August 2007
Moonatsarchiv
30 Aug 2007
Gepostet von Knoedel-Admin in
Internet
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Die Entwicklungen im Web der letzten Jahre bieten viele neue Möglichkeiten die Inhalte vieler Internetseiten zu sammeln und nach eigenen Wünschen zu organisieren. Die wichtigste davon ist sicher RSS.
RSS (Abkürzung für Really Simple Syndication, zu deutsch etwa „wirklich einfache Verbreitung“) ist ein elektronisches Nachrichtenformat, das dem Nutzer ermöglicht, die Inhalte einer Webseite – oder Teile davon – als sogenannte RSS-Feeds zu abonnieren oder in andere Webseiten zu integrieren.
Soweit so gut, aber was bringt das? Ich kann zum Beispiel die RSS-Feeds von 200 Sportseiten abbonieren und mittels einer Suchfunktion mir nur jene Informationen anzeigen lassen, in denen meine Lieblingsmannschaft vorkommt. Wenn ich das von Hand machen müßte bräuchte ich Tage dafür.
Und wie komme ich zu diesen Feeds? Entweder sehe ich in Verzeichnissen nach, oder ich abboniere die Seite, indem ich sie direkt in meinem RSS-Reader eingebe (mehr Infos gibt es hier). Das funktioniert ganz gut, wenn man beim surfen auf eine interessante Seite stößt, ist aber langwierig.
Deshalb haben wir uns gedacht eine Sammlung mit Feeds aus und über Südtirol zu veröffentlichen. Sie ist natürlich noch nicht komplett, aber immerhin konnten wir schon 125 Quellen sammeln. Wir bemühen uns sie regelmäßig zu erweitern und Vorschläge könnt ihr an opml [at] spaghetti-mit-knoedel.com schicken.
Hier geht’s zum download: [download#1]
Die Datei ist im OPML Format, welche sich leicht in jeden RSS-Reader einlesen läßt.
Eines wird bei der Benutzung dieser neuen Informationskanäle auch klar, ohne Selektion kann man schnell in der Informationsflut untergehen. Die Arbeit des Redakteurs und Journalisten, welche Informationen für uns filtern fällt weg und deshalb muß man diese Arbeit nun selbst machen. Auf der anderen Seite kann man sich besser über ein Thema sein eigenes Bild machen.
Stichworte: Feed, Listen, OMPL, RSS, Südtirol
27 Aug 2007
Gepostet von DerItchi in
Kurios
Ein Kommentar
Das neudeutsche „pimpen“ bzw. tunen, welche man früher als aufmotzen oder friesieren kannte ist ja wieder groß in Mode gekommen. Auf allen Fernsehkanälen, in vielen Kinostreifen und verschiedenste Veranstaltungen huldigen diesem Steckkenpferd[].
Viele werden sich an ihre Vespa oder Ciao erinnern, welche früher illegaler weise mit Auspuff und größerem Zylinder versehen wurden. Es war schon fast normal. Später kam die Ape. Eigentlich glaubte ich dass die Ape-Welle schon vorbei ist, aber in der Populär-Wissenschaftlichen Sendung Galileo von Pro7 kamen die Stree Devils aus dem Ultental zu Ehren.
Witzig ist natürlich wie die Jungs versuchen korrektes Deutsch zu sprechen und über-korrigieren. Da wird dann aus „Da kommt noch ein Vergaser drauf“ ein „Da kommt noch ein Vergaser hinauf“. Deshalb wird es wohl auch die Untertitel brauchen, welche nicht immer wirklich das wiedergeben was gesagt wurde. Aber so sind sie halt, die Journalisten.
Fußnoten
Stichworte: Ape, Event, Fernsehen, Hobby, Medien, Tuning, Ultental, Video
23 Aug 2007

Foto von dt.fotograf.
Früher fand man diese Schilder auf fast überall dort, wo ein Weg in den Wald hinein oder am Waldesrand herum führte. Heute sind sie meist verrostet, kaum noch leserlich. In der Schule erklärte man uns die Symptome, und man lernte wie man sich verhalten musste. Heutzutage denkt man eine Tollwutimpfung nur noch, wenn man in ferne Länder fährt. Die Tollwut scheint aus unserem Gedächtnis verschwunden zu sein, ein Exot. So exotisch, dass er bei der TV-Serie Dr. House als eine seltene Krankheit diagnostiziert wird[]. Wahrscheinlich ist die Gefahr bei uns wirklich fast gebannt. Wenn man den Berichten des Landestierärztlichen Dienst der letzten Jahre glauben will, gab es in den letzten 5 Jahren keine positiven Befunde, doch man sollte deswegen die Bemühungen zur Vorsorge nicht vernachlässigen[]. Wie eine solche Ansteckung mit der Tollwut verlaufen kann, die in diesem Fall gut ausgegangen ist, kann man hier in Englisch nachlesen. Also sich zu informieren ist nie falsch, also ab zum Robert Koch Institut.
