September 2007




Wir haben uns ja schon einmal Gedanken über den Fotowettbewerb „Bozner Ansichten“ gemacht und kamen zum Schluss, dass es wahrscheinlich ein Reinfall werden wird. Und ist es einer geworden? Ein halber finden wir. Auf der Internetseite finden wir nun folgendes Statement:

Die Tatsache, dass wir in unserer Fotogalerie knapp 300 Bilder finden, zeigt, dass die Bozner und Boznerinnen von der Schönheit und Vielfältigkeit unserer Stadt überzeugt sind. Wir freuen uns, mit Hilfe des Fotowettbewerbes so zahlreiche Perspektiven der Stadt aus unterschiedlichsten Linsen gefunden zu haben. Danke.

Und tatsächlich haben wir 314 Fotos gezählt. Wenn man jetzt die Querformatigen wegzählt sind es zwar einige weniger[A], und einige werden nicht die richtige Auflösung haben[B]. Nach all den Monaten und der Werbung hätten es auch mehr sein können, oder?

Trotzdem muss ich zugeben, dass ich einige dieser Bilder lieber in unserer Flickr-Group gesehen hätte als in diesem Wettbewerb. Aber bevor der Kalender im November vorgestellt wird und somit alle Kalender-unwürdigen Fotos im digitalen Archiv verschwinden möchte ich allen Fotos die Möglichkeit geben einmal vor Publikum zu erscheinen. >>Weiterlesen>>



Fußnoten

  1. sie hatten zuerst vergessen in den Bedingungen festzuschreiben, dass es Hochformat sein muss, wegen der Verwertung als Kalender...torna
  2. die Dame welche das Forum betreut geht davon aus, dass jeder Photoshop zu Hause hat...torna


Gefunden, gelesen, gut befunden, weitergegeben:



Südtirol alla Spaghetti mit Knödel.

Unsere Flickr Gruppe “Spaghetti mit Knödel” ist recht erfolgreich und wir möchten uns hiermit bei allen Mitgliedern bedanken, dass sie so zahlreich mitwirken und eine schöne Sammlung an interessanten Ansichten unseres Landes zusammengetragen haben. Der Aufruf geht natürlich noch an alle Leser sich von dieser Sammelleidenschaft anstecken zu lassen und auch ihre Bilder beizusteuern.

Besonders bedanken möchten wir uns auch noch bei folgenden Fotografen, deren Bilder uns zu Verfügung gestellt wurden im Kopf unseres Blogs erscheinen:

Bobble, Curzio, Firing Tower, happycat, hukla, Kaffeetrauma, PaoloBis, Ploerr, Rotrauts kleine Welt, Sajak, Umberto Luparelli



Da wird aus einem Kommentar doch noch ein Beitrag, Da schreibt ein Autor der Welt über ein Buch über Logos und zitiert die Südtiroler Dachmarke und schon ist das ein gefundenes Fressen für die Tageszeitung. In der südtiroler Blogszene (uns eingeschlossen) gibt es das erwartete Echo, die anderen Medien habe ich jetzt nicht recherchiert, aber da wird’s sicher auf rund gehen. Da wollen wir uns nicht zurückhalten ;-) >>Weiterlesen>>



LogoTimeCodeDas wär doch mal eine tolle Neuigkeit - Bozen hat Nachtbusse. Man wäre auch am Wochenende mobil, müsste sich nicht um Parkplätze und Verkehrskontrollen kümmern, usw. Aber so schnell wird das wohl nix. Obwohl so einen Anfang gibt es schon. Und zwar wegen der „Time_Code“.

TIME_CODE ist eine Veranstaltungsreihe, die ein neues Zeitgefühl vermitteln will… eine bürgerfreundliche Zeit zwischen Kunst, Literatur, Musik und Sport. Es ist ein Projekt, das die Einwohner von Bozen für die Zeitpolitik ihrer Stadt gewinnen möchte - mit dem Hinweis auf die einfache, aber wahre Erkenntnis: Zeit bedeutet Lebensqualität!

