After Work




Projekt Synagoge arIm heiligen Land Tirol hat ein kleiner Frosch für viel Aufsehen gesorgt. Die Geschichte ist wohl jedem bekannt und nervt auch schon. Wir wollen hier deshalb nur darauf hinweisen, dass die Katholiken nicht alle gleich sind und das die Toleranz gegenüber bzw. das Verständnis der Kunst auch weiter gehen kann als es hier vorgeführt wurde.

Maurizio Cattelan, ein italienischer Künstler hat in Deutschland eine Installation gemacht, welche an zwei Standorten, einer Synagoge und einer katholischen Kirche, sich “auf das historische Verhältnis der Religionen, deren Grenzen und Möglichkeiten und die universellen Gefühle von Schuld und Hoffnung” verweist.

Interssant für uns ist zu sehen, dass hier an einer Kirche, die Kreuzigung einer Frau gezeigt wird und es zu keinem Aufschrei der Massen gibt. Bei uns darf Kunst höchstens im Museum frei sein, in einem kontrollierten Kontext - Achtung hier zeitgenössische Kunst! Aber auch das stimmt ja nur bedingt.

Mehr Infos findet ihr hier: VON CHRISTUS BIS ABU GHUREIB



FamilienPlus LogoSeit letztem Jahr wurde der Strommarkt in Italien endlich liberalisiert. Das ist soweit bekannt und eigentlich auch schon wieder fast vergessen. Keine massiven Werbekampagnen wie sie vor einigen Jahren in den deutschen Medien zu sehen waren. Es gibt wohl einige, welche sich aber speziell an Firmenkunden wenden. Eine Ausnahme macht hier wieder mal Südtirol. Nicht im Medienrummel sondern im Angebot.

Wir haben zwar den großen Vorteil schon “lokale” Anbieter wie die Etschwerke zu haben, trotzdem gibt es einige Haushalte die staatliche Anbieter haben. Für beide gibt es von der SEL ein Angebot, das besonders für Familien interessant ist. Das Familienplus-Paket, welches einen Rabatt auf die Energiekosten gewährt. Das heißt im Klartext - der Strom kommt wie bisher vom gleichen Lieferanten aber die Rechnung kommt dann von derSEL , die einen Rabatt auf die Kosten gibt. Klingt doch gut. Der Rabatt hängt natürlich, um Familienfreundlich zu sein, von der Anzahl der Kinder und einem Maximalverbrauch ab (der wiederum von der Anzahl der Kinder abhängig ist).

Und wie einfach ist der Wechsel?
Ganz einfach und in der Praxis getestet. Einfach online die Anfrage stellen, man bekommt nach ein paar Wochen (bei mir waren es 2) peremail alle Formulare (zum Teil schon ausgefüllt) zugeschickt und faxt diese zurück. Um den Rest kümmert sich die SEL. Man hat sogar einen persönlichen Ansprechpartner. Zwei Monate später (so lange ist normalerweise die Kündigungszeit) ist der Wechsel vollzogen und man bekommt die folgenden Rechnungen von der SEL.

Ein kleiner Tipp noch zuletzt. Wenn man Änderungen machen muß oder will (z.B. mehr oder weniger Leistung für den Anschluß, bzw. Tarifwechsel) muß man das vorher erledigen. Die SEL übernimmt die Daten, Anschlüsse, Tarife vom ursprünglichen Stromlieferanten. Das klappt aber in der Regel mit den lokalen Anbietern auch recht gut, bei mir waren die mit der Umsetzung schneller als ich die Formulare zurückgeschickt habe ;-)



Jeder hat es gelesen, denn die lokalen Medien haben es fast schon triumphierend hinausposaunt. Die Christkindlmärkte in Südtirol schlagen wieder Besucherrekorde. Wer am Wochenende seine Ruhe haben will sollte die Städte meiden, und die Straßen dorthin gleich noch dazu, denn da geht es auch nicht minder hektisch zu. Ein Verkehrschaos gab es anscheinend nicht, wenn man mal von 100 Kilometer zähflüssigem Verkehr auf der Autobahn absieht. Aber das ist wahrscheinlich Interpretationssache. Aber gibt es Alternativen?

