April 2007
Moonatsarchiv
27 Apr 2007
Gepostet von DerFrankie in
Soziales
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…und Blut im Fläschchen. So könnte man das bekannte Sprichwort auch auslegen. Immer mal wieder muss man sein Blut untersuchen lassen, ja manche Ärzte raten es einmal im Jahr checken zu lassen. Ob das wirklich nötig ist möchte ich nicht beurteilen, die Kosten dafür sind jedenfalls nicht unerheblich, besonders wenn keine besondere Indikation vorliegt. Unbedarfte könnten meinen, das ist keine große Sache und auch schnell erledigt. Wer die Prozedur einmal mitgemacht hat ist eines besseren belehrt worden, stundenlange Wartezeiten inklusive.
Im Krankenhaus von Meran wurde schon von Anfang an eine Art Massenabfertigung eingeplant, die in den ersten Jahren aber nicht so recht funktionierte. Jetzt sind die Wege optimiert worden[] aber es gilt trotzdem einiges zu beachten. Offiziell kann man von 7-12 Uhr an Werktagen sich Blut abzapfen lassen, es ist aber ratsam schon kurz nach 6 Uhr morgens sich anzustellen. Ich hatte heute das Vergnügen um 6.30 Uhr unter die ersten 10 zu kommen. In der darauf folgenden halben Stunde sind weitere 15 Personen dazugekommen und nach 7 Uhr fing auch schon ein kleiner Ansturm an. Ich war dann um 7.15 Uhr wieder weg. Interessantes Detail, auf der „Nummer“ werden die Zeiten vermerkt an denen man am Ticket-Schalter und bei der Blutabnahme drangekommen ist. Wenn diese Zeiten auch analysiert werden wird’s geht es vielleicht auch ohne Frühsport.
Fußnoten
Stichworte: Blut, Krankenhaus, Meran, Tipp
25 Apr 2007
Bei einem kleinem Filmfestival geht es ja nicht ums gewinnen, sondern um die mondäne Atmosphäre. Die Kinolandschaft ist in Südtirol ja eher kärglich, da machen die Bozner Filmtage schon Laune. Besonders wenn sie zum 21. Mal stattfinden. Es wurde auch eifrig der rote Teppich ausgerollt und in den Medien getrommelt. Insgesamt ist es aber dann doch eher eine PR Aktion. Das Publikum für die etwas anspruchsvolleren Filme waren die „üblichen Verdächtigen“, die Leute, die sowieso eine Vorlieb für das Programmkino haben. Großen Zulauf hat natürlich auch die Dokumentation über Siegfried Langer bekommen, welche im größten Saal gezeigt wurde. Da muss ich leider auch schon die erste Frage aufwerfen. Wieso werden gewisse Filme im Wettbewerb zweimal gezeigt und andere nur einmal? Das hat auf den Publikumspreis großen Einfluss. Die nicht vergleichbaren Größe der Säle und die durchaus komische Aufteilung der Vorführzeiten zeigte sich wahrscheinlich auch am Ergebnis. Und da wollen wir nicht die Jury vergessen. Sind drei Personen nicht ein bisschen wenig, besonders wenn nur eine Jurorin sicher Zweisprachig ist (da sie aus Südtirol kommt), vier Filme im Wettbewerb aber in Deutsch gezeigt werden. Die zwei italienischen Beiträge hat der österreichische Juror wahrscheinlich auch nicht so gut verstanden[]. Bei den Dokumentarfilmen sieht es ähnlich aus. Und gerade da gewinnt ein italienischer Film. Dementsprechend wird in der Begründung auch nur von der Verschmelzung der Bilder gesprochen. Es wird schon stimmen, dass sich in Südtirol keine „gscheiten“ Juroren finden lassen, aber ein zwei mehr könntens schon sein.
