Juli 2007




Homepage Wegeprojekt SürdtirolDa ist man mal richtig zukunftsorientiert und macht nicht richtig Werbung dafür. Es gibt einen neuen Wanderführer bzw. Trekking-Führer wie das jetzt in neudeutsch heißt. Eigentlich handelt es sich um das Südtirol Wegeprojekt das sich zum Ziel gesetzt hat.

 

  • die digitale Erhebung der Wegeinfrastruktur

  • die Erarbeitung von einheitlichen Markierungsrichtlinien

  • die Verwaltung und Vermittlung der Daten in einem Wege-Informationssystem

Die Wege[A] wurden mittels GPS vermessen und fließen im Laufe dieses Jahres in eine Plattform im Internet ein. Einfach toll, die Daten werden aufbereitet und man kann Touren planen und diese nicht nur ausdrucken sondern auch die GPS-Daten für Navgiationsgeräte herunterladen. Sogar eine 3D-Ansicht gibt es. Alles funktioniert noch nicht komplett, es ist auch noch nicht alles mehrsprachig zu lesen, aber immerhin.

 

Eine Notiz am Rande. Die GPS Daten sind im GPX-Format, viel Info und Software für Windows/Mac und PocketPC findet man hier.

 

Jetzt müsste man sich eigentlich fragen warum da nicht mehr Werbung dafür gemacht wird. Auf der Homepage von Suedtirol.info findet man keinen Verweis, auch nicht auf der Seite des AVS. Vielleicht hat man vor zuvielen Testern auch Angst, wer weiß. Schade, wir kamen nur über Umwegen auf die Seite. Aber trotzdem, weiter so.

 

PS: Die Markierungsrichtlinien werden vor allem den zahlreichen Quänglern in der italienischen Blogosphäre gefallen, welche sich darüber aufregen, dass nicht alle Wegetafeln zweisprachig sind. Dass die Tafeln nicht von einer öffentlichen Einrichtung aufgestellt wurden ist denen egal, von der Toponomastik will ich gar nicht erst anfangen, aber ich bin mir sicher, dass in der Richtlinie vorgesehen ist dass die neuen Tafeln zweisprachig sein werden..



Fußnoten

  1. es sind 18.000 km...torna


SandkunstSüdtirol ist ist leider nicht mit Stränden gesegnet. Da es aber seit einigen Jahren einige Beach-Volleyball-Anlagen gibt, hat auch bei uns eine neue Kunstform Fuß gefasst. Die Sandskulptur. Nun werden die Werke schon wegen der bescheidenen Menge an Sand und ihrer kurzen Lebensdauer, man will ja schließlich auch mal Beachvolley spielen, nicht ihn die Liste der Sehenswürdigkeiten in Südtirol eingehen, aber wenn man schon mal die Gelegenheit hat, sollte man diese Kunst auch veröffentlichen. Es folgt einenicht ganz politisch gerechte Satire… >>Weiterlesen>>



Brumm BrummWer kennt nicht den Ausspruch „Die Blechlawine ist ins stocken gekommen.“ wenn mal wieder vom Stau auf der Autobahn die Rede ist. Eine besondere Abart dieser Blechlawine findet alle Jahre wieder nach Südtirol und in die benachbarten Provinzen – die Oldtimer-Lawine. Gab es früher nur die Mille Miglia die mit historischen Gefährten über die Alpenpässe tuckerte, gibt es jetzt eine Reihe von anderen Veranstaltungen auf denen die mit viel Liebe, und noch viel mehr Geld, lauffähig gehaltenen Karossen, von ihren betuchten Herrschaften durch die Gegend kutschiert werden. Der hier abgelichtete Oldtimer-Zug ist von Deutschland aus gestartet und organisiert wie sie sind, haben sie das Pannenfahrzeug gleich mitgebracht. Nicht dass es nicht ein interessanter Anblick ist, diese Zeugen einer anderen Zeit zu sehen, aber bei der Menge der Treffen zwängen sich doch einige Gedanken auf.

 

Gelber EngelIm Winter dürften diese Motorkutschen kaum durch unsere Städte fahren, sie sind ja sicher noch Euro 0, aber im Sommer gibt es keinen Feinstaub und deswegen ist das auch egal. Das Mendelrennen wurde verboten, aus Umweltgründen, da plädiere ich doch auch dafür, dass diese Oldtimer-Rennen verboten werden, außer sie montieren einen Katalysator.

 

Stau bei der AusfahrtDa fällt mir ein, letztes Jahr war Südtirol der Schauplatz einer großen Audi-Sause. Ich weiss nicht wieviele Journalisten da waren, aber sicher ein paar hundert, welche auf den vielen Q7 und anderen bereitgestellten Modellen zig-tausend Kilometer in unserer schönen Landschaft verfahren haben. Ich will nicht kleinlich sein, aber da hat keiner auch nur einen Euro abgedrückt um die Straßen und die Umwelt zu erhalten. Und kommt mir nicht mit, das kommt über die Steuern, welche die Gastronomie bezahlt für diese Gäste. Da will ich doch unterscheiden, zwischen einem Gast der zum Wandern kommt und das Auto auch ein paar Tage stehen lässt und einem, der herkommt um den ganzen Tag mit dem Auto (oder Motorrad) durch die Gegend kurvt.