Ich will hier reinAnbieten würde sich der Weihnachtsmarkt in Sarnthein. Nur am Wochenende geöffnet und laut Programm nicht so komerziell sein soll. Als wir uns dann dort umgesehen haben ist uns vor allem eins Aufgefallen – die Leere. Ok es war Sonntag Mittag, und die meisten Touristen werden den weiten Weg ins Sarntal nicht so früh gefunden haben, aber es war schon verdächtig wenig los. Das Waren angebot ist auch wirklich etwas anders als auf den anderen Märkten, wie auch schon der Andreas geschrieben hat. Irritierend ist aber etwas anderes. Die einzelnen Buden sind auf verschiedene Plätze verteilt. Man wandert also durch die Dorfmitte von Platz zu Platz, wo dann immer wieder mal 5 dann 2 dann 10 dann 2 dann 1 Bude steht. Unterwegs sind dann auch noch ein paar Lebensmittelläden und Gasthäuser mit von der Partie, sodaß nicht wirklich Stimmung aufkommt. Die verliert sich sozusagen auf dem Weg zwischen den Stationen. Da nutzen auch keine hübschen mannhohen Strohengel, es fehlt ein Zusammenhalt.

Sarner StickkunstWie sehr hat da der Meraner Advent von der Umsiedelung vor ein paar Jahren auf die Promenade profitiert. Ein zusammenhängender Markt ist einfach etwas anderes. Wir haben dann noch eine Werkstatt besucht in der die allseits Bekannten Sarner Geldtaschen und Trachtendekorationen gemacht werden. Heutzutage kommen ja nicht nur Pfauenkiele zum Einsatz, sondern es werden auch Lederkreationen mit echten Zweigen erstellt. Sehenswert und immer ein Unikat. Das war dann doch ein netter Abschluß, denn als Alternative können wir den Sarner Weihnachtsmarkt nicht durchgehen lassen.



Die Kirche von Pomarico Matera
dann kann er was erleben! So heisst doch der schöne Spruch und ist auch wahr! Die betreffende Reise liegt zwar schon einige Monate zurück aber es wollte sich nicht die rechte Muße einstellen. Spaghetti-mit-Knödel-Bezug? Ganz einfach, vor vielen, vielen Jahren gab es doch in den späten 50ern eine große Einreisewelle aus Süditalien nach Südtirol. Über die politischen Hintergründe derselben ist ja schon viel Tinte geflossen. Was aber am großen bzw. kleinen Tisch der Weltgeschichte gern vergessen wird, daß hinter solchen Bewegungen immer Menschen stehen, Einzelschicksale auf der Suche nach … Glück …. Geld Arbeit usw.!

Diese Menschen leben seit Jahrzehnten in allen Ecken Europas, denn nicht zu vergessen auch das Wirtschaftswunderland Deutschland hat viele süditalienische Auswanderer dieser Zeit aufgefangen.

Wir haben andhand einer Person versucht die Reise mal “umzudrehen” und mit ihr in sein Heimatdorf zurückzukehren. >>Weiterlesen>>



Man kann sie durchaus als erfrischend werten, diese Jungs aus Brixen mit gitarrenschwangeren Liedern. Es gibt wenig bekannte Pop/Rock-Bands in Südtirol die auch ihre eigenen Lieder schreiben, schon gar nicht auf deutsch. Da macht es auch Freude, dass ein Lied über Südtirol ohne zu sehr patriotischen Parolen auskommt. Den letzten Satz des Refrains ist wohl eher ein Zugeständnis an den Rock, als eine bösartige Herausforderung.

Das die Texte nicht nur aus “verkaufstechnischen” Gründen gesäubert wurden zeigt sich auf der Homepage der Jungs, die auch eine Zusammenfassung der Geschichte Südtirols beherbergt. Und man muß zugeben, daß diese (obwohl schon 6 Jahre alt, im Internet eine Ewigkeit) ein recht positives Licht auf ihr Verständnis von Südtirol wirft.