Und nachdem einige dieser Veranstaltungen spät abends[A] laufen geht die Sasa auch bis um 00:20 (aber nur Samstags). Das wurde jedenfalls so verkündet. Echt super, nur hat die Aktion zwei Haken. Der eine ist, dass nach dem 2. November wieder Schluss ist und der andere ist noch blöder. Ein paar Veranstaltungen gehen bis 1:00 Uhr, da muss ich halt dann doch das Auto nehmen oder doch noch das Taxi.

PS: Die Veranstaltungen scheinen recht nett zu sein und man kann in den Stadtviertelchroniken sicher viele interessante Hintergründe erfahren.



Fußnoten

  1. bis nach Mitternacht, Oh Gott...torna


Asbest Banner
Alle Zusammen Asbest heben Das wichtigste Kapital das wir Menschen haben ist unser Intellekt. Und der sitzt ja bekanntlich im Kopf[A]. Deshalb sieht der Arbeitsschutz auch vor, dass der Kopf geschützt werden soll. Das haben sich auch diese Herren gedacht und tragen deshalb ihren Mundschutz auf dem Kopf und nicht vor dem Mund. Wer will denn auch heutzutage jemanden den Mund verbieten, und eine aufs Maul geben kann der Asbest ja auch niemanden.

Vielleicht sollte man die Schutzvorrichtung umbenennen in Lungenschutz, weil Asbest schließlich die Lungen angreift und dort den Krebs verursacht. Dann würden die Arbeiter auch verstehen, dass Asbest nicht über die Stirn aufgenommen wird.



Fußnoten

  1. ok, bei manchem Mann ist er auch dann und wann abgerutscht...torna


Hotel ParadisoMit Burgen und Schlössern ist Südtirol reich bestückt. Knapp 400 sollten es wohl sein, wenn man Burgen, Schlösser, Ansitze und Türme mitzählt. Nicht wenige davon sind Ruinen. Sie zeugen von der einstigen Macht und Wehrhaftigkeit Ihrer Erbauer. Sozusagen von der guten alten Zeit. Eigentlich kann man von jeder Ruine behaupten, dass sie mal bessere Zeiten gesehen hat und zwar jene als das Bauwerk noch heil war.

Hotel ParadisoEine besondere Art von Ruine haben wir im Martelltal gefunden, eine Hotelruine. Das Hotel „Paradiso“ wurde Gio Ponti 1936 als Prototyp für ein Liftkarussell erbaut, welches zwischen Bozen und Cortina erbaut werden sollte. Es war also als Auftakt zu einer touristischen Vision gedacht. Diese ist aber schnell zerplatzt. Wem beim Gedanken Hotelruine das Bristol einfällt, welches im Frühjahr abgerissen wurde, liegt nicht allzu sehr daneben. Beide Hotels hatten denselben Besitzer wie die FF (Das Bristol) zu berichten weiß. Nun stellt sich natürlich die Frage, wieso dieses seit Ende der Siebziger Jahre lehrstehende Gebäude noch nicht abgerissen wurde. Aber wenn man bedenkt, dass die Immobilie der Brauerei Forst gehört ist auch diese Frage schnell geklärt. Wahrscheinlich steht es noch um die Kubatur zu erhalten, um etwaige zukünftige Baupläne nicht zu gefährden, welche nach einem Abriss gefährdet sein können. Und dass diese Pläne bei der Forst auch Langfristig angelegt sein können, hat man bei der „Schwarzen Katze“ in Meran gesehen. Dieses Lokal stand einsatzbereit für über 10 Jahre leer, und das obwohl die Lage, Meraner Rennweg, kaum besser sein könnte.

Und um die Frage, welche am Anfang gestellt wurde zu beantworten. Ich glaube nicht, dass es eine Hotelruine jemals zum Status einer Burgruine bringen wird, schon nur aus dem einfachen Grund, dass der Baugrund für Hotels begehrt ist und sich im Allgemeinen Hotelarchitektur in unseren Breiten kaum schützenswert ist.