Fußnoten
Stichworte: Bozen, Festival, Jury, Kino
24 Apr 2007
Zwischendurch hat man auch Kontakt zu echten „Zuagroasten“, Menschen also, die nicht in Südtirol geboren sind und auch nicht unseren Dialekt sprechen. Manche sprechen nur Deutsch und kein Italienisch, manche nur Italienisch und kein Deutsch[], manche Italienisch und ein wenig Deutsch und auch welche die weder die eine noch die andere Landessprache auch nur rudimentär beherrschen. Die letzte Gruppe lassen wir mal aus, denn wie schon der Self-Man gesagt hat: „Dies ist wieder eine andere Geschichte.“ Am interessantesten sind die Reaktionen auf unsere Sprachgewohnheiten von jenen, welche von beiden Sprachen eine Ahnung haben. Oft höre ich Kommentare voller Verwunderung mit welcher Leichtigkeit wir von einem Satz zum Anderen die Sprache wechseln, wenn wir uns in „gemischten“ Gruppen befinden. Wie komisch es ist dass eine Aussage in Deutsch auf Italienisch beantwortet wird und auf Deutsch weiter diskutiert wird. Ein Idealfall, ich gib es ja zu. Noch lustiger finde ich aber wenn ich die Herkunft gewisser Worte erklären muss, die nicht eindeutig einer Sprache oder der anderen zuzuordnen ist. Natürlich ist das „ma dai“ im Deutschen Gebrauch aus dem italienischen entlehnt, aber es gibt auch Worte wie z.B. „Puttega“ welches beide Sprachgruppen verwenden, aber außerhalb der Provinz keine Verwendung findet., Google liefert den Beweis. Jeder weiss wie es zu verwenden ist, aber keiner weiss was es eigentlich heißen soll. Eine interessante Arbeit über diesen Austausch der Sprachen mit dem Titel „Interferenze Lessicali“ könnt ihr downloaden und nach noch mehr solchen Worten im Südtiroler Dialekt Wörterbuch nachschlagen. Leider gibt es so etwas noch nicht für unseren italienischen Mitbürger.
Fußnoten
Stichworte: Deutsch, Dialekt, Italienisch, Sprache
22 Apr 2007
Gefällig kommt ja offenbar von fallen, anders kann man sich nicht erklären warum dieser Spediteur mit offener Plane und ungesicherter Ware durch den Morgen saust. Quelle vertreibt ja schon seit einigen Jahren in Südtirol ihre Waren, mit eigenem Katalog, und die Preise der Waren und die Lieferzeiten passen ja auch. Aber ich glaube es braucht sich niemand mehr wundern wenn das erstandene Gut öfter auf die Reise gehen muss, nämlich wieder zurück an Quelle, weil es beim Transport beschädigt wurde. Da fragt man sich manchmal ob das der Zeitdruck ist, dem die Fahrer ausgesetzt sind oder nur Schlamperei.
Stichworte: Lastwagen, Paket, Schlamperei, Versandhaus
20 Apr 2007
Seit kurzem sind sie wieder offen, die Gärten von Schloss Trauttmansdorff. Jetzt strömen wieder die Touristen in eins unserer Vorzeigeprojekte. Jedes Jahr wird es umgebaut und hergerichtet, um dem Besucher noch mehr zu bieten als in den Jahren zuvor. Denn wir wissen ja alle, dass die Südtirol Touristen Wiederholungstäter sind. Einmal in Südtirol angelangt, kommen sie für viele viele Jahre immer wieder zu uns[]. Eigentlich müsste den Machern des Gartens von vornherein klar gewesen sein, dass er ständig erweitert und umgemodelt wird, oder? Also geht man davon aus, dass uach größere Maschinen usw. sich im Gelände bewegen können ohne alles zu zerlegen. Fakt ist, dass es einen Hubschrauber brauchte um Material aus dem Garten auf den Parkplatz zu hieven. Sicherlich die Methode mit dem geringsten Beschädigungspotential, aber wenn man vorher etwas nachdenkt, liegt man dem Steuerzahler danach nicht auf der Tasche.