Na dann, let’s rock!



Merry Christmas
Markus Lobis, zitiert in seinem Blog einen Artikel der Süddeutschen Zeitung der ihm, wie er schreibt, aus dem Herzen spricht. Da möchten wir einmal dagegenhalten.

Obwohl wir uns ja auch recht kritisch gegenüber diverser Veranstaltungn geäußert haben, dienten diese wohl mehr der Aufklärung. Es werden oft Erwartungen geweckt, Autentizität vorgegaukelt usw. Aber daran, dass Veranstaltngen gemacht werden, daran kann ich mich nicht stoßen. Und ja, sie sollten auch weiterhin ins Zentrum der Städte hinein. Auf die Plätze und Straßen. Die Plätze sind ja eigentlich nur deswegen entstanden und es ging auch immer um den Kommerz (siehe Marktplatz).

Wir gehen erst heute daran, die Plätze architektonisch zu zerpflücken und ihr Leere zu kontemplieren. Feste und Parties werden vorzugsweise auf bestimmte Areale zugewiesen. Lokale sollten so früh wie möglich schließen, damit in der Altsatdt auch mal Ruhe ist. Wohin soll das noch führen. Wahrscheinlich zu den toten Innenstädten die man aus dem Rest Europas kennt. Dort wo keiner mehr am Abend oder Wochenende hingeht, weil es da nix gibt nach Feierabend. Geisterstädte in denen auch keiner mehr wohnt, weil es ja nichts mehr gibt.

Nein, das ist keine Altstadt die ich möchte. Vorschläge, die Feste besser zu organisieren, sie besser aufzuteilen finde ich sinnvoller als eine Entwicklung einfach zu verdammen. Denn eines sollte man immer bedenken. Das ach so schlechte Heute, ist die gute alte Zeit von Morgen.



In Trentinario einem Blog unserer Nachbarprovinz stellt sich Peppone die Frage ob die neue Kampagne für mehr Nachtruhe, welche die Stadt Trient gestartet hat, wirklich eine Verbesserung der Lebensbedingungen schafft.

“Trento è qualità” - Cioè se gli abitanti del mortorio esigono
che il mortorio rimanga tale, bene, costoro lì hanno
scelto di abitarci ed è giusto che l’agglomerato
urbano abbia le caratteristiche che più aggradano
agli abitanti stessi.

In Südtirols Zentren gibt es auch immer wieder Querelen wegen Lärmbelästigung und auch so manche unfreiwillige Dusche. Da wollen wir mal nicht hoffen, dass unsere Verantwortlichen nicht auf die Idee kommen eine solche Kampagne zu starten[A].

Zum Artikel in voller Länge geht es hier entlang.



Fußnoten

  1. die Bierdeckel vor ein paar Jahren im Zentrum von Bozen waren zumindest nützlich...torna


Das akrobatische Erforschen der Urbanen Räume ist ein Hauptziel der neuen Jugendbewegung Parkour. Es verbreitet so etwas wie Aufbruchsstimmung unter den Jugendlichen, denn Skateboard ist zwar cool, aber eigentlich schon in den Siebzigern erfunden worden und Snowboard ist auch cool, aber die Carving-Ski haben der ganzen Szene die Suppe versalzen.

Man braucht also etwas Neues. Und da bietet sich Parkour natürlich an, denn man muss nur jung, fit und ein wenig mutig sein. Mit Übung kann man sich dann im urbanen Umfeld austoben. Natürlich sind bei uns die Möglichkeiten etwas eingeschränkt, aber wer suchet der findet. Ein paar Bozner Jungs haben sich diesem Sport verschrieben und wie in der Szene üblich ihre Taten auf Video aufgenommen und im Netz publik gemacht. Hier einige Videos.



Salzburger KartenDass Kartenspielen eigentlich nie außer Mode gekommen ist, kann man nicht behaupten. Vielleicht macht das elektronische zocken den jüngeren mehr Spaß.