 



Walker Lamp… aber bei uns mitmachen lohnt sich, findet raus wieso
… partecipare a questo blog conviene, scoprite di più…

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Sonnenuntergang

Zwischendurch sollte man über unser Land schwärmen. Das Gerücht, dass Südtirol wenig Möglichkeiten bietet, dass man ja in einem Kaff ist usw. hält sich ja hartnäckig. Aber von Bergen umgeben zu sein hat auch ganz schöne Vorteile.

Jaufenspitz Panorama

Viele Mountainbiker werden mir Recht geben, dass es wohl viel langweiliger wäre in der Poebene oder im Ruhrpott zu radeln. Einige dieser Mountainbiker nutzen auch den Feierabend für eine kleine Tour. Das sollte nicht nur Ihnen vorbehalten sein. Gesagt getan, die Idee für einen spitzen Feierabend war geboren. Die auserkorene war die Jaufenspitze, von der aus man einen herrlichen Rundumblick hat und man wunderschöne Sonnenuntergänge erleben kann.

Jaufenspitze KLetterei Jaufenspitze Richtung Süden Gruppenabstieg

Der Aufsteig ist für jeden zu schaffen und bietet sogar noch etwas Abenteuer. Wie schnell man da denn Kopf frei bekommt ist unglaublich, man vergisst direkt dass man tagsüber gearbeitet hat und das schaffen wenige andere Feierabendaktivitäten.



Eingang

Das Festival auf der Gompm Alm ist ja schon fast eine Institution, ok es ist eine Institution. Das tolle Wetter und die bunte Mischung der Besucher sollten wohl optimale Voraussetzungen sein um eine ordentliche Party vom Stapel zu lassen. Auch dieses Jahr wurde einiges geboten, vor allem Musik, ein Volleyball-Turnier, ein verunglkückter Sonnenbrillen-Wettbewerb und unmögliche hygienische Verhältnisse. Es ist mir durchaus bewusst, dass man auf der Alm keine besonderen Ansprüche haben sollte, aber wer so sehr darauf pocht, dass man sich in einem Schutzgebiet befindet, dass man keine Drogen konsumieren soll, nur innerhalb des Zaunes campieren und man kein eigenes Essen und Trinken mitnehmen darf, und alle Zelte abklappert um 5 Euro für die Müllentsorgung zu kassieren, sollte es auch möglich machen, dass man innerhalb der Veranstaltung seine Notdurft verrichten kann.


Keine Drogen Gipsmaske

Niemand sollte gezwungen werden, im Wald sein Häufchen[A] zu hinterlassen. Warum gezwungen?. Nehmen wir mal an, dass an diesen beiden Tagen 1.000 Besucher auf der Veranstaltung waren, eine vorsichtige Schätzung (es waren sicherlich mehr), und nehmen wir weiters an, dass durchschnittlich jeder Besucher einmal aufs Häuschen muss[B] ergeben sich 1.000 Besuche auf den 2 fixen und 3 Dixie-Klos[C] und 1 Waschbecken. Dass die Dixie-Klos nach nur ein paar Stunden unmöglich waren versteht sich von selbst, also konzentrierte sich alles auf die 2 übrig gebliebenen sanitären Anlagen. Dass sich da mal schnell eine Schlange bildet ist leicht vorherzusehen.

Knappes TurnierIch muss ja zugeben, dass ich mich schon des Öfteren gefragt habe, wieso es eine so große Diskrepanz gibt bei der Anzahl an sanitären Anlagen in Firmen und in Gastbetrieben. Ein Handwerksbetrieb mit 15 Angestellten muss 5 Klos installieren, eine Diskothek für 600 Leute braucht nur 4, und da arbeiten meist auch mehr als 10 Leute. So richtig logisch ist das ja nicht – außer man argumentiert, dass Arbeitnehmer eher auf Klo, als am Arbeitsplatz sind. Aber wie wir wissen ist diese ganze Klo-Angelegenheit den Gastronomen sowieso ein Dorn im Auge. Da muss man was unterhalten, das kein Geld bringt. Aber da möchte ich mal ganz provokant sagen, wer was verkauft, das oben rein geht, soll sich nicht wundern, dass unten/hinten was rauskommt, das zu entsorgen gehört also zum Service ;-)

Early in the eveningIch würde mir also wünschen, dass sich die Gastronomen ein wenig mehr um dieses Thema kümmern würden. Und um mal gleich mit dem Argument aufzuräumen, dass die sanitären Anlagen sowie nur beschmiert und zerstört würden, will ich auf mehrere Studien verweisen, welche herausgefunden haben, dass je schöner und sauberer eine Anlage ist, desto weniger Schäden und Dreck wird hinterlassen. Vernachlässigte sanitäre Anlagen hingegen, laden geradezu ein „weiterzumachen“. Kurz, schön bleibt schön, hässlich wird noch hässlicher. Das kann aber natürlich nur funktionieren wenn man nicht tausende Leute auf zwei Klos loslässt.



Fußnoten

  1. natürlich mit Taschentüchern...torna
  2. Kurzbesucher vielleicht gar nicht, die die übernachten sicherlich öfter...torna
  3. 0,005 Klos pro Besucher...torna


bloggen Blogger Blogger nach. Oder so ähnlich. Einige von uns südtiroler Bloggern gings gestern an den Kragen. Wir wurden von der Val interviewt. Das Ergebnis kann man dann nächste Woche offline lesen. Eigentlich sollte jeder interviewte so einen Post machen und in dann jeweils bei den anderen in den Kommentaren auf sich verweisen. So hätte man man ein richtiges Beispiel für das Soziale Internet ;-)