Immer wieder kann man lesen, dass die Tourismustreibenden auf den hochwertigen Besucher setzen sollen. Die Qualität soll stimmen und die Schnäppchenjäger sollen nach Mallorca fliegen. Der Massentourismus soll eingedämmt werden, die Busse voll mit Ich-Schmier-Mir-Mein-Mittag-Am-Frühstückstisch-Gäste sollen gutbetuchten und kultivierten Ich-Lass-Es-Mir-Gutgehen weichen. Da müssen die Rahmenbedingungen auch stimmen. Da muss Kultur her.

Maria JoaoIn den letzten Jahren hat sich auch einiges getan. Ein Beispiel dafür sind die Meraner Musikwochen. Die gibt es schon eine ganze Weile und die Qualität muss sich hinter anderen vergleichbaren Veranstaltungen in ganz Europa nicht verstecken. Dieses Jahr waren The Netherland Philharmonic Orchestra, das Russian National Orchestra, das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, Royal Philharmonic Orchestra London und Thomas Quasthoff & Maria Joao um einige zu nennen dabei. Da würden man meinen, dass unsere SMG sicher auch Ihre Hände im Spiel hat. Der Vermarktungswert ist ja nicht unerheblich. Das Land wird sicherlich auch als Sponsor auftreten, den Glamour der Hochkultur aufsaugen. Aber nein, die Wirtschaft sponsert das Festival. Allen voran eine Bank und ein deutscher Autohersteller.

Ok, man könnte meinen, dass die Südtiroler Landesregierung keine internationalen Musik-Events finanzieren will. Aber weit gefehlt, wie wir in einer offiziellen Pressemitteilung vom 10. September lesen können:

GRAND PRIX DER VOLKSMUSIK
Angesichts der Finanzknappheit des Senders Bozen der Rai wird das Land in die Bresche springen, um die Ausstrahlung des Grand Prix’ der Volksmusik aus Südtirol im Jahre 2009 zu ermöglichen. “Über unsere Haushaltskapitel Fremdenverkehr und Marke werden wir 150.000 bis 180.000 Euro zur Verfügung stellen, um die 200.000 bis 220.000 Euro teure Veranstaltung mitzufinanzieren”, so der Landeshauptmann. Ausschlaggebend für die Entscheidung war die Werbewirksamkeit der Sendung, die von Millionen Zuschauern in Österreich, der Schweiz, Deutschland und Südtirol verfolgt wird.

Werbewirksam wird die Sendung schon sein, und die Reichweite ist auch beachtlich, wenn man sonstige Werbeausgaben im Fernsehen betrachtet. Aber ist das die Zielgruppe die wir uns wünschen? Ich will ja nicht die Liebhaber der Volkstümlichen Musik verunglimpfen, aber wenn wir von dem Heile Welt, Schatz Putzi Mausi Image weg wollen müssen wir auch dementsprechend auftreten.



Fundstücke, lesenswertes, usw. im Netz über Südtirol:



logo dolomiten onlineNein, unser Tagblatt der Südtiroler ist nicht eingesperrt worden, aber die Online-Version wird unter Verschluss gehalten. Jedenfalls wenn man nicht Offline-Abonnent ist, oder Geld abdrückt. Jeder weiß: „Nichts ist älter als die Zeitung von gestern.“ Trotzdem versuchen Zeitungen ihre „alten“ Inhalte zu Geld zu machen.

Da lob ich mir doch die Zeit, die Welt und seit neuesten auch die Times. Die letztere gibt an, dass man mehr Geld mit Werbeeinnahmen machen kann durch Besucher welche über Suchmaschinen einsteigen, als durch bezahlende Benutzer.

Also, gebt das Online-Dolomiten Archiv frei.

PS: Die „Neue Südtiroler Tageszeitung“ verzichtet komplett auf einen Internetauftritt. Auch nicht schlecht.

Next Page »