Besonders seit man in einen Pub, ein Bistro oder eine Vinothek geht und nicht mehr ins Dorfgasthaus. Es wurde viel um Geld gespielt und ist deshalb auch in Verruf geraten, aber vor allem war es nicht cool. So langsam wendet sich das Blatt und auch jüngere spielen wieder öfter Karten. In manchen Kneipen ist es auch wieder erlaubt bzw. nicht ungern gesehen. Der Herbert hat ja schon über das Watten geschrieben hat ist nun das Schnelln dran.

Erst kürzlich habe ich einer Außer-Südtirolerin versucht die Spielregeln nahezulegen und bin ziemlich auf die Schnauze gefallen. Erst beim zweiten Anlauf ist es mir gelungen das Geflecht aus Salzburger Karten[A], Regeln und den hundert Sonderregeln und Ausnahmen ungefähr zu vermitteln. Mit einiger Praxis ging’s dann aber doch.

Auch gewisse Anleitungen im Internet sind da oft nicht hilfreich, weil das „Zugeben müssen“ und „Stechen müssen“ nicht wirklich erklärt wird.

Und vor allem eines hat sich gezeigt. Es ist zwar immer noch ein Glückspiel[B], aber die vielen Sonderregeln schaffen eine gewisse Ausgeglichenheit. Zu Zweit macht es nicht so sehr Spaß, da greift das Prinzip nicht so gut, zu Dritt aber ist wohl die Perfekte Zahl. Da ist man knapp davor „Auszugehen“, da kommt ein Herzblind daher und man ist der letzte in der Runde. Zu Viert kann es bei guten Spielern schon mal länger dauern. Nachdem nach dem Wechseln fast immer alle Trumpf-Karten im Spiel kann kaum jemand richtig abräumen, und es ist auch schon vorgekommen dass man mit nur zwei angesagten Stichen „Loch geht“[C].

Man sieht es ist etwas kompliziert und üben muss man auch. Da kommt es gerade gelegen, dass man nun Schnelln auch am Computer spielen kann. Ein Informatiker der TU-Wien hat eine Schnelln-Simulation in Java[D] geschrieben. Zu finden auf seinem Schnelln-Blog.

Nach ein paar Runden muss ich sagen, dass es gut funktioniert und man richtig süchtig werden kann. Vielleicht kann man ja eine Online-Version anleiern und dann so von Büro zu Büro …



Fußnoten

  1. die sind ja auch außerhalb des Süddeutschen Sprachraums selten bekannt...torna
  2. man kann mit schlechten Karten nicht immer gewinnen...torna
  3. wir haben mal eine Runde nach 2 Stunden abgebrochen, der Beste war auf 32, der Schlechteste auf 105...torna
  4. also auch für die Linux- und Mac-Fraktion geeignet...torna


Sonnenuntergang

Zwischendurch sollte man über unser Land schwärmen. Das Gerücht, dass Südtirol wenig Möglichkeiten bietet, dass man ja in einem Kaff ist usw. hält sich ja hartnäckig. Aber von Bergen umgeben zu sein hat auch ganz schöne Vorteile.

Jaufenspitz Panorama

Viele Mountainbiker werden mir Recht geben, dass es wohl viel langweiliger wäre in der Poebene oder im Ruhrpott zu radeln. Einige dieser Mountainbiker nutzen auch den Feierabend für eine kleine Tour. Das sollte nicht nur Ihnen vorbehalten sein. Gesagt getan, die Idee für einen spitzen Feierabend war geboren. Die auserkorene war die Jaufenspitze, von der aus man einen herrlichen Rundumblick hat und man wunderschöne Sonnenuntergänge erleben kann.

Jaufenspitze KLetterei Jaufenspitze Richtung Süden Gruppenabstieg

Der Aufsteig ist für jeden zu schaffen und bietet sogar noch etwas Abenteuer. Wie schnell man da denn Kopf frei bekommt ist unglaublich, man vergisst direkt dass man tagsüber gearbeitet hat und das schaffen wenige andere Feierabendaktivitäten.

Next Page »