Fußnoten
Stichworte: Landestierärztlicher Dienst, Schilder, Tollwut, Virus, Wildtiere
11 Aug 2007

Und schon ist wieder Ferienzeit! Und wohin treibt es des ach so gestressten fleißigen Arbeiter, wenn er ans “große” Wasser will und keine große Lust hat weit zu fahren? Natürlich an den Gardasee, das Tiroler- und Holländermeer 1-1/2 Fahrstunden vom Bozen entfernt. Eigentlich nix außerordentliches über das man schreiben könnte, Verbindungen mit diesem Blog Fehlanzeige? Irrtum!, der Lacus Benacus , wie ihn schon die alten Römer nannten, besonders sein nördlicher Zipfel ist uns kulturell recht nahe, gehörte er doch zum alten Tirol und war doch Riva eine der wichtigen Sommerresidenzen erholungssuchender Erzherzöge und -innen. Doch genug der Sissiologie geschwärmt, der Gardasee ist ein Hort des Massentourismus und seine Lokale bestenfalls unterer Durchschnitt?Mitnichten! >>Weiterlesen>>
Stichworte: Gardasee, kulinarsch, Limone, Malcesine, Riva, Torbole
9 Aug 2007
Gepostet von DerFrankie in
Bauten
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Im deutschen Sprachraum sind Schwimm- oder Freibäder sehr beliebt, beliebter als im südlicheren Sphären. Bei uns übernimmt man trotzdem den kurzen aber einprägsamen Namen Lido. Wir sind überzeugt. dass nicht nur die Römer eine Badekultur hatten, aber die moderne treibt oft lustige Blüten.
Fast jedes Dorf ein Lido, das eine größer, das andere kleiner. Ein paar sind in einem schlechten Zustand, andere gerade herausgeputzt worden. Es ist wahrlich ein Spass für alle Generationen, und das schon sehr lange. Wieso gerade in Südtirol ein derart hohe Dichte an Lidos herrscht ist auf den ersten Blick nicht verständlich, vielleicht hat es aber auch mit unserem Kirchturmdenken zu tun. Wenn der Nachbar ein Schwimmbad hat, muss man selbst auch eins haben.
Ich vermute mal, dass den Anfang das Bozner Lido gemacht hat. Schon 1929 von den Architekten Ettore Sottsass und Willy Weyhenmeyer geplant, besteht es in seiner Grundform immer noch. Auch nach einigen Umbauten kann man den rationalistischen Charakter der Gebäude erkennen. Vor allem eines gefällt mir gut, die logische Führung die dem Badegast nahe gelegt wird. Nach dem Eingang kommt man zu den Umkleidekabinen, welche man auf der einen Seite betritt und auf der anderen verlässt, von dort zu freien Spinden, über die Dusche dann ins Freie. Zurück macht noch mehr Sinn. Aus dem Schwimmbad in die Dusche, nachdem man geduscht hat holt man sich die Kleider, zieht sich um und verlässt das Lido. Ein solches Leitsystem hat aber auch noch Nebenwirkungen. Man könnte auf nackte Tatsache treffen, was bedeutet, dass man die Geschlechter trennen muss. Es gibt also diesen Weg für Männer und Frauen getrennt.
In anderen Schwimmbädern sind ähnliche Leitsysteme vorgesehen[], aber sie werden meist durch die sich selbst organisierenden Besucher boykottiert. Das führt bisweilen zu komischen Begegnungen, aber da ist man heutzutage ja nicht mehr so streng.
Obwohl eine Kleinigkeit ist schon trotzdem immer noch gleich blöd. Geschminkte Frauen im Schwimmbad. Die armen Geschöpfe haben direkt Stress. Den Schweiss abtupfen, den Eye-Liner nachziehen, sich kämmen, zur Abkühlung nur mal kurz die Arme und Beine unter die Dusche halten, sich wieder im Spiegel kontrollieren, am Bikini herumzupfen, sich darüber wundern warum man Ausschlag bekommt wenn man geschminkt in der Sonne liegt. Jeglicher weiterer Kommentar erübrigt sich.
Fußnoten
Stichworte: Bozen, Kosmetik, Kultur, Lido, Südtirol, Schwimmbad
4 Aug 2007
Gepostet von DerItchi in
Politik
[8] Kommentare
…zumindest seit 80 Jahren. Wir wollen hier ja nicht viel politisieren. Das machen andere sicher besser, aber ich möchte mal ein paar Standpunkte verteten und ein wenig bissig sein. Über die Plakat-Aktion der Südtiroler Freiheit haben viele geschrieben, und noch viel mehr geredet. Besonders gut hat uns dieser Beitrag bei Brennerbasisdemokratie gefallen. Die Kommentare sind zwar wieder mal länger geraten als der Beitrag, aber das gehöhrt sich wahrscheinlich so.
Aber mir gefällt der Abschluss des Beitrages. Ist es nicht endlich an der Zeit mal einen Punkt zu machen und nach Vorne zu schauen. Beide Seiten, damit wir eine Seite werden. Nach wievielen Generationen ist es denn endlich soweit dass sich die Namen der Orte historisch anerkannt werden. Es war sicher Notwendig sich gegen eine Unterdrückung unserer Identität und Sprache zu wehren, dass haben wir auch erfolgreich getan, aber wir müssen jetzt nichts „zurückbauen“. Außerdem sollte es doch endlich möglich sein, dass auch die zweite Sprachgruppe sich auf die Hinterbeine stellt und auch auf die andere Sprachgruppe zugeht. Den Status Quo festigen, die Bedürfnisse der jeweiligen Sprachgruppen analysieren und Maßnahmen ergreifen, damit der „disagio“ vergeht und man in Zukunft auf eine gemeinsame Vergangenheit zurückblicken kann.
Stichworte: Alto Adige, Deutsch, Italien, italienisch, Südtirol, Tolleranz, Zusammenarbeit, Zweisprachigkeit