Fußnoten
Stichworte: Botanischer Garten, Hubschrauber, Meran, Trauttmansdorff
17 Apr 2007
Gepostet von DerItchi in
Portrait
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Markus Dorfmann ist wohl der Kopf hinter der Gruppe „DerDoggiSingt“, bekannt geworden, letzten Herbst durch seine erste Tournee und durch den satirisch angehauchten Song „Dor Franz vom Grödnertol“ welcher auf Youtube immerhin 40.000 mal angeschaut wurde. Jetzt macht er wieder eine Tour durchs Landl und es ist zwar nicht mehr ein Geheimtipp, aber ein Tipp allemal. Wir hatten das Glück schon vor ein paar Monaten mit Markus Dorfmann zu sprechen und haben eine Art Interview geführt, aber wie wir halt so sind, haben wir nicht die üblichen Fragen gestellt. Zum Interview geht’s hier… >>Weiterlesen>>
Stichworte: Brixen, Cabaret, Dialekt, Konzert, Musik, Satire, Südtirolerisch
14 Apr 2007

Alle Jahre wieder blüht es , leider immer mehr in nur einer Farbe nämlich weiss, aber was solls schön ist es trotzdem und wer noch nicht Urlaub in Südtirol gebucht hat dem sei mitgeteilt, daß im Tal die Vollblüte begonnen hat aber in den höher gelgenen Tälern wird es noch ein wenig dauern, also liebe Touristen, ab in die Reisebüros! Nun aber eine Frage, welche Pflanze bringt zuerst die Früchte und dann das Laub? >>Weiterlesen>>
Stichworte: Apfel, Blüte, Feige, Frühling, Südtirol
13 Apr 2007
Normalerweise stöhnt man ja nur über unsere Dorf-Gendarmen. Viele Witze gibt es darüber, wie blöd sie sich anstellen, und manche nerven auch recht heftig. Die Witze rühren vor allem aus der Zeit, als nach dem Krieg Männer mangelware waren und besonders die Ordnungshüter arge Nachwuchsschwierigkeiten. So war die Aufnahmeprüfung leicht und jeder Tölpel konnte Carabinieri werden. Heutzutage ist das schon schwieriger. Die Carabinieri haben sich IT-mäßig hochgerüstet und auch die neuen Herausforderungen machen eine bessere Ausbildung fast zwingend notwendig. Auch im Netz sind sie vertreten. Die Website der Carabinieri ist zwar nicht gerade auf web 2.0 (im Sinne der Benutzerfreundlichkeit) aber immerhin gibt es auch für den Bürger ein paar nützliche Dienste. Zugegeben, auf der deutschen Seite ist der Titel etwas Irreführend „Die Kraft der Carabiniieri“ ?! Wer erinnert sich nicht daran wie lange es gedauert hat, eine Anzeige zu machen, weil man z.B. den Führerschein verloren hat. Da tippte der Beamte im Zwei-Finger-System auf der Schreibmaschine rum (oder auf der Tastatur in den letzten Jahren) und es zog sich in die Länge. Heute kann man bei der Web Anzeige können die Diebstahl – oder Verlustanzeigen für folgende Objekte angenommen werden:
- Waffen;
- Dokumente;
- Kennzeichen;
- Wertpapiere;
- Fahrzeuge;
- Anderes.
Und das sogar in Deutsch. Am Ende der fünf Schritte druckt man sich eine Bestätigung aus und macht einen Termin bei der nächstgelegenen Carabinieri Station. Ja, man muss noch hingehen, um die Anzeige zu Unterschreiben, aber das geht ja dann zügig. Vielleicht kann man ja in Zukunft mit der digitalen Unterschrift das auch noch übers Internet machen, mal sehen, aber immerhin ist das schon ein gewaltiger Schritt nach vorn in Richtung Bürgernähe.
Stichworte: Anzeige, Bürgernähe, Carabinieri, Deutsch, Polizei, Staat
9 Apr 2007

Ein paar von euch haben es ja schon bemerkt, die Fotos die wir hier zwischendurch posten haben wir in einem Pool auf Flickr zusammengefasst. Wir haben keine Mühen gescheut und haben uns durch das riesige Archiv durchgeklickt und Fotos gesichtet. Das Ergebnis[] sind immerhin einige tolle Schanppschüsse zusammengekommen. Das Thema der „Südtirol alla Spaghetti mit Knödel“ ist eh klar und sie ist für alle offen. Also wenn ihr noch Fotos habt die dazu passen, immer mal her damit und hinzufügen.
PS: Wir haben was Großes geplant, und das wird auch bald verraten, und wer hätte das gedacht, es geht in Richtung Foto. Große Dinge werden bei uns in Südtirol immer gebremmst - aber vielleicht schaffen wir auch was im Kleinen, mal sehen
Fußnoten
Stichworte: Flickr, Fotogalerien, Fotografie
2 Apr 2007
Mal was kurzes zwischendurch. Ein befreundeter Blog-Schreiber aus Südtirol hat sich über seine(Südtiroler) Identität gedanken gemacht. Kurz und bündig, etwas poetisch und philosophisch und wie wir finden sehr treffend.
Den Beitrag findet ihr hier: http://www.blog.suedtirol-reisen.com/2007/03/identitaet.html
Stichworte: Bekannte, Blog, Philosophisch, Südtirol
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