele Gründe und einige wollen wir am Beispiel DVB-T aufzeigen.

Warum digitalisiert man das Fernsehen?
Um es kurz zu machen. Damit man Pay-TV auch ohne Sat-Schüssel verkaufen kann. Man kann nämlich mit DVB-T mehr Kanäle senden und die neuen Pay-Per-View[A] sind erst seit der digitalen Technik möglich. Die ganzen Argumente, dass es besseren Empfang usw. kann man sich sparen. Auch dass die Kosten für die Sendeanstalten zurückgehen kümmern uns Konsumenten wenig. Auch, dass man DVB-T für mobile Applikationen verwenden kann (sozusagen im Zug) ist kein Vorteil gegenüber dem analogen System.

Die versprochenen Mehrkanäle können natürlich nicht mit der Vielfalt der Sat-Angebote mithalten und wenn man bedenkt, dass man einen neuen Empfänger kaufen muss um praktisch keine Verbesserung der Dienste zu haben grenzt das schon an …

Aber es geht doch um den technischen Fortschritt?
Dass es nicht darum geht kann man an einem anderen Beispiel zeigen. Das Bildformat 16:9. Wir kennen alle die schwarzen Balken die erscheinen wenn man einen Film im Fernsehen anschaut. Filme werden seit Jahrzehnten im Breitbildformat gefilmt und passen deshalb nicht richtig in den Standard-Fernsehschirm (der 4:3 ist). Schon Anfang der 90er wurde deshalb der 16:9 Standard definiert. In der analogen Fernsehwelt gab es deshalb PalPlus, welches sich aber nicht durchsetzen konnte. Wer also einen Breitbildfernseher hatte, um Filme besser zu sehen, konnte dies nur mit DVDs machen, denn die Sendungen wurden immer 4:3 ausgestrahlt. Wir reden hier noch von Röhrenbildschirmen im Breitbildformat, die es schon seit über 10 Jahren gibt. Man konnte zwar das Fernsehbild anpassen, verlor dabei aber jegliche Schärfe.

Mit dem Einzug des digitalen Fernsehempfangs (zuerst via Satellit und jetzt FreetoAir) hat sich die Situation nicht geändert. Das italienische Fernsehen strahlt weiterhin in 4:3 aus, auch wenn sie Material haben, das im 16:9 Format produziert wurde. Akut zu bemerken ist das durch die vielen neuen LCD- und Plasmaschirme die verkauft werden und die alle das Breitbildformat verwenden. Wenn die Sender 16:9 richtig senden würden, würde nicht nur der Bildschirm voll ausgenützt (wie wenn man das Bild anpasst), sondern man hätte auch keine Qualitätseinbußen.

Und das vielbesprochene HDTV?
DVB-T ist nicht für HDTV ausgelegt. Seit 2006 definiert man für Europa den Standard. Dafür braucht es dann wieder neue Geräte und die Anzahl der Kanäle würde sich wieder halbiere. Das kann man vergessen, man führt ja die neue Technik wegen der höheren Senderanzahl ein. Es gab zwar Experimente zur Olympiade in Turin, aber sehr viel tut sich da nicht. Eine gute Zusammenfassung des steinigen Weges des HDTVs in Italien bekommt man bei Wikipedia.

Fazit
Wir sehen, dass die Fernsehanstalten Innovationen so lange wie möglich versuchen hinauszuzögern. Besonders die privaten Fernsehsender suchen die Innovation nur, wenn sie eine Möglichkeit sehen mit wenig Aufwand Mehreinnahmen zu generieren. Die staatlichen Sender (besonders in Deutschland und Österreich) sind da die Vorreiter und sind eher darauf aus auch Qualität an den zahlenden Kunden zu bringen. Wir haben also das Glück auf diese Produktionen zurückgreifen zu können. Wer sich im jetzt also einen neuen Flachbildschirm kauft sollte sich im Klaren sein, dass er etwas für die Zukunft kauft. Nicht nur im Bezug auf HDTV sondern auch das normale Fernsehbild macht nur Spass, wenn man über DVB_T oder Satellit die deutschen Sender schaut. Außer natürlich man mag unscharfe und verzerrte Bilder ;-)



Fußnoten

  1. Einzeln bestellbare Angebote ohne Abbonement...torna


Letzten November fand der 10. Tag der ChronistInnen in Bozen statt. Leider haben wir den Event verschlafen, aber dank einer Radiosendung konnte ich einige Ausschnitte und Interviews nachhören und da sind mir ein paar Gedanken gekommen. Am meisten haben mich die Problematiken interessiert und die neuen Perspektiven durch das Internet. >>Weiterlesen>>



MaulkorbDies war der Titel eines Seminars des Amtes für deutsche Kultur und Famile - Abteilung Audiovisuelle Medien. Ein interessanter Titel und deshalb ein Muß für eine engagierten Blogger. Ich habe mich also auf den Weg in die Landeshauptstadt gemacht und mir von Hansjörg Kucera, ehemaliger Chefredakteur des Senders Bozen, der den Kurs abhielt erzählen lassen was Sache ist. >>Weiterlesen>>



Letzte Woche hatte ich die Grippe. Eigentlich nicht weltbewegend in Anbetracht der Tatsache, dass die Atommacht Pakistan am Abgrund entlang torkelt, die deutschen Eisenbahner die BRD lahmlegen (die Deutschen machen alles gründlichst, wenn schon denn schon), die Börse auf Sturzflug ging und die UNO den Weltklimabericht von 15.000 Seiten auf wenige dutzende zurecht stutzt!). Was solls, endlich mal wieder ein Grund wie in guten alten Schülertagen, durch alle Kanäle zu zappen. Und das ist je Einiges, was sich dem modernen Fern-Schauer bietet. Aber die macht die Masse auch die Klasse? Wohl selten! Der kalte Schauer rieselt über den Rücken! >>Weiterlesen>>



Wir haben uns ja schon einmal Gedanken über den Fotowettbewerb „Bozner Ansichten“ gemacht und kamen zum Schluss, dass es wahrscheinlich ein Reinfall werden wird. Und ist es einer geworden? Ein halber finden wir. Auf der Internetseite finden wir nun folgendes Statement:

Die Tatsache, dass wir in unserer Fotogalerie knapp 300 Bilder finden, zeigt, dass die Bozner und Boznerinnen von der Schönheit und Vielfältigkeit unserer Stadt überzeugt sind. Wir freuen uns, mit Hilfe des Fotowettbewerbes so zahlreiche Perspektiven der Stadt aus unterschiedlichsten Linsen gefunden zu haben. Danke.

Und tatsächlich haben wir 314 Fotos gezählt. Wenn man jetzt die Querformatigen wegzählt sind es zwar einige weniger[A], und einige werden nicht die richtige Auflösung haben[B]. Nach all den Monaten und der Werbung hätten es auch mehr sein können, oder?

Trotzdem muss ich zugeben, dass ich einige dieser Bilder lieber in unserer Flickr-Group gesehen hätte als in diesem Wettbewerb. Aber bevor der Kalender im November vorgestellt wird und somit alle Kalender-unwürdigen Fotos im digitalen Archiv verschwinden möchte ich allen Fotos die Möglichkeit geben einmal vor Publikum zu erscheinen. >>Weiterlesen>>



Fußnoten

  1. sie hatten zuerst vergessen in den Bedingungen festzuschreiben, dass es Hochformat sein muss, wegen der Verwertung als Kalender...torna
  2. die Dame welche das Forum betreut geht davon aus, dass jeder Photoshop zu Hause hat...torna

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